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Das Fahrrad erlebt in der Corona-Pandemie einen kleinen Boom. Kein Wunder, denn jeder kann so aktiv in der Natur Zeit verbringen, ohne anderen Menschen zu nahe zu kommen. Dass Fahrradfahren auch gesund ist, ist unstrittig. Das gilt natürlich auch für Frauen. Also, worauf warten? Radeln ist gut für Beine, Po und Ausdauer.

Nebenbei setzt es Glückshormone frei und schützt so vor Depressionen. Wir haben die wichtigsten Gründe für das Radfahren zusammengetragen. Es ist jedoch noch keine Meisterin vom Himmel gefallen. Daher schicken wir ein paar Informationen zu guten Rädern und dem schrittweisen Start in das Freizeitvergnügen vorweg.

Ein gutes Fahrrad als Trainingsgerät

Ohne gutes Fahrrad wird der Spaß jedoch schnell zur Tortur. Richtig Spaß macht das Fahren mit einem Rennrad. Aber das spricht viele Frauen nicht an. Gute Alternativen sind ein Trekkingrad oder ein straßentaugliches Mountainbike. Ein klassisches Cityrad ist zur Not auch ausreichend. Allerdings bieten die anderen Modelle mehr Komfort, Spaß und Ausstattung. Speziell bei längeren Fahrten sind ein guter Sattel und eine mehrstufige Gangschaltung ein Segen. Wenn im Keller kein alter Drahtesel mehr steht, ist ein Kauf angesagt. Das ist auch online möglich.

Spezialisten wie radonline.de bieten für jeden Geschmack etwas und überzeugen durch attraktive Preise. Nebenbei bieten gute Online-Shops inzwischen auch eine ausführliche Beratung. Mit einem neuen oder flottgemachten Zweirad geht es dann los.

Langsam steigern!

Es ist nicht erforderlich, sofort täglich stundenlang zu radeln. Das ist der Gesundheit sogar abträglich. Besser ist es, langsam zu starten. Aus kleinen Fahrten werden langsam mittlere Touren. Aus einer Frequenz von zwei bis drei Touren pro Woche werden irgendwann tägliche Trainingsrunden. Das Tempo muss auch nicht hoch sein. Es ist völlig ausreichend, langsam und dosiert zu beginnen. Anfangs sind außerdem kleine Gänge ratsam und bei längeren Fahrten eine kleine Pause. So passt sich der Körper Schritt für Schritt dem neuen Sport an. Wichtig sind außerdem Sattel und Sitzhaltung. Der Sattel sollte nicht zu schmal sein und einen guten Sitzkomfort bieten.

Angeblich können schmale Sattel zu einem Taubheitsgefühl im Genitalbereich führen. Das schreckt Frauen ab. Allerdings sind solche Probleme selten – und meistens durch einen sehr schmalen Sattel bedingt. Die Sitzhaltung ist ebenfalls wichtig. Das ausgestreckte Bein sollte beim Sitzen locker den Boden berühren können. Die Arme sind leicht angewinkelt und er Körper leicht nach vorn gebeugt. Das ist die optimale Haltung, um eine Tour zu starten. Sollte es zu Rücken- oder Armproblemen kommen, kann eine Fahrradwerkstatt oder der Fachhandel helfen, die Sitzposition anzupassen.

Die besten Gründe fürs Radfahren

Frauen, die sich bereits regelmäßig auf den Drahtesel schwingen, stellen bereits nach kurzer Zeit einen Trainingseffekt fest. Sie fühlen sich besser, der Körper ist besser in Schuss und nebenbei scheint das Radfahren gut für die Stimmung zu sein. Das sind die besten Gründe, aufs Rad zu steigen:

Verbessertes Herz-Kreislauf-System

Das Treten in die Pedale stärkt das Herz-Kreislauf-System. Der Körper gewinnt an Ausdauer und Bluthochdruck sind reduziert. Der Trainingseffekt beginnt bereits bei einer halbe Stunde Radfahren pro Tag. Dadurch sind die Abwehrkräfte gestärt, was zu einem spürbaren Effekt auf die Gesundheit führen kann. Besonderer Pluspunkt: Anders als beim Joggen ist die Belastung der Gelenke und Sehnen gering. Daher eignet sich Radfahren auch für Frauen mit schönen Kurven.

Gestärkte Atemwege

Nicht nur Herz und Kreislauf erfahren einen Trainingseffekt. Lunge und Atemwege profitieren ebenfalls vom Tritt in die Pedale. Die Lunge ist besser mit Sauerstoff versorgt und die Atemfrequenz wird gleichmäßiger. Eine der Folgen: Das Risiko von Atemwegserkrankungen sinkt.

Straffe Haut durch Aufbau von Muskulatur

Regelmäßige Fahrten auf dem Drahtesel stimulieren die Muskeln. Der Körper reagiert mit ihrer Stärkung des Gewebes und baut zusätzlich Muskelmasse auf. Das strafft insbesondere die Beine: Waden, Oberschenkel und Po. Die typischen Problemzonen vieler Frauen. Radeln ist damit zugleich eine Kampfansage an Orangenhaut und Schwabbelgewebe.

Kalorien mit Spaß verbrennen

Radfahren ist ein guter Ausdauersport, um Fett zu verbrennen. Bereits bei einer einstündigen Fahrt mit langsamer Geschwindigkeit von ca. 15 bis 18 km/h verbrennt der Körper pro zehn Kilogramm Körpergewicht rund 6 Kilokalorien. Das klingt wenig, aber: Eine Frau von normalen 60 Kilogramm, verbrennt so bereits 360 Kilokalorien! Liegt die Geschwindigkeit nur 3 km/h höher, steigert sich das Fettverbrennen bereits auf rund 8 Kilokalorien pro zehn Kilogramm Gewicht, bei weiteren 3 km/h mehr verbrennt die Fahrerin bereits 10 Kilokalorien pro zehn Kilogramm.

Eine kräftige Frau mit 80 Kilogramm Gewicht könnte dann bereits 800 Kilokalorien pro Stunde loswerden. Während eine Diät durch Einschränkungen und Zwang geprägt ist, macht das Radfahren Spaß und verbrennt Energie. Der Effekt kann ähnlich sein und ist gesünder.

Glücksgefühle durch Stressabbau

Nicht zu unterschätzen ist der Effekt gegen Stress. Das gleichmäßige Bewegen in der Natur führt zu einem Glücksgefühl. Dieses baut zugleich Stress ab, stärkt die Psyche und ist ein erstklassiger Ausgleich für Anstrengungen in der Familie oder beim Job. Die Frauen sind ausgeglichener, weniger anfällig für Stimmungsschwankungen und schütten teilweise deutlich mehr Glückshormone aus. Sie fühlen sich in sich gestärkt und besser. Sogar Depressionen lassen sich so verhindern oder deutlich mildern.