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Diabetes gehört zu den sogenannten Volks- oder Zivilisationskrankheiten. Am häufigsten ist in Deutschland die Typ-2-Diabetes. Etwa fünf Millionen Menschen sind allein hier betroffen, die Dunkelziffer soll einige Millionen darüber liegen. Aber: Diabetes ist behandelbar. Dieser Artikel zeigt, wie das funktionieren kann.

Wie funktionieren Insulinpumpen?

Insulinpumpen sind eine komfortable Technik für Menschen mit Diabetes, die auf eine tägliche Dosis des Enzyms Insulin angewiesen sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden – wie dem täglichen Spritzen – ist die Pumpe dauerhaft am Körper „montiert“. Sie kann sehr leicht bedient werden und bei Bedarf den Körper mit dem wichtigen Enzym versorgen. Bei Insulinpumpen werden zwei verschiedene Typen unterschieden: eine konventionelle und eine modernere Methode. Die konventionelle Methode funktioniert über ein Gerät, das meist am Gürtel oder in der Hosentasche getragen wird und von dem aus ein kleiner Schlauch zur Hüfte führt.

Über diesen Schlauch wird das Insulin in den Körper gepumpt. Die „stationäre“ Insulinpumpe ersetzt das manuelle Spritzen, erlaubt aber relativ wenig Bewegungsfreiheit. Komfortabler sind sogenannte „Insulin-Patches“, die in letzter Zeit immer beliebter geworden sind. Der Patch wird frei auf einer Stelle am Körper – zum Beispiel am Unterarm – angebracht und kann bei Bedarf ferngesteuert werden. Der Patch wird dabei auf die Haut geklebt und mit einem Funk-Gerät gesteuert. Der Träger hat somit maximale Bewegungsfreiheit.

Woher kommt Diabetes und wie kann es behandelt werden?

Es ist heutzutage noch immer stark umstritten, wie Diabetes genau zustande kommt und wie es behandelt werden kann. Klar ist: Wurde die Krankheit einmal diagnostiziert, gibt es oft keinen Weg zurück mehr. „Geheilt“ werden kann Diabetes nur in den seltensten Fällen. In vielen Fällen, da ist sich die Medizin mittlerweile einige, ist eine Erbanlage ausschlaggebend für die Erkrankung, vor allem beim häufigen Typ 2. Aber auch die Lebensweise kann Diabetes auslösen. Ein starkes Übergewicht, Bewegungsmangel und eine falsche Ernährung über längere Zeiträume hinweg können eine latent vorhandene Diabetes deutlich hervortreten lassen.

Die Betroffenen merken dann meist eine allgemeine Müdigkeit – oder bekommen Ohnmachts- und Schwindelanfälle aus dem Nichts. Eine Blutprobe beim Arzt sorgt dann für Klarheit: Das Enzym Insulin fehlt oder der Körper hat eine sogenannte Insulinresistenz aufgebaut. Dann kann der lebensnotwendige Zucker nicht vom Blut in die Zellen gelangen und der Betroffene ist unterzuckert. Auch mit fortschreitendem Alter kann die körpereigene Produktion von Insulin schlicht abnehmen. Daher sind besonders ältere Menschen von Diabetes betroffen. Man spricht dann auch von einer sogenannten „Altersdiabetes“.

Zum Glück können die allermeisten Typen von Diabetes heutzutage gut behandelt werden. Wird die Krankheit zuverlässig erkannt, helfen Maßnahmen wie eine Insulinpumpe, sie beinahe unmerklich werden zu lassen. Eine Einschränkung in der Lebensqualität haben die allermeisten Betroffenen heutzutage nicht mehr zu befürchten.