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Verkaufsoffene Sonntage sind immer wieder Anlass für erbitterte politische Streitigkeiten. Die Kunden kriegen davon meist wenig mit, freuen sich aber, wenn sie am Sonntag entspannt einkaufen können. Dieser Artikel zeigt, was an verkaufsoffenen Sonntagen oft so schwierig ist und wie man herausfindet, wann sie stattfinden.

Warum gibt es verkaufsoffene Sonntage?

Das Problem bei verkaufsoffenen Sonntagen ist der Arbeitsschutz: Theoretisch ist der Sonntag arbeitsrechtlich „heilig“. Hier darf nichts ohne besonderen Grund geöffnet haben, weil die Arbeitnehmer ein Recht auf Erholung haben. In manchen Fällen ziehen es Städte und Gemeinden aber vor, das Sonntagsöffnungsrecht einzuräumen. Ginge es nur nach der Wirtschaft, könnte natürlich jeden Sonntag geöffnet sein. Es braucht aber einheitliche Regelungen bezüglich der Termine für verkaufsoffene Sonntage in Deutschland. Schließlich wäre es eine immense Wettbewerbsverzerrung, wenn man in einer Stadt am Sonntag in Ruhe Klamotten shoppen kann, während in einem anderen Bundesland sowohl Händler als auch Kunden in die Röhre schauen.

Insbesondere Textilgeschäfte haben ein Interesse an verkaufsoffenen Sonntagen. Zum Klamotten shoppen braucht man Zeit und Ruhe. Oftmals sind die einzigen Phasen, in denen man Zeit und Ruhe findet aber auch genau die Phasen, in denen alle anderen Zeit und Ruhe finden. Dann hat sich das mit dem entspannten Shoppen meist schnell wieder erledigt: Die Kaufhäuser sind rappelvoll, die Einkaufsstraßen ebenso. Man muss sich durch Menschenmassen durchkämpfen, nur um dann festzustellen, dass das Lieblingsteil in der gewünschten Größe vielleicht gar nicht mehr verfügbar ist.

Verkaufsoffene Sonntage können dazu beitragen, diese Situation ein wenig zu entspannen. Ein paar zusätzliche Sonntage im Jahr kurbeln die Wirtschaft an. Das ist profitabel, sowohl für die Kunden als auch für die Händler. Solange dabei einheitliche Regeln beachtet werden, gibt es auch kein Problem mit dem Arbeitsschutz.

Wann finden verkaufsoffene Sonntage statt?

Nicht immer wird klar kommuniziert, wann und warum in einer Stadt oder einem Bundesland verkaufsoffene Sonntage stattfinden. In einigen Ländern gibt es bis zu acht verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Oft werden sie im Kalender strategisch klug platziert, um etwa einen Ansturm auf Kaufhäuser etwas abzumildern. Das ist insbesondere beim Weihnachtsgeschäft der Fall. In der Adventszeit finden in vielen Städten und Bundesländern verkaufsoffene Sonntage statt. Somit unterstützt man die Händler in dieser konsumintensiven Zeit und gibt gleichzeitig den Kunden etwas mehr Zeit zum Shoppen.

Nach den entsprechenden Terminen erkundigt man sich am besten im Internet. In der Regel steht bereits am Anfang eines Jahres fest, wie viele verkaufsoffene Sonntage in einer Region stattfinden dürfen und wann diese stattfinden. Wer gern und viel shoppt, trägt sich diese Sonntage am besten in einem Kalender ein. So weiß man schon im Voraus, wann man das nächste Mal wieder entspannt an einem Sonntag shoppen gehen kann.