22. April 2024

Die Rolle der Hautbarriere: Die richtige Gesichtspflege für ihren Schutz

Unsere Haut ist ein komplexes Organ mit vielen Funktionen. Aufgebaut ist sie aus drei Schichten. Von innen nach außen sind es Unterhaut, Lederhaut und Oberhaut oder Hypodermis, Dermis und Epidermis.

Jede Schicht hat eine andere Zusammensetzung und insgesamt sind sie nur wenige Millimeter dick. Der häufig verwendete Begriff Hautbarriere bezieht sich auf die äußere Schicht, die Epidermis. Als Barriere hat die Epidermis die Funktion, schädliche Einflüsse von außen fernzuhalten und abzuwehren.

Gleichzeitig muss sie durchlässig genug sein, damit wertvolle Pflegestoffe über die Haut aufgenommen werden können und Schweiß sowie Talg nach außen gelangen. Diese bemerkenswerte Funktionsvielfalt kann nur von einer gesunden Haut gewährleistet werden. Genau darin liegt das Problem. Umweltverschmutzung, UV-Strahlung, Stress, Nikotin, eine einseitige Ernährung und eine falsche Gesichtspflege können die Hautbarriere angreifen. Es ist daher wichtig, die Hautbarriere zu schützen und das beginnt mit einer sanften Gesichtsreinigung.

Alarmsignale der Haut

Die Kombination aus persönlichen Gewohnheiten und Umwelteinflüssen kann die Hautbarriere schädigen. Viele der Einflüsse haben wir selbst in der Hand. Sonnenschutz reduziert die UV-Belastung und eine ausgewogene Ernährung versorgt die Haut mit Nährstoffen. Ein wichtiger Aspekt ist die Gesichtspflege, die einen elementaren Einfluss auf den Zustand der Haut hat. Aggressive Produkte, die zum Teil hautschädigende Inhaltsstoffe haben, greifen die Schutzbarriere an.

Zu heißes Wasser oder starkes Rubbeln kann ebenfalls zu Problemen führen und die Haut schlägt Alarm. Es treten Hautirritationen auf, die von Pickeln, Schuppen und Juckreiz begleitet werden. Der Teint verliert die Frische und es können verstärkt Pigmentstörungen auftreten. Ein weiteres Alarmsignal sind eine verzögerte Wundheilung oder rote Partien im Gesicht und am Körper. Diese Anzeichen von Stress treten zunächst kurzfristig auf. Mit den richtigen Pflegeprodukten und der Anpassung der alltäglichen Gewohnheiten können Langzeitschäden vermieden werden.

Die Hautbarriere stärken

Die Epidermis besteht aus unterschiedlichen Bestandteilen. Als Barriere kann man sich ihren Aufbau als Mauerwerk vorstellen. Die einzelnen Zellen sind die Ziegel. Entscheidend für die Stabilität ist der Mörtel, der alles zusammenhält. Diese Aufgabe übernehmen in der obersten Hautschicht Ceramide. Es handelt sich dabei um Lipide, also Fette, die schädigende Einflüsse abwehren und vor einem Feuchtigkeitsverlust schützen. Ceramide sind ein natürlicher Bestandteil der Haut.

Altersbedingt und durch zu viele negative Einflüsse werden die Lipide abgebaut und die Epidermis kann ihre Schutzfunktion nicht aufrechterhalten. Milde Pflegeprodukte mit Ceramiden unterstützen die Haut. In Verbindung mit Fettsäuren oder pflanzlichen Fetten erhält die Haut die notwendige Rückfettung, um die Hautbarriere langfristig zu stabilisieren.

Die Hautbarriere schützen

In vielen kosmetischen Produkten sind Inhaltsstoffe enthalten, die die Hautbarriere angreifen und reizen können. Wenn es möglich ist, sollte auf solche Zusätze verzichtet werden. Mineralöle gelten als kritisch, aber auch Silikone, da sie die natürliche Fettschicht angreifen. Werden häufig Produkte mit reizenden Inhaltsstoffen verwendet, sollte ein Ausgleich über eine gezielte Pflege geschaffen werden.

Menschen mit sensibler Haut reagieren stärker auf Reize von außen. Für diesen Hauttyp ist es besonders wichtig, die Hautbarriere zu schonen und so gut es geht bei ihrer Regeneration zu unterstützen. Bei einer empfindlichen Haut können schon Tenside in schäumenden Seifen, sanfte Peelings und Produkte mit Retinol zu Hautirritationen führen, da die Hautbarriere zu stark belastet wird.

Auf Feuchtigkeit achten

Eine trockene Haut wird als unangenehm empfunden. Sie wird häufig von Spannungsgefühlen und schuppigen Hautpartien begleitet. Der Feuchtigkeitsspeicher der Haut liegt in der Dermis. Die mittlere Hautschicht besteht unter anderem aus Bindegewebe, Blutgefäßen, Muskeln und Haarwurzeln. Die Dermis transportiert Stoffwechselprodukte nach außen und ist ein Polster für die Hautbarriere. Feuchtigkeit ist ein wichtiges Element für den Körper und die mittlere Hautschicht bildet dabei keine Ausnahme. Eine gute Versorgung wird durch die Minimierung des Verlusts erreicht. Diese Aufgabe übernimmt die Hautbarriere.

Über Pflegeprodukte, die mit Feuchtigkeit angereichert sind, wird die Versorgung gesichert. Wichtig für den Feuchtigkeitshaushalt der Haut ist die Balance der einzelnen Komponenten der Dermis. Ein starkes Bindegewebe und eine gute Nährstoffversorgung unterstützen die Haut. Inhaltsstoffe wie Hyaluron können der Haut von außen helfen. Von innen helfen Vitamine, Nährstoffe und ausreichend zu trinken. Antioxidantien schützen die Zellen und Sport sorgt dafür, dass die Haut bis in die kleinsten Kapillaren versorgt wird. Gesunde Haut ist ein ganzheitlicher Ansatz.

Nicht auf Reinigung verzichten

Die regelmäßige Reinigung der Haut ist der wichtigste Schritt in der täglichen Pflegeroutine. Sogar bei einer geschädigten Hautbarriere sollte nicht auf eine gründliche Reinigung zweimal am Tag verzichtet werden. Der Nutzen erklärt sich bei einem Blick auf die Ursachen für Schäden an der Epidermis. Negative Einflüsse aus der Umwelt, Staub und Inhaltsstoffe aus dekorativer Kosmetik müssen am Abend gründlich entfernt werden. Wird auf diesen Schritt in der Pflegeroutine verzichtet, so ist die Belastung für die Barriere zu groß.

Gleichzeitig bereitet die Reinigung die Haut auf die Aufnahme von Pflegeprodukten vor. Gute Pflegeprodukte strapazieren die Hautbarriere so wenig wie möglich und das anschließende Pflegeprodukt gibt der Haut mehr zurück, als die Reinigung nimmt. Über Nacht läuft der Regenerationsprozess und morgens müssen Talg und Stoffwechselprodukte entfernt werden.

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