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Es gibt unzählige Methoden zum Abnehmen und fast jede Frau kommt irgendwann einmal aus den unterschiedlichsten Gründen an den Punkt, dass sie eine davon ausprobieren möchte. Leider sind diese Versuche oft nicht von langfristigem Erfolg gekrönt.

Zwar erreicht man mit vielen Abnehm-Techniken tatsächlich einen Effekt, dieser hält jedoch nur kurz an. Ehe man es sich versieht, sind die verlorenen Pfunde nach einiger Zeit wieder drauf. Dieser Text zeigt, wie sich das verhindern lässt.

Ernährung mit System: Beeinflussung des Hungergefühls durch Umstellung

Ein Prinzip, das sich langfristig bewährt hat, ist das Training des individuellen Hungergefühls. Viele Menschen, die abnehmen wollen, essen tatsächlich zu viel oder die falschen Nahrungsmittel. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Schnelles, fettiges und zuckerhaltiges Essen wird beispielsweise nachweisbar von Menschen bevorzugt, die ein allgemein stressiges Leben führen.

Das Gehirn meldet ihnen eine Überforderung und schreit nach schneller Auffüllung der Energiereserven. Irgendwann gewöhnt sich die Psyche an das Mittel der Wahl und signalisiert bei erhöhtem Stressaufkommen immer: Hunger! Das Weight-Watchers-System hat sich beispielsweise diesem Problem angenommen. Aktuelle WW Erfahrungen zeigen: Das Punktesystem ist gut geeignet, um eine Kontrolle über die täglich aufgenommenen Kalorien zu bewahren und das Hungergefühl langfristig zu trainieren.

Entscheidend für den Ernährungsplan mit System ist nämlich weniger wann, sondern vielmehr was gegessen wird. Langfristig kann ein solches System dabei helfen, unnötige Zwischenmahlzeiten aufzuschieben oder auszulassen und wirklich nur dann auf sein Punktekonto ‚zurückzugreifen‘, wenn man tatsächlich Hunger hat. Das ungesunde Reagieren auf Stress durch Essen kann somit mit ein wenig Disziplin verhindert und abtrainiert werden.

Welche Rolle spielt regelmäßige Bewegung beim langfristigen Abnehmen?

Auch wenn es durchaus möglich ist, allein durch eine Umstellung der Ernährung abzunehmen, ist es weder wirklich sinnvoll noch tatsächlich gesund. Besser ist es, eine kleine Bewegungseinheit in den Alltag zu integrieren. Das bedeutet: Es kommt nicht darauf an, dass sich so oft oder so intensiv wie möglich bewegt wird. Vielmehr sollte eine kleine Ausdaueraktivität so gestaltet sein, dass sie weder überfordert noch auf lange Sicht eintönig wird.

Am Besten funktioniert das natürlich, indem man seine Sporteinheit gewissermaßen zur Notwendigkeit macht, beispielsweise indem man Mitglied in einem Verein mit regelmäßigen Trainingszeiten wird. Auch ein sportliches Team, das sich auf Mitspieler verlassen muss, kann ein guter Anreiz sein. Diszipliniertere Menschen könnten aber auch dazu übergehen, langfristig auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel für den täglichen Arbeitsweg umzusteigen.

Es kommt dabei weniger darauf an, dass die Tätigkeit besonders schweißtreibend ist oder einen massiven Muskelaufbau zur Folge hat. Wichtig ist lediglich, dass etwa 30 Minuten Aktivität täglich eine gute Unterstützung zur angepassten Ernährung sind. Unter „Aktivität“ wird im medizinischen Sinne alles verstanden, was den Puls für den angegebenen Zeitraum konstant erhöht hält, ohne dass er rast. Wer so eine Tätigkeit findet, die ihm zudem auch noch Spaß macht, wird keine Probleme haben, sein Wunschgewicht langfristig halten zu können.