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Ein Garten ohne Wasser ist wie ein Sommer ohne Sonne. Egal ob Kleingarten oder großes Landhaus: Ohne Wasser schaut man in die Röhre. Dieser Artikel zeigt, wie man einen Wasseranschluss richtig einrichtet.

Wasseranschluss verlängern beziehungsweise verlegen

In den meisten Fällen geht es beim Einrichten eines Wasseranschlusses darum, einen bereits vorhandenen Anschluss an die lokalen Wasserbetriebe in den Garten zu verlegen bzw. zu verlängern. Wer einen Garten ohne jeglichen Wasseranschluss besitzt, hat zunächst größere Sorgen. Er muss bei den lokalen Betrieben anfragen, ob ein solcher Anschluss gelegt werden kann. In der Regel werden in Deutschland jedoch keine Gartenflächen ohne jeglichen Wasseranschluss zur Nutzung, geschweige denn zur Bebauung freigegeben.

Ist der Wasseranschluss aber bereits vorhanden – etwa in einem nahegelegenen Gartenhaus oder einem Geräteschuppen – gelingt der Wasseranschluss im Garten ganz einfach in wenigen Schritten. Zunächst muss der entsprechende Anschluss gefunden werden. Hierbei sollte man Ausschau nach einer sogenannten Wasseruhr halten. Es handelt sich dabei um einen Verbrauchszähler, der üblicherweise ebenfalls von den lokalen Wasserwerken vorinstalliert wurde. Vor der Platzierung einer solchen Uhr darf niemand Hand anlegen, wenn er sich nicht größeren Ärger bei der nächsten Zählerablesung einhandeln möchte. Also, ganz wichtig: Der Wasseranschluss wird immer erst nach der Wasseruhr bzw. dem Wasserzähler verlegt.

Soll der Anschluss ins Freie hinein verlegt werden, sollte man daran denken, dafür genügend Platz im Erdreich zu schaffen. Wasseranschlüsse müssen vor Frost geschützt werden, damit das Wasser auch im Winter und im Frühjahr fließen kann und die Rohre nicht bersten. Daher ist es sinnvoll, den Anschluss im Freien möglichst nah am Haus zu belassen. Einerseits spart man sich dadurch Arbeit (durch weniger zu leistenden Aushub), andererseits bleiben die Wege des Wassers somit kurz, was eine Bildung von Keimen erschwert.

Wasseranschluss direkt an der Hauswand: Die clevere Alternative

Wer möglichst gar nicht buddeln möchte, der legt einen Anschluss ins Freie am besten einfach durch die Hauswand. Hierfür ist ein wenig handwerkliches Geschick erforderlich, damit die Wand nicht zu sehr unter der Bearbeitung leidet und anschließend auch noch wärme- und wasserdicht isoliert bleibt. Nach außen führende Wasserhähne sind hierbei besonders empfehlenswert, denn diese kann man wiederum mit mobilen Schlauchtrommeln quasi unendlich verlängern. Wer also am anderen Ende von seinem Garten gießen möchte, muss keinen Wasseranschluss durch das halbe Erdreich legen. Es reicht ein freistehender Wasserhahn und eine entsprechend lange Schlauchtrommel.

Tipp: Auch mit einer sehr langen Schlauchtrommel kann es passieren, dass man sich mal im Garten „verirrt“ und mehr Strecke zurücklegt, als die Länge des Schlauches hergibt. An einem freistehenden Wasserhahn sollte man aber lieber nicht zu stark ziehen, um die Wand, in der er verankert ist, nicht zu beschädigen. Daher lohnt es sich, eine Schlauchtrommel bzw. -verlängerung mit zwei Anschlussenden zu nutzen.