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Auf der ganzen Welt können es sich die meisten berufstätigen Menschen nicht wirklich erlauben, auf einen Wecker zu verzichten, um früh genug für die Arbeit (und den Weg dorthin) fit zu sein.

Viele dieser Leute nutzen zu diesem Zweck einen klassischen Wecker, der zum Großteil einer einfachen Uhr ähnelt, und bei einer zuvor eingestellten Uhrzeit ein weckendes Alarmgeräusch von sich gibt. Im Lauf der Zeit kamen aber auch andere Arten von Weckern auf den Markt, mit teils recht außergewöhnlichen Wecksystemen. Und zu diesen neuartigen Wecker-Arten zählt unter anderem der sogenannte Lichtwecker.

Definition – was ist ein Lichtwecker?

Bei Lichtweckern handelt es sich um Gerätschaften, die schlafende Personen nach dem Erreichen einer zuvor eingestellten Uhrzeit nicht mit lauten Geräuschen wecken, sondern mit einem immer heller werdenden Licht. Dieses Licht wird über einen bestimmten (ebenso vorher eingestellten) Zeitraum immer heller, und ändert zudem auch langsam die Farbe. Wenn man mit einem Lichtwecker beispielsweise um 7:00 Uhr morgens geweckt werden möchte, fängt das Gerät bereits um 6:30 Uhr (je nach Einstellung) damit an, in einer eher dezent strahlenden Farbe zu leuchten, und wird dann bis zur festgelegten (spätesten) Weckzeit immer heller.

Mit dieser Vorgehensweise soll natürliches Licht in Form der aufgehenden Sonne imitiert werden. Sowohl die Helligkeit, die Farben, als auch die Dauer des Leuchtens beim Wecken lassen sich individuell einstellen. Dennoch kann zur Absicherung auch ein Weckton eingerichtet werden, der beim Erreichen der maximalen Leuchtkraft zur spätesten Weckzeit losgeht.

Die Funktionsweise eines Lichtweckers

Wie bereits erläutert, sollen Lichtwecker Sonnenaufgänge imitieren. Der Sinn dahinter hängt mit der Tatsache zusammen, dass sich der menschliche Schlafrhythmus nach dem natürlichen Wechsel von Licht und Dunkelheit richtet, und nicht nach der Uhrzeit. Sobald die Dunkelheit hereinbricht, stellt der menschliche Körper das Schlafhormon Melatonin her. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen in der kalten Jahreshälfte (mit Herbst und Winter) um einiges schwerer aus dem Bett kommen.

Wird es draußen allerdings hell, dann beginnt unser Körper mit der Produktion von Cortisol, welches eine besonders wachmachende und energiespendende Wirkung mit sich bringt, die das Aufstehen oft um einiges leichter macht. Die Nutzung eines Lichtweckers regt also im menschlichen Körper die Cortisol-Produktion an. Je mehr davon in unserem Körper produziert wird, desto wacher werden wir. Dies geschieht so lange, bis wir schließlich aus dem Schlaf aufwachen.

Diese Form des Weckens soll aufgrund ihrer „Natürlichkeit“ Menschen deutlich angenehmer aus dem Schlaf- in den Wachzustand holen, als jeder handelsübliche Standardwecker es tut, der beim Erreichen der Weckzeit lediglich einen akustischen Alarm von sich gibt. Diese normalen Wecker lassen einen nämlich so lange seelenruhig weiterschlafen, bis der Zeitpunkt gekommen ist, an dem man zwingend aufstehen muss. So kann sich natürlich vorher kein wachmachendes Cortisol im Körper bilden, wodurch betroffene Menschen um ein vielfaches schwerer aus dem Bett kommen.