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Einmal in die Vereinigten Staaten zu reisen ist der Lebenstraum vieler Menschen. Zu Recht: Das Land gilt als Inbegriff der Freiheit und der Demokratie. Hier wurde ein Großteil der westlichen Popkultur geschaffen, die man auch weit über die Grenzen der USA hinaus kennt – von Hollywood bis Fast Food. Noch immer gelten in den USA allerdings auch recht strenge Einreisebedingungen. Wer jedoch die nachfolgenden Tipps beachtet, sollte mit der Einreise keine Probleme bekommen.

Einreise in die USA für Touristen: Das ESTA

Für Urlaube und sonstige Kurzbesuche in die USA gibt es eine vereinfachte Möglichkeit des Einreiseantrages. Hierbei handelt es sich um den sogenannten ESTA Antrag. ESTA steht für „Electronic System for Travel Authorization“ und ist eine Art Einreisegenehmigung, die ein vollwertiges Visum für kurze Aufenthalte ersetzt. Wie der Name schon andeutet, ist das ESTA ein vollständig elektronischer Vorgang. Die Einreisegenehmigung kann ganz einfach online beantragt und ausgefüllt werden. In der Regel dauert dieser Vorgang wenige Minuten.

Die Kosten für die Einreisegenehmigung belaufen sich auf 29,95 Euro. Das ESTA wird in vielen Fällen noch am selben Tag, manchmal wenige Tage später herausgegeben und berechtigt dann zur Einreise. Achtung: Gänzlich ohne Genehmigung in die USA einreisen ist in aller Regeln nur US-Bürgern vorenthalten. Wer ohne Visum oder ESTA am Gate steht, wird höchstwahrscheinlich am Betreten des Flugzeugs gehindert werden. Das ESTA berechtigt zu einem Aufenthalt in den USA von bis zu 90 Tagen. Insgesamt ist es zwei Jahre gültig.

Während dieser Dauer können Touristen so oft sie wollen die USA besuchen, jedoch nie länger als 90 Tage am Stück. Wichtig: Wer in die USA einreisen will, braucht zusätzlich zu der Einreisegenehmigung auch einen Beweis dafür, dass er wieder ausreisen will. Das gelingt in der Regel über ein Rückflugticket mit einem festen Termin. Unter bestimmten Umständen können Einreisende aber auch bereits beim Einreiseantrag angeben, dass sie zwar keinen Rückflug gebucht haben, aber sich die Familie oder der Arbeitgeber im Heimatland aufhält. Das stellt die Behörden normalerweise zufrieden.

Wann brauche ich ein Visum für die Einreise in die USA?

Es gibt Situationen, die ein Visum für die Einreise in die USA erfordern. Die häufigsten beiden dürften ein längerer Aufenthalt (also über 90 Tage) oder ein Arbeitsaufenthalt in den USA sein. Aber auch wer beispielsweise aus bestimmten Ländern einreisen will, die die Einreisebehörden als kritisch einstufen, muss ein Visum beantragen. Beim Visum USA unterscheidet man mehrere Typen. Wer beispielsweise für eine Geschäftsreise die Vereinigten Staaten betreten will, braucht ein sogenanntes B-1-Visum. Damit ist ein Maximalaufenthalt von bis zu 180 Tagen aus Geschäftsgründen möglich.

Wenn beispielsweise Studenten für einen längeren Auslandsaufenthalt in die USA einreisen wollen, benötigen sie ein J- oder ein F-Visum. Das Visum gilt dann für die Länge des geplanten Studienaufenthalts und wird mit der Einschreibung an einer jeweiligen Hochschule koordiniert. Darüber hinaus gibt es noch sehr viele verschiedene andere Typen von Visa, die jeweils für ganz bestimmte Zwecke vorgesehen sind und eine jeweils unterschiedliche Prozedur erfordern. Die Prozedur, die nötig ist, um ein Visum für die Einreise in die USA zu beantragen, ist wesentlich aufwändiger und kann unter Umständen mehrere Monate dauern.

Wer also einen längeren Aufenthalt in die USA plant, sollte sich zeitig genug um die entsprechenden Unterlagen kümmern. Zuallererst sollte auch geprüft werden, ob ein aktuell und in Zukunft gültiger Reisepass vorliegt. Dieser wird nämlich auf jeden Fall gebraucht und sollte auch deutlich über die Dauer des geplanten, Aufenthalts hinaus gültig sein. Darüber hinaus variieren auch die Kosten der Visa je nach Typus. Die Gebühren sind aber in der Regel höher als die für ein ESTA. Für mehr zu den verschiedenen Visa-Typen und die anfallenden Gebühren konsultiert man am besten weitere Infos auf der offiziellen Seite.

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Welche Schwierigkeiten können bei der Einreise in die USA auftreten?

Wer nicht aus einem Land einreisen möchte, das einen politischen Konflikt mit der USA hat oder für die Nationale Sicherheitsbehörde „Homeland Security“ als kritisch gilt, dürfte in der Regel keine Probleme mit der Genehmigung von einem ESTA Antrag oder eines Visums haben. Gegen eine Einreise sprechen für die Einreisebehörden der USA noch gesundheitliche Gründe (zum Beispiel fehlende Impfungen), eine kriminelle Vergangenheit oder Umstände, die den Behörden zu der Vermutung Anlass geben, dass man das Land nicht wieder verlassen sondern dauerhaft einreisen möchte.

Wenn die Behörden davon ausgehen, dass man aufgrund seines Gesundheitszustandes große Kosten für das amerikanische Gesundheitssystem verursachen könnte, werden sie einen Antrag auch ablehnen. Eine dauerhafte Einreise in die USA gestaltet sich sehr schwierig. Sie wird normalerweise nur genehmigt, wenn ein Ehepartner US-Bürger ist. Auch ein Arbeitsplatz in den USA kann früher oder später zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung führen.

Eine sogenannte GreenCard, die zum unbeschränkten dauerhaften Aufenthalt berechtigt, wird von den amerikanischen Behörden im Lotterieverfahren vergeben. An dieser Green-Card-Lotterie nehmen jährlich viele Millionen Menschen teil. Die Chance, eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in den USA zu gewinnen, ist also sehr gering.