freya-photographer/shutterstock.com

Immer mehr Menschen entdecken Piercings für sich. Wieder, muss man sagen, denn: Piercings waren bereits in den 90er-Jahren schwer angesagt. Und selbst davor galt es als modisch, sich Metall durch die Haut zu stechen.

Woher kommt der Piercing-Trend?

Piercings haben eine lange Geschichte. In der westlichen Welt sind sie allerdings erst vergleichsweise spät angekommen. Eine erste Trendwelle erlebten sie in der Schwulenszene der 70er-Jahre, in den 90ern gelang dem Metalltrend dann aber der Durchbruch. Aktuell erleben sie ein Comeback, daher sind Piercings heutzutage voll im Trend. Das hat viele Ursachen. Einerseits lässt sich in der derzeitigen Mode eine generelle Nostalgie für die 90er-Jahre erkennen. Tattoos sind wieder angesagt, genau wie Piercings. Auch verschiedene Modemarken, die zuletzt in den 90ern als sehr modern galten, sind wieder angesagt – so etwa Fila, Nike oder Adidas. Besonders beachtlich ist, dass dabei gezielt auf die „vergangene“ Ästhetik gesetzt wird. Der Style soll original 90s aussehen – und nicht wie eine geupdatete Form davon.

Piercings spielen daher wieder eine große Rolle. Beliebt sind sie sowohl bei Frauen als auch bei Männern. In den vergangenen Jahren markierten Piercings meist die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Szene oder Subkultur, so etwa bei den Punks, den Skinheads oder den Gothics. Mittlerweile sind Piercings aber durch alle Subkulturen hinweg und sogar ohne konkreten subkulturellen Bezug anzutreffen.

Wo kann man sich ein Piercing stechen lassen?

In Deutschland gibt es zahlreiche Piercing-Studios, die den Metallschmuck buchstäblich unter die Haut bringen. Oft werden Tattoo- und Piercingstudios auch zusammengelegt. Wer sich ein Piercing stechen lassen will, sollte unbedingt auf bestimmte Zeichen im Piercingstudio achten – nicht alle Piercer wissen genau, was sie tun. Und es gibt wenig Kontrolle über den Markt. Ein Blick ins Piercingstudio offenbart, ob man es mit einem vertrauenswürdigen Dienstleister zu tun hat. Im Piercingstudio sollte es sauber sein. Desinfektionsmittel ist ein gutes Zeichen dafür, dass es der Piercer mit der Sauberkeit und der Hygiene ernst meint. Wird beim Piercen nicht sauber gearbeitet, können ernsthafte Infektionen entstehen. Schlimmstenfalls bleibt eine vernarbte Wunde, wenn das Piercing nicht gut zusammengewachsen ist.

Viele Menschen, die sich ein Piercing stechen lassen wollen, haben am meisten Angst vor den zu erwartenden Schmerzen. Dabei sind einige Körperstellen wie etwa die Brustwarzen oder die Lippen sehr viel schmerzempfindlicher als andere – etwa die Nase oder das Ohr. Wer sich piercen lassen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass die Prozedur nicht ganz schmerzfrei vonstatten gehen wird. Allerdings verwenden die allermeisten Piercer ein sanftes Betäbungsspray, das den Stechvorgang etwas erträglicher gestaltet. Ein bisschen Mut braucht es aber insgesamt trotzdem. Und auch mit Blut sollte man kein Problem haben.