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Frauen haben es nicht immer leicht in unserer heutigen, von Schönheitsidealen durchzogenen Welt. Überall müssen sie möglichst perfekt sein und aussehen – und wenn sie das nicht tun, wird von ihnen verlangt, an sich zu arbeiten. Das reicht bis in den Intimbereich hinein – eine Körperregion, die üblicherweise nicht öffentlich einsehbar ist. Der immense Druck zur vollkommenen Schönheit kann aber genau an diesem Punkt empfindlich die Lebensqualität schwächen. Dieser Artikel widmet sich dem Thema Intimkorrektur.

Wann ist eine Intimkorrektur sinnvoll?

Es gibt viel Kritik an der Schönheitschirurgie generell, und aus einem gewissen Blickwinkel mag diese auch berechtigt sein. Was aber häufig unterschätzt wird: Die Schönheitschirurgie existiert nicht, um Schönheitsideale bewusst zu propagieren. Sie hilft den Menschen, die aufgrund von solchen Idealen Einschränkungen in ihrem Leben erfahren. So verhält es sich auch bei der Intimkorrektur. Eine Schamlippen-Verkleinerung zählt beispielsweise mittlerweile zu einer relativ häufig durchgeführten Operation.

Eine Beschreibung dazu auf praxiszugersee.ch zeigt, dass sich die Betroffenen die Entscheidung nie leicht machen. Sie haben oft viele Jahre lang mit einer großen Unzufriedenheit bezüglich ihres Intimbereichs gelebt. Das kann nicht nur direkte Auswirkung auf das Sexleben der Betroffenen haben, sondern auch langfristig zu einer generellen Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führen. Die Folgen sind absehbar: Menschen, die sich in ihrer Haut buchstäblich nicht wohl fühlen, treten weniger selbstbewusst auf, trauen sich weniger zu und lassen oft Möglichkeiten links liegen.

Dabei ist es völlig egal, ob der optische Makel für die Allgemeinheit überhaupt sichtbar ist. Die psychischen Effekte einer als mangelhaft empfundenen Schönheit – egal ob es sich um das Gesicht oder den Intimbereich handelt – sind immer die gleichen. Und sie sind gravierend.

Ein gesundes Sexleben: Mehr als nur Spaß

Viele Menschen glauben, ein aktives Sexleben sei quasi ein Luxusgut. Dabei sollte es in unserer heutigen Gesellschaft durchaus normal sein. Sex ist (zum Glück) für die meisten Frauen kein reproduktiver Akt, sondern etwas, durch das man auch die Stabilität und Gesundheit der eigenen Beziehung definiert. Das funktioniert nur, wenn sich beide Partner dabei wohl fühlen. Frauen, die mit Teilen ihres Körpers unzufrieden sind, werden auch beim Sex weniger Spaß empfinden können. Sie sind unsicher, zeigen sich nicht gern und können nicht entspannen.

Das geht so weit, dass die ganze Beziehung darunter empfindlich leiden kann. Wenn der Sex langfristig ausbleibt, macht sich Frust in der Beziehung breit. Oft werden dann Streits über Oberflächlichkeiten und Kleinigkeiten geführt. Der Kern der Unzufriedenheit – nämlich die Unzufriedenheit mit sich selbst – wird sehr oft vermieden. Schleicht sich eine solche Dynamik einmal ein, braucht es nicht selten professionelle Hilfe, um aus dem Teufelskreis wieder auszutreten.

Paartherapeuten bringen einen beträchtlichen Teil ihrer Gesprächstherapien damit zu, nicht die Unzufriedenheiten der Partner miteinander sondern die empfundenen Unzufriedenheiten der Partner mit sich selbst aufzudecken. Schönheitschirurgische Eingriffe können demnach nicht nur für Singles sondern auch für Paare eine gute und wichtige Möglichkeit sein, die eigene Lebensqualität langfristig zu steigern. Ein solcher Schritt sollte aber nicht hastig getätigt werden. Eine professionelle Beratung ist hier mindestens genau so wichtig wie die fachgerechte Durchführung des Eingriffs selbst.