22. April 2024

Kaffee: Koffein in seiner edelsten Form

Das Aroma frisch gerösteter Bohnen und der Duft einer Tasse sorgfältig zubereiteten Kaffees hat etwas paradiesisches. Es gibt wenig Vergleichbares, das bloß durch seine Anwesenheit die Lebensgeister wecken kann. Der erste Schluck bringt das Herz dazu, schneller zu schlagen. Kaffee ist nicht nur ein beliebtes Genussmittel. Seine Inhaltsstoffe, besonders sein Koffein, wirken anregend und sind für viele Menschen das Wichtigste für einen guten Start in den Tag.

Der Genuss von Kaffee hat sich seit seinem europäischen Eroberungszug im 16. Jahrhundert laufend gewandelt. Mit dem steigenden Bewusstsein für gute Lebensmittel, deren Herkunft und Anbaubedingungen hat sich die Welt der Kaffeetrinker:innen vollständig geändert. Herkunftsland, Röstung und nicht zuletzt die Zubereitungsart kitzeln die feinsten Aromen aus den Bohnen und sorgen für Magie am Gaumen.

Kaffeeanbaugebiete

Kaffeesträucher sind immergrüne Blattgewächse, die kleine rote Früchte ausreifen lassen. Die Früchte werden als Kaffeekirschen bezeichnet. In jeder Frucht befinden sich zwei Bohnen. Die optimalen Wachstumsbedingungen für Kaffeesträucher sind ein gleichmäßiges Klima, ausreichend Niederschlag und gern eine halbschattige Lage. Die größten Anbaugebiete befinden sich in den Höhenlagen der tropischen und subtropischen Zone. Insgesamt gibt es über 120 verschieden Arten von Kaffeepflanzen. Es sind jedoch lediglich elf Sorten, die für die Kaffeeproduktion kultiviert werden.

Die beiden berühmtesten Sorten sind im Handel als Arabica und Robusta erhältlich. Je nach Bodenbeschaffenheit und dem Klima des Anbaugebiets entwickeln die Bohnen ein ganz charakteristisches Aroma. Die anderen Kaffeesorten haben eine relativ kleinen Marktanteil und gelten als Spezialitäten in der Tasse.

Sorgfalt von der Ernte bis zur Röstung

Jeder einzelne Schritt vor dem Kaffeegenuss hat Einfluss auf das Aroma der Bohnen. Die Ernte erfolgt in der Regel per Hand. An jedem Kaffeestrauch befinden sich Kaffeekirschen in unterschiedlichen Reifegraden. Die schonendste Methode ist das Pflücken der reifen Früchte während die unreifen am Strauch weiter wachsen. Die schnellere Variante ist das Abstreifen aller Kaffeekirschen und das anschließende Sortieren der Ernte. Die reifen Früchte werden weiterverarbeitet, indem das rote Fruchtfleisch abgelöst wird. Für diesen Schritt gibt es drei unterschiedliche Verfahren.

Die Nass- und Trockenaufbereitung, sowie eine halbtrockene. Die Nassaufbereitung erzeugt Bohnen in höchster Qualität. Damit der Wasserverbrauch reduziert wird, wurde zusätzlich die halbtrockene Aufbereitung entwickelt, die die Vorzüge beider Verfahren vereint. Die nun grünen Bohnen werden als Rohkaffee in ihre Zielländer verschifft. Hier beginnt die Veredelung durch die Röstung. Je nach Temperatur während der Röstung entwickelt die Kaffeebohne unterschiedliche Aromen.

Kaffeeröster unterscheiden zwischen heller Röstung mit wenig Bitterstoffen, dunklen Röstungen mit leichter Bitternote und etwas Süße und Espressoröstungen mit wenig Säure. Kleine Manufakturen bieten oft sogenannte Blends an. Durch die Mischung verschiedener Kaffeesorten kann das charakteristische der Bohnen in die Komposition eingebracht werden. Gleichzeitig werden Qualitätsunterunterschiede, die bei Naturprodukten auftreten können, ausgeglichen und der Genießer bekommt immer seine vertraute Qualität.

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