22. April 2024

Schröpfen gegen Cellulite: Schritt-für-Schritt Anleitung

Cellulite ist ein lästiges Schönheitsproblem, das Millionen von Menschen betrifft, insbesondere Frauen. Die unliebsamen Dellen und Beulen, die oft als „Orangenhaut“ bezeichnet werden, beeinträchtigen das Selbstbewusstsein und sorgen für Frustration bei den Betroffenen.

Auf der Suche nach wirksamen Lösungen wurde man auf das Schröpfen aufmerksam. Diese uralte Behandlungsmethode hat das Interesse vieler Menschen geweckt. Doch wie funktioniert das Schröpfen eigentlich und kann es tatsächlich helfen, die sichtbaren Zeichen der Cellulite zu reduzieren?

Was ist Cellulite und wie erkennt man sie?

Cellulite ist ein weit verbreitetes ästhetisches Problem, das hauptsächlich bei Frauen auftritt. Es handelt sich um eine Veränderung des Gewebes, bei der das Bindegewebe zwischen Haut und Muskulatur geschwächt ist. Dadurch entstehen unregelmäßige Dellen, Beulen oder „Orangenhaut“ an den betroffenen Körperstellen. Dazu zählen vor allem die Oberschenkel, das Gesäß, der Bauch und die Oberarme.

Die Cellulite entwickelt sich in verschiedenen Stadien, die anhand folgender äußerer Merkmale erkannt werden können:

  • Stadium I: In diesem Stadium sind die Veränderungen nicht sichtbar, da die Haut glatt und gleichmäßig aussieht. Die Cellulite deutet sich nur in den tieferen Hautschichten an und kann durch den Pinch-Tests festgestellt werden (Zusammendrücken der Haut).
  • Stadium II: Hier sind bereits leichte Dellen oder Unebenheiten im Liegen und Sitzen erkennbar. In aufrechter Position sind die Anzeichen kaum sichtbar, jedoch bei bestimmten Bewegungen oder Muskelanspannungen.
  • Stadium III: Die Cellulite ist deutlich sichtbar, auch ohne Druck oder Dehnung der Haut. Es treten ausgeprägte Dellen, Beulen und Unebenheiten auf, die sowohl im Stehen als auch im Liegen erkennbar sind. Die Haut kann zudem an Spannung verlieren und schlaff wirken.

Cellulite ist keine Krankheit und verursacht keine gesundheitlichen Probleme. Als ästhetischer Makel wird die Orangenhaut für viele Betroffene dennoch zur Belastung.

Was ist Schröpfen?

Schröpfen ist eine Therapiemethode, bei der spezielle Schröpfgläser auf die Haut aufgesetzt werden, um einen Unterdruck zu erzeugen. Dadurch wird eine lokale Durchblutungssteigerung und eine Stimulation des Gewebes erreicht.  Es gibt unterschiedliche Methoden beim Schröpfen, wie z.B. das trockene oder blutige Schröpfen. Außerdem ist auch die Schröpfmassage sehr bekannt.

Die Anfänge des Schröpfens reichen weit zurück und haben ihren Ursprung in der traditionellen Medizin verschiedener Kulturen. Bereits im alten Ägypten, in China, Indien und auch im antiken Griechenland wurde das Schröpfen als Behandlungsmethode angewendet. Es wurde angenommen, dass das Schröpfen den Fluss der Körpersäfte verbessert und zur Entgiftung und Heilung beiträgt.

Im Verlauf der Geschichte wurde das Schröpfen weiterentwickelt und unterschiedliche Techniken und Instrumente wurden verwendet. Heutzutage wird das Schröpfen in verschiedenen Formen, wie zum Beispiel dem Einsatz von Schröpfgläsern aus Glas oder Kunststoff, praktiziert. Es wird sowohl in der traditionellen Medizin als auch in der alternativen und komplementären Medizin eingesetzt, um verschiedene Beschwerden zu behandeln – darunter auch Cellulite.

Schröpfen gegen Cellulite: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schröpfen kann man selbst zu Hause durchführen. Wer sich damit jedoch nicht auskennt, der sollte sich besser in professionelle Hände begeben. Denn es gibt einige Dinge, die man beim Schröpfen falsch machen kann. Wie eine richtige Schröpf-Behandlung aussieht, ist in der folgenden Schritt-für-Schritt Anleitung zusammengefasst.

