22. April 2024

Arbeit im Wandel: So anders ist das Büro der Zukunft

Mit dem Aufkommen des Internets wurde in den 80er- und in den 90er-Jahren der Alltag in Büros auf der ganzen Welt auf den Kopf gestellt. Die Digitalisierung ist eine der größten Veränderungen in der Arbeitswelt unserer Zeit. Heutzutage gehören Computer und das Internet zur Standardausstattung jedes modernen Dienstleistungsbetriebes. Mit dem Wandel hin zur Digitalisierung hat die Revolution des Arbeitsplatzes aber noch kein Ende gefunden.

Auch heute noch sind weiterhin Änderungen im Gange, die das Büro von morgen bestimmen werden. Entwicklungen, die sich langsam ihren Weg in die Zukunft bahnten, wurden von der SARS-CoV-2 Pandemie wie von einem Katalysator intensiviert und beschleunigt. Die Art, wie und wo wir arbeiten, ändert sich und wird dies mit dem Eintritt einer neuen Generation in die Arbeitswelt weiterhin tun. In diesem Beitrag befassen wir uns daher mit der Frage, wie das Büro von morgen aussehen wird und wie wir unseren Arbeitsalltag in den kommenden Jahren und Jahrzehnten gestalten.

Mehr Flexibilität ist gefragt

Altbewährte und starre Abläufe müssen einer immer wichtiger werdenden Flexibilität weichen. Diese Entwicklung beobachten wir schon seit mindestens zwei Jahrzehnten. In Zukunft dürfte der Stellenwert der Flexibilität im Büro-Alltag aber noch um einiges mehr an Bedeutung gewinnen. Das liegt unter anderem daran, dass Flexibilität zu einem der bedeutendsten Ansprüche und gleichzeitig auch zu den bedeutendsten Stärken der Gen Z gehört. Mit dem Begriff Gen Z werden, abhängig von der genauen Definition, Personen beschrieben, die zwischen 1997 und 2012 auf die Welt kamen.

Es ist diese motivierte, zielstrebige und gleichzeitig freiheitsliebende und digital versierte Generation, die momentan und über die nächsten Jahre hinweg auf den Arbeitsmarkt strömt. Mit der Digitalisierung und der Zunahme des Bewusstseins für digitale Anwendungsmöglichkeiten während der Pandemie hat das Bedürfnis nach Flexibilität unter den Millennials und unter der Gen Z weiter zugenommen. Dass eine flexible Arbeitsgestaltung heutzutage in unserer schnelllebigen Welt unvermeidbar wurde, sahen jedoch noch nicht alle Arbeitgeber ein. In den nächsten Jahren wird sich dies vermutlich radikal ändern und damit den Alltag in unseren Büros weiter umstrukturieren.

Neue Arbeitsmodelle

Die angesprochene Flexibilität kann sich im Büro in vielen Formen bemerkbar machen. In erster Linie werden wir sie in flexiblen Arbeitsmodellen sehen, die bereits heute auf dem Vormarsch sind. Bis noch in jüngster Vergangenheit war es für fast alle Büroangestellte zwingend, dass sie zur Verrichtung der Arbeit ihren Arbeitsplatz am Standort ihres Unternehmens aufsuchten. Die Pandemie hat uns allerdings gezeigt, dass es auch möglich ist, von zu Hause oder von überall auf der Welt aus zu arbeiten.

Auch wenn die direkte Bedrohung der Pandemie für viele in den Hintergrund gerückt ist, ist das Konzept des Home Offices, bzw. des Remote Workings geblieben – und das wird vermutlich auch in Zukunft so bleiben. Im Büro von morgen werden nicht mehr jederzeit alle Angestellten gleichzeitig am gleichen Ort physisch präsent sein. Das Büro wird zu einem Treffpunkt, an dem neue Mitarbeitende die Unternehmenskultur kennenlernen und an dem kreative Teams Brainstorming betreiben.

Tätigkeiten, die problemlos standortunabhängig ausgeführt werden können, werden allerdings nicht mehr zu 100 Prozent im Büro stattfinden. Der Trend des Büro-Aufbaus führt daher deutlich von Großraumbüros hin zu modern eingerichteten Oasen, welche die soziale Interaktion und die Kreativität der Mitarbeitenden ins Zentrum stellen.

Steht das Büro nicht mehr im Mittelpunkt?

Das Büro wird auf absehbare Zeit nicht verschwinden, da sind sich die meisten Expert:innen einig. Bis auf Unternehmen, die vollständig standortunabhängig organisiert sind, werden die meisten Firmen weiterhin Büros für ihre Mitarbeitenden bereitstellen. In Zukunft dürfte der prozentuale Anteil von Angestellten, die am Hauptsitz arbeiten, allerdings abnehmen. So kann es sein, dass Unternehmen ihren Angestellten dezentrale Büros an günstiger Lage bieten.

Ein bereits heute weit verbreitetes Modell ist das partielle Homeoffice, in dem das Personal nur für eine bestimmte Anzahl von Tagen pro Woche oder pro Monat physisch am Hauptsitz präsent sein muss. Es wäre also übertrieben zu behaupten, das Büro würde vollständig an Bedeutung verlieren. Es wird für viele Firmen weiterhin wichtig sein, ihrem Personal einen zentralen Ort zu bieten, an dem sich der Mitarbeiterzusammenhalt und die Stärke der Marke verfestigen können. Allerdings wird das Büro der Zukunft nicht mehr im Zentrum des Arbeitsalltages der Gen Z stehen.

So anders ist das Büro der Zukunft: Fazit

Das Büro der Zukunft wird von Flexibilität und modernen Arbeitsmodellen geprägt sein. Damit verliert das klassische Büro seinen Rang als Mittelpunkt des Geschehens. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass Büros auf absehbare Zeit verschwinden werden. Es ist lediglich das klassische Bild des Büros, so wie wir es heute kennen, welches an Bedeutung verliert. Aus den klassischen Großraumbüros, die auf die Maximierung von Arbeitsflächen ausgerichtet sind, werden nachhaltige, an der Natur ausgerichtete Räume, welche den Mensch ins Zentrum stellen, seine Kreativität fördern und der sozialen Interaktion dienen.

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