Karpfen einfrieren
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Im Herbst und Winter ist es so weit – Karpfensaision! Die Fische, welche bei einem besonderen Fang auch mal über zehn Kilogramm wiegen können, sind reich an gesunden Fettsäuren und Protein. Doch was machen Sie mit so viel Fisch? Vielleicht waren Sie angeln oder haben einen schönen, dicken Karpfen geschenkt bekommen. Sie kommen in den nächsten zwei Tagen jedoch nicht zur Zubereitung des frischen Fischs oder die Menge ist schlichtweg mehr als Sie benötigen.

Zum Glück gibt es Gefriertruhen! Denn auch Karpfen lassen sich problemlos einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt verarbeiten. Damit jedoch weder der Geschmack noch Ihre Gesundheit darunter leiden, sind bei der Vorbereitung für den Tiefkühler einige Dinge zu beachten. Auch beim Auftauen und der anschließenden Zubereitung müssen Sie somit einige Punkte unter Betracht ziehen. Wir zeigen Ihnen, was zu tun ist!

Karpfen einfrieren: Grundlegende Informationen

Haben Sie einen frischen Karpfen, können Sie diesen einfach einfrieren. Dabei ist es wichtig, dass Frischfisch richtig gekühlt bei 0 bis 2 Grad bis zu drei Tage haltbar ist. Es rentiert sich jedoch, dass Sie den Karpfen so früh wie möglich reif für die Gefriertruhe machen. Doch können Sie den Fisch wirklich ohne Vorarbeit in den Gefrierschrank packen? Nein – oder nur bedingt. Denn es ist wichtig, dass der Karpfen sowohl gereinigt und entleert als auch von den Schuppen befreit wurde. Während dies bei gekauften Exemplaren meistens der Fall ist, müssen Sie beim Frischfang selber Hand anlegen.

Gleichzeitig spielen auch die Verpackung und die richtige Lagerung eine große Rolle. Kommt Luft an den Fisch, ist Gefrierbrand das Resultat. Dieser entzieht dem Gefriergut das Wasser, was zwar nicht gesundheitsschädlich, aber geschmacksbelastend ist. Die Stellen, welche vom Gefrierbrand getroffen wurden, sind somit meist ungenießbar. Außerdem: Haben Sie tatsächlich genug Platz in der Tiefkühltruhe? Ist dies nicht der Fall, können Sie einen Teil des Fischs in den nächsten drei Tagen verarbeiten oder an Nachbarn verschenken und den anderen Teil problemlos einfrieren.

Wie verpacken Sie den Fisch am besten?

Wie bei allen anderen Gefriergütern auch muss der Karpfen ebenso gut verpackt werden. Dies ist obligatorisch, um den Geschmack des Fischs zu erhalten. Kommt nämlich Sauerstoff an das Fleisch, bildet sich Schnee an den betroffenen Stellen – Gefrierbrand. Dieser macht die angefallenen Teile ungenießbar. Die Vorarbeit bei der Verpackung rentiert sich somit, um die Qualität des Karpfens zu erhalten. Dabei ist es wichtig, dass der Fisch am besten im Vakuum verpackt wird. Verfügen Sie über kein Vakuumgerät, nützen Sie am besten große Gefrierbeutel. Diese packen Sie dicht um den Fisch und verschließen sie infolgedessen. Alternativ rentiert sich auch eine große Einkaufstüte. Es ist jedoch wichtig, dass diese keine Löcher aufweist.

So lange ist Karpfen eingefroren haltbar

Auch eingefroren ist Karpfen nicht ewig haltbar. Da es sich hierbei um einen Fettfisch handelt, sollte die Verweildauer im Tiefkühler nicht länger als zwei Monate betragen. Ab diesem Moment verliert der Fisch aufgrund des hohen Fettgehalts an Qualität und sollte ab dem vierten Monat im Tiefkühler nur bedingt verwendet werden. Die Voraussetzungen für diese Haltbarkeit sind außerdem die ordnungsgemäße Verpackung sowie eine konstante Temperatur im Tiefkühler.

gefrorener karpfen
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Das ist beim Auftauen zu beachten

Haben Sie einen Karpfen im Tiefkühler, welcher schon lange darauf wartet, von Ihnen verspeist zu werden? Dann geht es jetzt an das Auftauen! Auch hier muss einiges beachtet werden, um aromatische Ergebnisse zu erzielen. An erster Stelle ist ein schonendes Auftauen ratsam. So nehmen Sie den Karpfen aus dem Tiefkühler und lassen Ihn über Nacht im Kühlschrank. Muss es schnell gehen, können Sie den Fisch auch bei Raumtemperatur lagern. Achten Sie jedoch darauf, dass er nicht zu lange draußen verweilt, um einem Gesundheitsrisiko zu entgehen. Doch gerade bei der Zubereitung von aufgetautem Fisch müssen Sie vorsichtig vorgehen. Denn die Zellen, welche Wasser binden, werden beim Gefriervorgang verletzt.

Das hat zur Folge, dass der Karpfen bei der Zubereitung mehr Flüssigkeit verliert. Im Gegenzug nimmt er Geschmäcker, wie Gewürze und Aromen, viel stärker auf. Bereiten Sie daher den aufgetauten Karpfen zu, gehen Sie beim Würzen erstmals sparsam um. Da die Geschmäcker stärker in das Fischfleisch einziehen, entgehen Sie somit einer Überwürzung. Im Falle der Fälle können Sie den Fisch auch im Nachhinein noch würzen.

Karpfen einfrieren: Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Reinigen und entschuppen Sie den Fisch.
  2. Verpacken Sie den Karpfen luftdicht in einem Gefrierbeutel.
  3. Legen Sie ihn in den Gefrierschrank und verarbeiten Sie ihn in den nächsten zwei und spätestens in den nächsten vier Monaten.

Beim Auftauen von eingefrorenem Karpfen folgen Sie wiederum dieser Anleitung:

  1. Nehmen Sie den Karpfen am Vorabend der Zubereitung oder in der Früh aus dem Tiefkühler. Verlegen Sie ihn auf einem Teller oder in eine Schüssel, welche das Tauwasser abfangen, in den Kühlschrank.
  2. Ist der Fisch vollkommen aufgetaut, tupfen Sie ihn mit einem Küchentuch trocken und bereiten Sie ihn nach Wunsch und Rezept zu. Seien Sie beim Würzen vorsichtig und setzen Sie lieber auf kleine Mengen.