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Zwar sind Frauen nicht so häufig von Haarausfall betroffen wie Männer, wenn es sie dann aber doch trifft, ist der Verlust der Haarpracht umso schmerzhafter: Nicht wenige Frauen definieren sich über ihre Haare und über die Frisuren, die mit ihnen möglich sind. Je früher jedoch aktiv gegengesteuert wird, desto besser lassen sich die Folgen des meist langsam einsetzenden Haarausfalls abmildern. Einige Methoden, wie die Micro-Haarpigmentierung, kommen sogar gänzlich ohne operativen Eingriff aus.

Wie funktioniert eine Micro-Haarpigmentierung bei Haarausfall?

Es gibt mehrere Methoden zur Bekämpfung von Haarausfall, die in unterschiedlichen Stadien des Haarausfalls unterschiedlich wirkungsvoll sind. Bei einer Micro-Haarpigmentierung wird auf einen operativen Einschnitt, wie er bei einer klassischen Haartransplantation der Fall wäre, verzichtet. Das ist möglich, da bei der Haarpigmentierung überhaupt keine Haarwurzeln verpflanzt werden. Vielmehr handelt es sich um eine Technik, die das Haarbild vor allem optisch voller wirken lässt.

Das gelingt, indem bei der Micro-Haarpigmentierung winzig kleine Farbakzente in der Originalhaarfarbe auf die Kopfhaut gesetzt werden, die permanent bleiben. Damit entsteht der Eindruck, kahlere Stellen seien tatsächlich noch mit Haaren bewachsen – die Haare wirken insgesamt voller. Die Haarpigmentierung kommt deswegen vor allem für solche Fälle von Haarausfall infrage, die noch nicht allzu weit fortgeschritten sind.

Optimal wirkt die Pigmentierung, wenn sich lediglich abzeichnet, dass das Haar Stück für Stück lichter wird. Eine gut gemachte Haarpigmentierung kann somit eine Transplantation hinauszögern oder bestenfalls vollständig überflüssig machen. Auch auf eine Perücke kann so langfristig verzichtet werden.

Wann tritt Haarausfall bei Frauen auf und wie erkennt man ihn?

Haarausfall tritt bei Frauen aus den gleichen Gründen wie bei Männern auf, allerdings etwas seltener. Zunächst gilt es zu unterscheiden, ob es sich um einen sogenannten diffusen Haarausfall oder um einen tatsächlich genetischen Haarausfall handelt. Diffusen Haarausfall erkennt man daran, dass die Haare an allen Stellen auf der Kopfhaut in etwa gleich ausfallen. Das bemerken Frauen beispielsweise, wenn sie nach dem Bürsten das Gefühl haben, dass mehr Haare als sonst in der Bürste hängengeblieben sind.

Diffuser Haarausfall kann etliche Ursachen haben – von einer mangelhaften Ernährung über Stress bin hin zur Schwangerschaft – aber in aller Regel ist er reversibel, hört also von allein wieder auf. Erblich bedingten Haarausfall erkennt man daran, dass die Haare nicht gleichmäßig sondern vom Scheitel an ausfallen. Es bildet sich das typische Phänomen „kreisrunder Haarausfall“ aus. Hier bietet eine Haarpigmentierung vor allem im frühen Stadium Abhilfe, da sie die entsprechenden Stellen am Scheitel optisch fülliger aussehen lassen kann.

Genetischer Haarausfall lässt sich in aller Regel nicht aufhalten, sondern höchstens hinauszögern. Jegliche Form von Tabletten, die gegen erblich bedingten Haarausfall helfen soll, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Quacksalberei. Echte Abhilfe schafft höchstens eine Behandlung der Haare selbst – eine Pigmentierung oder eine Transplantation. Je früher jedoch der Haarausfall richtig als ein solcher erkannt wird, desto früher kann mittels einer harmlosen Pigmentierung entgegengesteuert werden.

Eine operative Haartransplantation lässt sich so um Jahre hinauszögern. Aber auch diese ist für viele Frauen letztendlich harmlos, weil sie weitgehend schmerzfrei durchgeführt werden kann. Der Verlust der Haarpracht ist für viele Frauen dahingegen deutlich schmerzhafter – auf einer emotionalen Ebene.