19. Mai 2024

Das Einmaleins der Haarpflege: Worauf es wirklich ankommt

Seien wir mal ehrlich: Wir alle wollen doch schöne Haare haben, oder? Leider ist das mit den Haaren so eine Sache. Genau so unterschiedlich, wie die Menschen sein können, ist oft auch die dazugehörige Haarpracht. Dieser Artikel zeigt, wie man seinen Haartyp ermittelt und ihn so pflegt, dass man das Maximum aus seinen Haaren herausholen kann.

Welchen Haartyp habe ich?

Wie die Haare bei der einzelnen Person genau ausfallen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Manche Menschen haben einen bestimmten Haartyp und behalten ihn ein Leben lang. Bei anderen Menschen wiederum verändert sich der Haartyp im Laufe eines Lebens, durch Hormonschwankungen, Ernährung oder schlicht falsche Pflege. Ein Beispiel: Wer seine Haare eine Zeit lang zu oft gefärbt, geglättet und/oder geföhnt hat, wird früher oder später trockenes oder brüchiges Haar bekommen. Ein fester Conditioner wäre dann etwa eine Möglichkeit, die Haare wieder in den Griff zu kriegen.

Aber: Das macht noch keinen Haartyp. Wenn in diesem Text vom Haartyp die Rede ist, meint das die „natürlichen“ Eigenschaften des Haares. Einige Menschen haben etwa immer trockene Haare, egal wie sie sie pflegen. Für sie könnte Conditioner also eine Dauerlösung sein, um langfristig glänzendes und geschmeidiges Haar zu erhalten.

Grundsätzlich gilt es, drei fundamentale Haartypen zu unterscheiden:

  • trockenes Haar
  • feines Haar
  • fettiges Haar

Diese Typen können natürlich auch Schnittmengen bilden. So gibt es beispielsweise recht viele Menschen mit dünnen und gleichzeitig schnell fettenden Haaren. Zunächst muss man sich dann von der Idee lösen, dass die Haare selbst ein Problem darstellen. Ob das Haar dick oder fein wächst, daran kann man nichts ändern. Ob es jedoch trocken oder fettig ist, hat meistens etwas mit der Beschaffenheit der Kopfhaut zu tun. Hier kommt die Pflege ins Spiel: Nicht immer ist es sinnvoll, aggressiv gegen die unerwünschten Effekte vorzugehen, etwa seine Haare sehr oft zu waschen, wenn man schnell fettendes Haar hat. Hier heißt es: Ruhe bewahren! Erst, wenn man seinen Haartyp kennt, kann man ihm auch angemessen begegnen.

Was tun gegen fettige Haare?

Die beste Maßnahme gegen fettiges Haar klingt auf den ersten Blick seltsam: Weniger waschen! Die Kopfhaut verhält sich wie unsere normale Haut, sie bildet über den Tag eine Fettschicht, die schützt. Wird diese abgewaschen, bildet die Haut sie nach. Je öfter man die Haare wäscht, desto schneller regeneriert sich die Fettschicht. Wer schon lange unter fettigen Haaren zu leiden hat, sollte zunächst probieren, sie „ausfetten“ zu lassen, sie also ein paar Tage nicht zu waschen. Dann kann man sich den Haaren mit Shampoos widmen, die speziell für fettige Haare gemacht wurden. Insbesondere sollte man darauf achten, nicht wieder in den alten, zu häufigen Waschzyklus zu verfallen. Und man sollte keine Shampoos mit beigemischten Silikonen verwenden.

FotoDuets/shutterstock.com

Was tun gegen trockene Haare?

Trockene Haare, die nicht von zu viel Pflege oder Styling ausgetrocknet wurden, müssen regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Spülungen oder Kuren gepflegt werden. Conditionier ist auch ideal, um den Haaren jeden Tag etwas mehr Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen, ohne sie zusätzlich zu sehr zu beanspruchen. Sind die Haare bereits so geschädigt, dass sie überall brechen, hilft im wahrsten Sinne des Wortes nur ein radikaler Schnitt. Darüber hinaus sollte man auch trockene Haare nicht zu oft waschen, da das die Kopfhaut noch weiter austrocknet. Auch hier kann es helfen, den Haaren ein paar Tage „Pause“ zu gönnen, bevor man sie wieder mit Intensivkuren bearbeitet.

Was tun gegen feine Haare?

Feine Haare sind mit Pflegeprodukten am schwersten zu behandeln, da die Feinheit der Haare nicht von der Kopfhaut herrührt und streng genommen kaum verändert werden kann. Man kann aber feine Haare durchaus mit den entsprechenden Pflegeprodukten etwas voller aussehen lassen. Auch hier sind nährstoffreiche Kuren sinnvoll. Und: Shampoos mit beigemischten Silikonen, die den Haaren künstlich etwas mehr Fülle verleihen. Bei sehr feinen Haaren lassen sich auch viele Probleme über den Schnitt selbst lösen.

So schneiden einige Friseure die sehr feinen Haare mit einem Rasiermesser schräg an, was ihr Volumen maximiert. Auch der Einsatz einer Volumenschere kann hier sinnvoll sein. Frauen mit feinen Haaren sollten nicht nur auf eine gute Pflege achten, sondern auch passende Frisuren wählen, die die Feinheit bestmöglich kaschieren.

Generelle Tipps für eine bessere Haarpflege

Die Kopfhaut reagiert genau die restliche Körperhaut auf so gut wie alles, was wir mit unserem Körper machen. Schon marginale Veränderungen im Nährstoffkreislauf können sich unmittelbar auf die Beschaffenheit der Haare niederschlagen. So ist beispielsweise nachgewiesen, dass fette und zuckerhaltige Ernährung auch zu schneller fettenden Haaren führen kann. Genau so können die Haare trocken und brüchig werden, wenn es an bestimmten Nährstoffen mangelt. Es schadet also nicht, einen Blick auf seine Ernährung zu werfen, wenn man mit seinen Haaren unzufrieden ist.

Stellt sich heraus, dass die Ernährung in Ordnung ist, kann man mit Pflegeprodukten viele Makel wieder beheben. Generell sollte man seine Haare dabei aber nicht betrachten wie ein Biest, das gezähmt werden muss, sondern eher wie ein Haustier, das Fürsorge braucht.

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