Nasolabialfalte
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In jungen Jahren sind es nur feine Linien, in späteren Jahren tiefer werdende Furchen, die sich rechts und links von den Nasenflügeln bis hinunter zu den Mundwinkeln ziehen. Diese so genannten Nasolabialfalten sind ein normaler Bestandteil unserer Anatomie, jede/-r hat sie. Twens stören sich meist auch nicht an ihnen.

Mit zunehmendem Alter werden die Falten jedoch immer ausgeprägter. Und dann wächst oft der Wunsch, sie zu kaschieren. Mit dem richtigen Make-up lässt sich hier einiges tun. Was es sonst noch über die Entstehung und Vorbeugung von Nasolabialfalten zu wissen gibt, und wie man sie gezielt bekämpfen kann, steht hier.

Nasolabialfalte kaschieren und richtig schminken

Nasolbialfalten, die noch nicht besonders stark ausgeprägt sind, lassen sich mit Make-up meist gut weichzeichnen. Bevor es ans Schminken geht, sollte nach der Gesichtspflege zuallererst ein Primer aufgetragen werden. Er korrigiert nicht nur kleine Makel wie Pickelchen und große Poren, sondern füllt auch kleine Fältchen auf. Er bildet zudem die ideale Basis für das nachfolgende Make-up. Eine erbsengroße Menge reicht oft schon aus.

Am besten gibt man das Produkt auf den Handrücken und verteilt es von dort mit den Fingerspitzen, insbesondere auf der Nasolbialfalte. Der Primer sollte circa eine Minute trocknen, bevor das Make-up aufgetragen wird.

Mit Foundation wegschminken

Der Schlüssel zum Make-up-Erfolg liegt in der Aufhellung des entsprechenden Wangenbereichs, erzeugt die Nasolabialfalte doch eine Schattenlinie im Gesicht. Nach dem Auftragen der Gesichtscreme und des Primers genügt oft schon eine nicht komedogene, feuchtigkeitsspendende Foundation mit leichter bis mittlerer Deckkraft, um die Falten zu kaschieren. Die Farbe der Foundation sollte eine Nuance heller als der eigene Hautton sein.

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Wer bereits etwas älter ist, sollte auch darauf achten, dass die Pflege- und Wirkstoffe in der Grundierung einen nachgewiesenen Anti-Aging-Effekt haben, wie das etwa bei Hyaluronsäure der Fall ist. Besonders strahlend wirkt die Haut durch zusätzliche Glanzpartikel im Produkt.

Concealer einsetzen

Ist die Nasolabialfalte schon etwas stärker ausgeprägt, empfiehlt es sich zusätzlich mit ein wenig flüssigem, feuchtigkeitsspendendem Concealer zu arbeiten. Der Concealer sollte in der Farbe zwei Nuancen heller gewählt werden als die Foundation. Er wird auf die Falte aufgebracht – am besten setzt man drei bis vier kleine Punkte entlang der Falte – und anschließend verblendet. Dafür kann er entweder sanft mit den Fingern eingeklopft werden oder man nutzt ein spezielles Make-up-Schwämmchen. Wichtig ist, den Concealer aushärten zu lassen, bevor weiteres Make-up aufgetragen wird.

Nasolabialfalte schminken: Die beste Pflege

Selbst das beste Make-up kann aber mangelnde Gesichtspflege nicht ausgleichen. Wenn die normale Gesichtspflege nicht mehr ausreicht, empfiehlt sich die Verwendung spezieller Kosmetikserien, die den Wirkstoff Hyaluron enthalten. Langkettige Hyaluronsäuren sollen dabei Feuchtigkeit in der Haut binden und die volumengebenden Hautzellen aktivieren.

Ein gängiges und effektives Mittel, um erste Anzeichen oder auch schon tief(er) ausgeprägte Nasolabialfalten zu mildern, ist die Unterspritzung mit Hyaluronsäure. Die Behandlung, bei der mit einer Spritze Hyaluron in die Wangenregion über der Falte injiziert wird, ist allerdings nicht ganz kostengünstig und auch keine dauerhafte Lösung. Die Injektion muss im Halbjahrestakt wiederholt werden.

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Hilft Gesichtsgymnastik?

