© fotolia.com - detailblick-foto

Schulranzen sind ein leidiges Thema unter Eltern. Oft sind sie nicht billig, gleichzeitig bietet der Markt eine Vielzahl von unterschiedlichen Modellen – und der individuelle Geschmack des Trägers sollte am Besten auch noch mit bedacht werden. Dieser Text gibt einige Tipps und Hinweise beim Kauf eines Schulranzens und zeigt, worauf es am Ende wirklich ankommt.

Das Wichtigste zuerst: Der Tragekomfort

Insbesondere der passende Schulranzen für die Grundschule sollte in puncto Tragekomfort höchsten Ansprüchen genügen. Das bedeutet zunächst, dass der Rucksack im leeren Zustand sehr leicht sein sollte. Etwa 1 bis 1,5 Kilogramm gelten als akzeptabler Rahmen für das Leergewicht. Nicht selten ist es heute leider immer noch so, dass Kinder selbst in frühesten Schuljahren viele Bücher und Utensilien zum Unterricht schleppen müssen.

Das Gewicht von Schulranzen kann schnell auf bis zu 10 oder mehr Kilo anwachsen. Umso wichtiger ist es, dass der Schulranzen möglichst ergonomisch gebaut wurde. Das erkennen Eltern vor allem an einem großen Rückenpolster, das sich optimal an den Rücken des Kindes anpasst. Bestenfalls kann man den zukünftigen Träger gleich beim Kauf mitnehmen und den neuen Ranzen einmal probetragen lassen – schon allein deswegen, um nicht auch beim Geschmack vollständig daneben zu liegen.

Dann können Eltern auch gut erkennen, ob das Polster den relevanten Bereich im Rücken abdeckt und somit die Belastung gut abfedert. Breite Schulterriemen und ein zusätzlicher Tragegurt, den man um die Hüfte schnallen kann, verbessern den Tragekomfort zusätzlich. Wenn alle drei Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind, können bestenfalls nicht nur Frust auf dem Schulweg, sondern auch langfristige Haltungsschäden vermieden werden.

Dmitriy Shironosov/123RF.COM

Hohe Qualität von Nähten und Reißverschlüssen

Der Schulranzen ist ein Gebrauchsgegenstand und muss im Alltag einiges mitmachen. Nicht nur wird er regelmäßig befüllt und entladen sondern auch sehr oft geöffnet und geschlossen. Alle Nähte und vor allem die Reißverschlüsse sollten deshalb von ansprechender Qualität sein und auch einem energischen Ziehen und Spannen standhalten können.

Nähte und Reißverschlüsse sind leider selbst bei vielen teuren Schulranzen große Schwachstellen: Sie gehen nach einiger Zeit als erstes kaputt und machen daher nicht selten den gesamten Ranzen obsolet, da Reparaturen meist nicht lang halten und selbst wiederum teuer sind. Die Investition in hochwertige Verarbeitung ist also eine Investition, die sich früher oder später auszahlt. Es wird wohl nur wenige Schüler geben, die über die gesamte Schullaufbahn hinweg lediglich einen Ranzen benötigen.

Die Neuanschaffungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren, sollte beim Kauf oberstes Gebot sein. Wer zudem einen Ranzen für die ganz Kleinen kauft, kann auch sogenannte mitwachsende Tragesysteme achte. Diese lassen sich stückweise verstellen und ermöglichen somit eine Anpassung an das Wachstum der Kinder. Auch das ist eine Möglichkeit, unnötige Mehrfachanschaffungen bestmöglich zu vermeiden.