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Kollagen ist in aller Munde! Vor allem in der Kosmetikbranche ist dieser Inhaltsstoff oft in Gesichtscremes oder anderen Pflegeprodukten zu finden. Die Hersteller versprechen eine straffere Haut, ein jüngeres Erscheinungsbild und einen Aufpolsterungseffekt “von innen” heraus. Doch mittlerweile ist es auch in anderen Branchen angekommen. In der Fitnessbranche wird ihm nachgesagt, dass es Gelenke und Knochen schützt. In diesem Artikel klären wir euch auf, was Kollagen überhaupt ist, wie es im Körper wirkt und wie ihr es für euch nutzt.

Kollagen, was ist das überhaupt?

Kollagen kommt im Körper in verschiedenen Varianten vor. Doch übergeordnet sind Kollagene Struktureiweiße. Das Struktureiweiß findet sich im Körper in unterschiedlicher Art und Weise vor und besteht aus Prolin und Glycin. Es unterscheidet sich nach Art je nach seinem Aufenthaltsort wie Haut, Knorpel oder Gewebe. Es werden bis zu 18 verschieden Kollagentypen unterschieden. Die Bereiche, die uns interessieren, bestehen aus Typ 1 und Typ 2. Diese kommen vor allem in der Haut und im Knorpel vor.

Die beiden Aminosäuren Prolin und Glycin sind nicht essenzielle Aminosäuren, die der Körper selbst herstellen kann. Allerdings nimmt die Eigenproduktion umso älter wir werden leider ab. Hier kommen dann die Nahrungsergänzungsmittel wie Kollagen-Pulver ins Spiel. Diese bestehen in der Regel aus wasserlöslichem Kollagenhydroisolat. Was viele nicht wissen, ist, dass Kollagen aus tierischen Abfällen gewonnen wird.

Wie wirkt Kollagen Pulver?

Wir haben gelernt, dass Kollagen aus nicht essenziellen Aminosäuren besteht. Warum dann noch zusätzlich Kollagen Pulver zuführen? Die Antwort ist der Alterungsprozess. Mit zunehmendem Alter werden die Aminosäuren langsamer vom Körper produziert. Dies führt dazu, dass die Kollagenstrukturen sich abbauen und das Gewebe, Knochen und Gelenke an Stabilität verlieren. Produkte wie Kollagen-Pulver wirken dem Verschleißprozess entgegen. Das Kollagen ersetzt kaputte Bausteine im Körper, setzt an den Stellen im Körper an, wo es fehlt und wird als Reparatur Baustein eingesetzt.

Kollagen Pulver ist geschmacksneutral und kann in den Porridge oder in dein Getränk gerührt werden. Unter anderem schmeckt es in Saft oder im Heißgetränk wie Kaffee oder Tee. Überdosiert werden kann das Kollagen Pulver nicht. Der Körper scheidet das überschüssige Kollagen einfach wieder aus. Experten raten allerdings, die Einnahme von Kollagen Pulver nicht dauerhaft anzusetzen, sondern eher eine Kur von 4 bis 6 Wochen einzuschieben.

Was sollte beim Kauf von Kollagen Pulver beachten?

Wie bei fast allen Produkten auf dem Markt gibt es eine Produktkennzeichnung. Viele Kollagenprodukte werden aus tierischen Abfällen hergestellt. Daher ist es ratsam, auf die Inhaltsstoffe zu schauen und sich damit auseinanderzusetzen. Auch gibt es keine veganen Kollagenprodukte. Es ist ausschließlich ein tierisches Produkt. Diese Pulver oder Produkte, die als vegan gekennzeichnet sind, enthalten eine Mischung aus verschiedenen Aminosäuren. Darunter fallen Glycin, Prolin, Hydroxyprolin und L-Lysin.

Die Produkte können ohne Bedenken verzehrt werden. Achte aber darauf, ob eventuell Unverträglichkeiten auf die Inhaltsstoffe bestehen. Dies tritt besonders häufig bei Fischallergien auf. Zusatzstoffe wie Nicotinamid können zusätzlich zu Rötungen und Hitzewallungen führen. Achte hier darauf, dass der Wert an Nicotinamid nicht höher als 160 mg ist.

Fazit

Kollagen Pulver kann vieles, aber doch nicht alles! Das Kollagen Pulver unterstützt mit Sicherheit die körpereigene Produktion der Aminosäuren, die am Ende das Kollagen bilden. Allerdings ist eine ausgewogene Ernährung immer noch der beste Kollagen-Booster. Lebensmittel reich an Antioxidantien, Mineralstoffen und Vitaminen sind dafür unerlässlich. Wer dennoch mit einem Kollagen-Pulver dem Alterungsprozess den Kampf ansagen will, kann dies ohne Bedenken tun.