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Obwohl schätzungsweise zwischen 8 und 20 Prozent der Bevölkerung von CMD betroffen sind, wird die Dysfunktion häufig erst spät erkannt. Welche Symptome bei CMD auftreten, welche Fachärzte eine Diagnose stellen können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, das fassen wir in unserem Artikel zusammen.

CMD: Symptome und Diagnostik

CMD steht als Abkürzung für Craniomandibuläre Dysfunktion, also eine Funktionsstörung zwischen Schädel und Kieferknochen. Hat man aufgrund unterschiedlicher Beschwerden den Verdacht, dass man unter CMD leidet, kann nur ein Facharzt eine zuverlässige Diagnose stellen. Kieferspezialisten beispielsweise können CMD in Berlin feststellen und im Anschluss daran eine individuelle Behandlung für Patienten durchführen. Sobald gewisse Beschwerden auftreten, ist es daher sinnvoll, zeitnah einen entsprechenden Facharzt aufzusuchen und die Symptome möglichst präzise zu schildern.

Klassische Symptome bei einer CMD sind Schmerzen im Bereich der Zähne und des Kiefers. Auch das ständige Knirschen mit den Zähnen kann ein Anhaltspunkt für eine Craniomandibuläre Dysfunktion sein. Außerdem treten bei Betroffenen häufig Verspannungen und Schmerzen im Hals, Nackenbereich und an den Schultern auf. Diese können wiederum zu Kopfschmerzen und Schwindel, aber auch zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens und Ohrenschmerzen führen.

Da die durch CMD verursachten Beschwerden zudem in den übrigen Körper ausstrahlen können, treten bei manchen Patienten Rückenschmerzen, Taubheitsgefühl in den Extremitäten, Schluckbeschwerden und Schlafstörungen auf. Diese Symptome sind mit einer starken Einschränkung der eignen Lebensqualität und einem entsprechenden Leidensdruck verbunden.

Ursachen und Behandlung bei CMD

Bevor ein geeigneter Therapieplan für einen Patienten erstellt werden kann, muss zunächst die Ursache für die Craniomandibuläre Dysfunktion festgestellt werden. Arbeiten Muskeln, Sehnen und Knochen des Kauapparats nicht korrekt zusammen, kann das nämlich unterschiedliche Ursachen haben. Eine davon ist eine vorliegende Fehlstellung der Zähne. Solche Zahnfehlstellungen lassen sich schnell durch eine klinische, instrumentelle oder computergestützte Funktionsanalyse erkennen. Ein anderer Auslöser für CMD ist anhaltender Stress. Eine zu starke Belastung im Alltag, Sorgen und Ängste lösen im Menschen Stress aus und dieser macht sich manchmal durch Zähneknirschen bemerkbar.

Zur Behandlung von CMD wird häufig eine so genannte Funktionsschiene genutzt. Diese Funktionsschienen werden anhand eines Gebissabdrucks individuell für den Patienten gefertigt und müssen anschließend während der Nacht getragen werden. Sie stellen eine Entlastung für den Kauapparat dar und können deshalb die klassischen Symptome einer Craniomandibulären Dysfunktion deutlich lindern oder sogar ganz unterbinden. Zusätzlich dazu können weitere therapeutische Maßnahmen bei der Behandlung von CMD sinnvoll sein.

Wurde beispielsweise Stress als Auslöser erkannt, empfiehlt sich ein Anti-Stress-Training. Durch die Veränderung der Lebensumstände und Gewohnheiten, das Etablieren von Entspannungstechniken und die bewusste Einhaltung von Pausen im Alltag lässt sich der Stresspegel mittelfristig oft effizient senken, so dass das Zähneknirschen bestenfalls vollständig verschwindet. Bei vorliegenden Schäden an den Zähnen kann zudem eine Zahnsanierung als Bestandteil der Behandlung von CMD sinnvoll und notwendig sein.