13. April 2024

Carbonara in der Schwangerschaft: Ist das erlaubt?

Während der Schwangerschaft ist das Thema Ernährung von großer Bedeutung für eine gesunde Entwicklung des Babys und das Wohlergehen der werdenden Mutter. Sicher fragen sich viele Frauen, ob sie in dieser wunderbaren Zeit Gerichte wie zum Beispiel Spaghetti Carbonara essen dürfen. Das leckere Nudel-Gericht mit Parmesan, Speck und Ei kann sehr verlockend sein.

Allerdings gibt es einige Faktoren, die besonders bei der Zubereitung, aber auch beim Verzehr berücksichtigt werden sollten. Der folgende Beitrag klärt darüber auf, was man bei Carbonara in der Schwangerschaft alles beachten sollte.

Ist Carbonara in der Schwangerschaft erlaubt?

Carbonara darf man in der Schwangerschaft nur genießen, wenn das Ei vollständig durchgekocht ist. Verzehrt man rohe Eier, erhöht dies das Risiko einer Lebensmittelvergiftung, was für das heranwachsende Baby sowie für die werdende Mutter zur Gefahr werden kann. Auch bei der Wahl des Käses und des Specks ist Vorsicht geboten.

Das sollte unbedingt beachtet weden:

  • Es wird geraten, während der Schwangerschaft von Pancetta abzusehen und statt dessen Truthahnspeck oder Prosciutto für die Carbonara zu verwenden.
  • Auf Parmesan sollte in der Schwangerschaft verzichtet und lieber auf voll gereiften Käse zurückgegriffen werden.
  • In der Schwangerschaft sollte man beim Zubereiten von Carbonara besser auf Speck setzen, welcher nitratfrei ist.
  • Um potenzielle Risiken zu vermeiden, sollten für die Zubereitung von Carbonara ausschließlich durchgegarte Eier verwendet werden.
schwangere frau kocht carbonara
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Spaghetti Carbonara: Welche Zutaten sind in der Schwangerschaft riskant?

Hausgemachte Carbonara ist ein sehr beliebtes Gericht, doch für werdende Mütter ist es wichtig, die potenziellen Risiken bestimmter Zutaten zu beachten, sodass die Gesundheit des Babys und der Mutter geschützt wird.

1. Eier

Rohe Carbonara-Eier bergen erhebliche Gefahren, wenn man sie verzehrt. Es kann vorkommen, dass rohe Eier Salmonellen enthalten. Hierbei handelt es sich um Bakterien, welche eine Lebensmittelvergiftung verursachen können und dadurch sowohl dem Baby als auch der werdenden Mutter schaden könnten.

2. Creme

Wenn man für die Carbonara Sahne verwendet, sollte diese pasteurisiert sein. Ist die Sahne unpasteurisiert, birgt das die Gefahr einer Kontamination mit Listerien.

3. Fleisch

Von großer Bedeutung ist es außerdem, dass man das Fleisch für die Carbonara gründlich durchgart. Toxoplasma ist ein Parasit, der Toxoplasmose auslöst und in unzureichend gegartem oder rohem Fleisch vorhanden sein kann.

Dieser Parasit ist unzureichend gegartem oder rohem Fleisch gegenüber resistent und kann lediglich durch gründliches Durchgaren des Fleischs abgetötet werden. Bei Toxoplasmose handelt es sich um eine Krankheit, die womöglich erst im späteren Leben erkannt wird. In der Schwangerschaft kann sie jedoch im Fall einer Infektion zu Fehlbildungen beim Fötus führen. Durch ausgiebiges Durchgaren wird das Risiko einer Toxoplasmose-Infektion minimiert.

schinkenwürfel
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4. Käse

Käse ist ein zusätzliches, potenziell gefährliches Element in der Carbonara. Daher ist es wichtig, dass die Zutaten, die man verwendet, von guter Qualität sind. Minderwertiger Käse kann die Übertragung von Listeriose verursachen. Listeriose wird durch das Bakterium Listeria ausgelöst und kann in Lebensmitteln wie zum Beispiel unpasteurisierter Milch, Rohmilch und Weichkäse vorkommen. Listerien sind äußerst widerstandsfähig gegen Kälte, doch Hitze kann sie abtöten.

Zum Verringern des Risikos einer Listeriose sollte ausschließlich gekochter Käse konsumiert werden, vorausgesetzt, die Milch wurde nicht schon pasteurisiert. Das am meisten vorkommende Anzeichen der Listeriose ist ein isolierter fieberhafter Anfall. Obwohl die werdende Mutter im Normalfall keinen Schaden davonträgt, besteht für den Fötus die Gefahr einer Schädigung. Dies erhöht das Risiko einer Frühgeburt oder Fehlgeburt.

Welche Lebensmittel sollte man in der Schwangerschaft besser meiden?

Gerade wenn Frauen zum ersten Mal schwanger sind, fragen sie sich häufig, was sie nun essen dürfen und was nicht. Sie sind verunsichert und wollen nichts falsch machen. Hier einige Lebensmittel, die in der Schwangerschaft tabu sein sollten:

  • Mayonnaise und Pasteten sollten eigentlich kein Problem darstellen, denn im Normalfall sind sie bei den Leuten daheim frisch. Die Mayonnaise sollte aber nicht verzehrt werden, wenn man an einem heißen Sommertag zum Grillen eingeladen ist und die Mayo so aussieht, als hätte sie bereits über einen längeren Zeitraum draußen gestanden.
  • Da beispielsweise Carpaccio ohnehin meist nur eine von vielen Vorspeisen ist, kann man es ganz einfach ablehnen. Wenn man grillt, sollte man sich immer versichern, ob das Fleisch medium oder gut durchgebraten ist.
  • Während der Schwangerschaft sollte man Soßen und Desserts, welche rohes Ei beinhalten, vermeiden (z. B. Schokoladen- oder Fruchtmousse).
  • Frauen in der Schwangerschaft sollten gereiften und pasteurisierten Käse mit fester Konsistenz essen. Verschimmelter und unpasteurisierter Käse kann Listerien enthalten. Deshalb sollte man Schimmelkäse wie Gorgonzola, Brie, Camembert und Roquefort meiden und sich lieber an gelben Käse halten.
  • Es ist ratsam, in der Schwangerschaft keine Gerichte wie zum Beispiel Sashimi oder Sushi zu essen, welche mit rohem Fisch zubereitet werden. Gebeizte, geräucherte und rohe Fischsorten können krankheitserregende Keime, hauptsächlich Listerien, enthalten. Die dadurch ausgelöste Erkrankung Listeriose kann insbesondere für schwangere Frauen gefährlich werden.

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