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Seit einiger Zeit bieten verschiedene Unternehmen unterschiedliche Produkte zum sogenannten Detoxing, also der Entgiftung, an. Die Idee: Durch Fasten mit einer Produktreihe befreit man sich von allen Schadstoffen, die durch die industriellen Lebensmittel in unsere Körper gelangt. Kann das funktionieren?

Detox: Welche Produkte funktionieren?

Wenn man unter einer Detox-Kur klassisches Fasten versteht, sollte man seine Nahrungsaufnahme für den Zeitraum des Fastens auf ein Minimum reduzieren. Das ist nicht für jeden etwas, kann aber durchaus dabei helfen, abzunehmen oder sich besser zu fühlen. Um eine gewisse Balance zwischen Aufnahme wichtiger Nährstoffe und Fasten zu finden, empfiehlt sich eine Detox Kur mit Smoothies. Smoothies sind streng genommen nur Getränke, aber sie können unter Umständen den Vitamin- und Nährstoffgehalt von vielen Portionen Obst und/oder Gemüse beinhalten. Die Flüssigkeit in den Früchten sorgt dafür, dass der Smoothie trotzdem trinkbar bleibt.

Anbieter von Smoothie-Kuren sorgen meist dafür, dass die Nährstoffe in den Getränken ausgewogen sind und alles beinhalten, was man einen normalen Tag über braucht. Smoothies sind daher eine ideale Möglichkeit, eine Detox-Kur zu vollziehen, ohne dem Körper wichtige Nährstoffe nicht zur Verfügung zu stellen. Aber Achtung: Auch Smoothies sorgen nicht für die gleiche Form von Sättigungsgefühl, wie es beispielsweise eine vollwertige Mahlzeit mit vielen Kohlenhydraten tun würde. Daher gehört auch zur Smoothie-Fastenkur ein wenig Disziplin und eine gewisse Überwindung. Das Hungergefühl lässt in der Regel nach zwei bis drei Tagen nach.

Hilft eine Detox-Kur wirklich?

Die entscheidende Frage bei einer Detox-Kur ist: Was möchte man damit erreichen? Die allermeisten Menschen erhoffen sich von einem Detoxing, dass sie dauerhaft abnehmen können. Das kann durchaus funktionieren. Wer es schafft, mehrere Tage am Stück sehr wenig zu essen, der lernt, wieder Kontrolle über sein Hungergefühl zu erlangen. Oftmals essen wir nicht, weil wir Hunger haben, sondern weil wir damit Stress kompensieren. Die bewusste Einschränkung hilft uns, wieder Kontrolle über das Essverhalten zu erlangen. Allerdings ist es wichtig, dass man es dabei nicht übertreibt. Wer einem körperlich anstrengenden Beruf nachgeht oder einen arbeitsintensiven Alltag hat, sollte nicht mehr als zwei bis drei Tage fasten.

Ebenso sollte man auf eine Detox-Kur verzichten, wenn man längere Zeit krank war oder gar noch krank ist. Der Körper braucht dann mehr Energie, um den Heilungsprozess voranzubringen. Unter günstigen Umständen kann eine Detox-Kur auch die Abwehrkräfte stärken und zu einem allgemein besseren Wohlbefinden führen. Sie lohnt sich auch, wenn man den Verdacht hat, an einer bestimmten Lebensmittelunverträglichkeit zu leiden. Tauchen Beschwerden nicht mehr auf, die bei einer „normalen“ Ernährung aufgetaucht sind, ist das ein erster Anhaltspunkt für so eine Unverträglichkeit. Alles weitere sollte diesbezüglich aber trotzdem mit einem Arzt besprochen werden.