Gezielte Übungen können tatsächlich zur Minderung von Nasolabialfalten beitragen. Als effektiv zur Förderung der Durchblutung hat sich zum Beispiel das Ausklopfen der Wangenpartie erwiesen. Dabei werden die Wangen mit den flachen Fingern von der Mitte nach außen ausgeklopft, der Weg führt dabei von den Mundwinkeln in Richtung Ohrläppchen. Das Aufblasen der Wangen und das Hin- und Herschieben der Luft im Mund stärkt zudem die Wangenmuskulatur. Den Mundringmuskel kann man hingegen trainieren, indem man sich einen Korken zwischen die Lippen steckt und diese fest zusammenpresst. Die Spannung sollte dabei etwa 10 Sekunden gehalten und die Übung zehnmal wiederholt werden.

Nasolabialfalte: Eine Falte, viele Namen

In der Kosmetik- und Beautybranche spricht man meist von Nasolabialfalten. Der Name ist Programm, steht „nasus“ im Lateinischen doch für Nase und „labium“ für die Lippen. Bei Angela Merkel sind diese Linien so markant und auffällig, dass man ihnen einen, nach ihr benannten, Beinamen gegeben hat: Merkelfalten. Sind sie – wie bei der ehemaligen Bundeskanzlerin – besonders stark zu sehen und ziehen sich hinunter bis zum Kinn, verleihen sie dem Träger oder der Trägerin eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Marionette.

Deshalb bezeichnet man diese Art von Falten auch als Marionettenfalten. Die Bezeichnung Kummerfalte war früher auch einmal gebräuchlich. Sie wird aber heute kaum noch verwendet. Denn sie klingt nicht nur äußerst negativ, sie ist auch nicht wirklich treffend. Schließlich ist die Nasolabialfalten gerade bei Menschen, die viel lachen, besonders ausgeprägt.

Wie die Falten entstehen

Häufiges Lachen ist aber nur einer von vielen Faktoren für die Entstehung und die mit dem Alter fortschreitende Vertiefung der Nasolabialfalte. Auch beim Lächeln, beim Essen oder Trinken, beim Reden, Grimassenschneiden oder Rauchen, ja bei jeder Regung der Mimik, ist die Mundpartie in Bewegung. Genau diese ständige Beanspruchung durch die kumulative Muskelaktivität macht die so gennannten O-Zone anfällig für Fältchen und Falten, insbesondere wenn die Haut trocken ist. Ähnliche Mechanismen wirken im Übrigen bei der Entstehung von Zornesfalten auf der Stirn oder Lachfältchen am Auge.

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Was die Haut altern lässt

Bei der Nasolabialfalte handelt es sich aber nicht nur um eine Mimik-, sondern auch eine typische Altersfalte. Gerade das Gesicht, das ja nicht von Kleidung geschützt ist, ist tagtäglich der UV-Strahlung ausgesetzt ist. Die Haut verliert zudem bereits ab dem 20. Lebensjahr nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Kollagen und elastische Fasern. Auch der hauteigene Hyaluronsäuregehalt nimmt ab. Aus kleinen Fältchen werden sichtbare Vertiefungen.

Weiters können Crash-Diäten und starke Gewichtsschwankungen die Bildung von Nasolabialfalten beschleunigen. Denn mit der schnellen Kiloreduktion kommt es auch zu einer Abnahme des Unterhautfettgewebes im Gesicht und das führt dazu, dass die Wangenpartie absackt.

Nasolabialfalte schminken und richtig vorbeugen

Irgendwann bekommen wir also alle (Nasolabial-)Falten. Der Zeitpunkt ihres Auftretens ist vor allem genetisch bestimmt. Aber auch unsere Lebensumstände haben einen gewissen Einfluss. Die beste Verzögerugstaktik – nicht nur bei Nasolabialfalten, sondern gegen eine frühzeitige Hautalterung im Allgemeinen – ist neben einer Gesichtspflege mit hohem Lichtschutzfaktor eine ausgeglichene Lebensweise.

Dazu gehören eine gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und die Vermeidung von Stress im (Job-)Alltag. Auch auf übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum sollte verzichtet werden. Denn insbesondere die durch das Rauchen und Trinken freigesetzten freien Radikale beschleunigen durch den hervorgerufenen oxidativen Stress die Faltenbildung.