Schritt 1: Vorbereitung

Stellen Sie sicher, dass Sie über die richtigen Schröpfgläser verfügen. Wählen Sie entweder Glas- oder Kunststoffgläser in der richtigen Größe für die zu behandelnden Körperbereiche. Reinigen Sie die Schröpfgläser gründlich, um eine hygienische Anwendung zu gewährleisten. Das ist vor allem beim blutigen Schröpfen besonders wichtig, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Schritt 2: Vorbereitung der Haut

Reinigen Sie die Haut gründlich. Entfernen Sie Make-up, Öle oder Lotionen, um eine gute Haftung der Schröpfgläser zu gewährleisten. Optional: Tragen Sie ein Gleitmittel, wie zum Beispiel Massageöl oder eine spezielle Schröpfcreme, auf die Haut auf, um das Gleiten der Schröpfgläser zu erleichtern.

Schritt 3: Platzierung der Schröpfgläser

Das Prinzip hinter den Schröpfgläsern ist Unterdruck. Das Schröpfglas muss fest platziert werden und einen Unterdruck erzeugen und das funktioniert auf verschiedene Arten:

  1. Durch Verbrennen von Sauerstoff im Glas, bevor es auf die Haut gesetzt wird. Hierbei wird ein brennbarer Stoff, wie Watte oder Alkohol, entzündet und kurz in das Glas gehalten, um den Sauerstoff zu verbrauchen. Anschließend wird das Glas sofort auf der Haut platziert, sodass ein Unterdruck entsteht und es sich festsaugen kann.
  2. Durch Verwendung von Schröpfsets, die über eine Pumpe verfügen, um den Unterdruck zu erzeugen.

Schritt 4: Behandlungstechnik

Sobald die Schröpfgläser fest auf der Haut sitzen, können Sie verschiedene Techniken anwenden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Eine gängige Technik ist das Verschieben der Schröpfgläser über die Haut, indem Sie sie sanft über die zu behandelnden Bereiche bewegen. Dies kann in geraden Linien, kreisförmigen Bewegungen oder in bestimmten Mustern erfolgen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu stark an der Haut ziehen, um Verletzungen zu vermeiden.

Schritt 5: Dauer der Behandlung

Die Behandlungsdauer kann je nach eigenem Empfinden und der Größe des zu behandelnden Bereiches variieren. Beginnen Sie zunächst mit kurzen Sitzungen von 5 bis 10 Minuten und steigern Sie die Behandlungszeit allmählich, wenn Sie sich daran gewöhnt haben. Bei Cellulite wird empfohlen, regelmäßige Schröpf-Behandlungen durchzuführen, um langfristige Ergebnisse zu erzielen. Dies kann je nach Bedarf und Verträglichkeit mehrmals pro Woche oder auch in größeren Zeitabständen erfolgen.

Schritt 6: Nachbehandlung

Nach der Schröpfbehandlung können leichte Rötungen oder Hämatome auftreten, die normalerweise nach wenigen Tagen abklingen. Tragen Sie nach der Behandlung eine pflegende Lotion oder Creme auf. Um die Hautstruktur an Beinen und Po zusätzlich zu unterstützen, eignet sich hierfür die Biovolen Aktiv Senfsalbe sehr gut.

Wie kann Schröpfen bei Cellulite helfen?

Das Schröpfen ist eine sehr bekannte und vielfach angewendete Technik, um störende Dellen an den Oberschenkeln zu verringern und das Gewebe zu festigen. Als spezielle Massagetechnik soll es auf verschiedene Weisen bei Cellulite helfen:

  • Verbesserung der Durchblutung und Lymphdrainage: Durch den Unterdruck der Schröpfgläser wird die Durchblutung angeregt. Dies führt zu einer verbesserten Versorgung der Haut und des Bindegewebes mit Nährstoffen und Sauerstoff. Gleichzeitig kann das Schröpfen den Abtransport von Abfallprodukten des Stoffwechsels und überschüssiger Flüssigkeit über das Lymphsystem unterstützen.
  • Förderung des Stoffwechsels und der Kollagenproduktion: Das Schröpfen kann den Stoffwechsel im Gewebe anregen, was zur Verbesserung des Hautbildes beitragen kann. Zudem wird die Produktion von Kollagen, einem wichtigen Bestandteil des Bindegewebes, stimuliert. Dies kann dabei helfen, die Elastizität der Haut zu verbessern und das Erscheinungsbild von Cellulite zu reduzieren.
  • Reduzierung von Wassereinlagerungen: Das Schröpfen kann dazu beitragen, überschüssige Flüssigkeit aus den betroffenen Bereichen abzuleiten. Dadurch können Wassereinlagerungen vorgebeugt werden und das Gewebe erscheint glatter und straffer.

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