sake im glas
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Sake ist ein hierzulande nicht unbedingt häufig verwendetes und konsumiertes asiatisches Produkt. Genauer gesagt handelt es sich bei Sake um Reiswein. Weiterhin wird dieser spezielle Wein in Europa vor allem mit dem Land Japan in Verbindung gebracht.

Ersatz für Sake: Grundlegende Informationen

Ursprünglich wurde Sake im gesamten südostasiatischen Raum verwendet und in seiner Produktionsweise und Geschmacksrichtung immer wieder landesspezifischen Vorlieben und Gegebenheiten angepasst. So gibt es zum Beispiel auch in China, in Korea oder auf den Philippinen Reisweinspezialitäten, die sich nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch vom Sake unterscheiden. Allen gemein ist jedoch, dass es sich jeweils um aus Reis hergestellten Reiswein handelt. Sake selbst wird in Japan nicht nur als Getränk genossen.

Die Japaner verwenden den Sake genannten Reiswein, der einen Alkoholgehalt von 15 bis 20 Prozent aufweist, auch zum Kochen. Wie man Sake beim Kochen ersetzen kann, wenn man ihn zum Beispiel nicht im Angebot der heimischen Supermärkte finden kann, oder aus anderen Gründen improvisieren muss, wird hier erläutert.

So schmeckt der Reiswein

Um zu ergründen wie man Sake am besten ersetzen kann, sollte man sich zunächst mit dem Geschmack dieses Getränks auseinandersetzen. Je nach Sake-Sorte kann der Geschmack ein wenig unterschiedlich sein. Am meisten Einfluss auf den Geschmack des Sake hat die für die Reisweinherstellung verwendete Wasserart. Weiterhin bestimmt das Mischverhältnis aus Süße und Säure den Endgeschmack des Sake. Meist weist Sake eine ins leicht Süßlich gehende Geschmacksnote auf, die von einigen weiteren Aromen ergänzt wird. Oft schmeckt Sake leicht erdig oder waldig.

sake geschmack
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Pale Dry Sherry als Sake Ersatz

Auf häufigsten wird Sake vermutlich durch Sherry ersetzt. Am besten eignet sich hierfür Pale Dry Sherry. Grundsätzlich kommen als Ersatz von Sake aber alle trockenen und halbtrockenen Sherry-Sorten in Frage. Verwendet man Pale Dry Sherry, also einen blassen trockenen Sherry, dann kann dieser im Verhältnis von 1:1 mit Sake getauscht werden. Bei anderen Sherrys muss der Koch, oder Köchin, eventuell ein wenig herumprobieren, um das ideale Austauschverhältnis zu ermitteln. Dies gilt besonders für die halbtrockenen Sorten.

Süßer oder trockener Sherry?

Weiterhin empfiehlt es sich vor dem Austausch das originale Kochrezept zu prüfen. Gegebenenfalls ist eine spezielle Sake-Sorte angegeben, die für das Kochen verwendet werden sollte. Online lässt sich schnell ermitteln, ob es sich dabei um eine eher süße oder eine eher herbe, also trockene, Sake-Sorte handelt. Der zum Austausch verwendete Sherry kann dann angelehnt an das Süßeverhältnis dieser Sake-Sorte ausgewählt werden.

Kann auch Weißwein Sake ersetzen?

Auf Grund der eingedeutschten Bezeichnung für Sake, nämlich Reiswein, könnte angenommen werden, dass der beste Ersatz Weißwein sein könnte. Wer das glaubt übersieht jedoch, dass die Herstellungsart von Sake grundsätzlich anders ist, als die von Wein. Im Grunde handelt es sich bei Sake, trotzdem er als Reiswein bezeichnet wird, überhaupt nicht um Wein im herkömmlichen Sinne. Denn Sake wird nicht aus Trauben gekeltert.

Die Grundlage zur Herstellung von Sake bildet fermentierter Reis, der mit Zucker und Hefe vergoren wird. Trauben sucht man im Sake vergeblich. Dennoch kann ein trockener Weißwein beim Kochen gegen Sake ausgetauscht werden. Süße Weißweine eignen sich eher nicht. Geschmacklich weist allerdings auch trockener Weißwein einige Unterschiede zum Sake auf.

weißwein
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Sake Alternativen: Wermut und Gin

Wermut und Gin kommen dem Sake geschmacklich näher als Weißwein. Auch hier gilt: je trockener desto besser. Allerdings eignet sich beides nicht unbedingt, wenn Kinder mit essen sollen, oder wenn eine, oder mehrere Personen am Tisch auf Alkohol verzichten möchten. Denn Wermut und auch Gin weisen in der Regel einen weitaus höheren Alkoholgehalt als Sake auf.

Alkoholfreie Alternativen: Fruchtsäfte

Auch mit Fruchtsäften kann Sake beim Kochen ausgetauscht werden. Hier ist allerdings ein ruhiges Händchen beim Mischen gefragt. Denn leider eignet sich keine der üblichen Sorten an Fruchtsäften als alleiniger Austauschpartner für Sake. Am besten mischt man Apfel- und Traubensaft miteinander. Notfalls können auch andere klare Saftsorten verwendet werden. Da alle Fruchtsäfte jedoch eine eher süße Note haben, sollte außerdem immer noch Essig beigemischt werden.

Falls man ihn zur Hand hat, dann eignet sich Reisessig am besten für die Ersatzmischung. Ist kein Reisessig vorhanden, dann kann man es mit Apfel- oder Traubenessig versuchen. In jedem Fall sollte man die Mischung vorsichtig ansetzen und immer wieder abschmecken, damit das Endergebnis weder zu süß noch zu sauer ausfällt.

Im größten Notfall: Selbst Reiswein herstellen

Wer all diesen Vorschlägen nicht traut, oder am liebsten tatsächlich Reiswein verwenden möchte, auch wenn er im Supermarkt um die Ecke nicht zu haben ist, kann Reiswein auch selbst herstellen. Hierfür weicht man vier Tassen Klebereis eine Stunde lang in vorab erhitztem Wasser ein. Nachdem man den Reis hat abtropfen lassen dämpft man ihn eine halbe Stunde lang und lässt ihn anschließend gut abkühlen. Danach kommen etwas Hefe und ein Teelöffel Mehl zum Reis dazu. Alles sollte gut miteinander vermengt werden. Zwischenzeitlich kann man ein großes Einmachglas, oder mehrere kleinere Schraubgläser sterilisieren, in die die Mischung nun abgefüllt wird.

Alle Gläser müssen mit einem dicht schließenden Deckel bestens verschlossen werden können. Denn das ist die Grundlage dafür, dass in ihrem Inneren der gewünschte Fermentierungsprozess einsetzen kann. Am besten stellt man die Gläser an einen sonnigen und trockenen Ort, zum Beispiel auf die Fensterbank. Nach einem Monat hat sich der Inhalt in zwei Teilen voneinander abgetrennt. Unten liegt ein Sediment aus Reis, oben schwimmt eine leicht trübe Flüssigkeit, der Reiswein. Der fertige Reiswein kann jetzt in Flaschen umgegossen werden. Man sollte diese luftdicht verschließen und zur Lagerung in den Kühlschrank stellen.