shampoo aus ei selber machen
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Umweltschutz und ein umweltfreundlicher Lebensstil wird in Zeiten wie diesen immer wichtiger. So achten immer mehr Menschen darauf, welche Produkte sie konsumieren und wie man möglichst Müll sparen kann. Bei Lebensmitteln ist der Trend zu biologischem Anbau schon seit längerem zu beobachten. Doch auch bei Beauty-Produkten achten vor allem junge Frauen immer mehr darauf, welche Inhaltsstoffe tatsächlich enthalten sind.

Natürliche Pflegeprodukte erfreuen sich so inzwischen großer Beliebtheit und immer mehr Beauty-Liebhaberinnen sind auf der Suche nach einfachen Rezepten, um Pflegeprodukte selbst herzustellen. Im Gegensatz zu industriell hergestellten Produkten ist die Herstellung dieser zumeist umweltfreundlicher und deutlich preisgünstiger als die Anschaffung teurer Naturprodukte. Während Hautcremes je nach Hauttyp nicht immer in der heimischen Küche hergestellt werden können, sind die Haare da deutlich weniger anspruchslos. Haarmasken lassen sich dabei ebenso einfach und schnell herstellen wie Shampoos. Wie man in nur wenigen Schritten zu einem Ei-Shampoo kommt, wird im folgenden Artikel beschrieben.

Shampoo mit Ei selber machen: So gelingt es!

Eier sind relativ günstig und die meisten von uns haben sie ohnehin immer im Kühlschrank. Abgesehen von diesen Vorteilen enthalten sie eine Menge an Nährstoffen, die sie zu tollen Haarpflegeprodukten machen. Je nach individuellen Wünschen lassen sich mit Ei natürliche Shampoos zu Hause herstellen, die die Haare pflegen, aber die Kopfhaut nicht wie konventionelle Shampoos zu sehr auslaugen.

Anleitung: Einfaches Shampoo

Um ein einfaches Shampoo auf die Schnelle herzustellen, sind nur zwei Zutaten nötig: Wasser und Eier. Auf 2 Eier benötigt man etwa 250ml Wasser, das am besten lauwarm sein sollte. Wer zu heißes Wasser verwendet, riskiert, dass das Ei gerinnt – und das macht bei der anschließenden Nutzung als Shampoo wenig Freude. Zuerst werden die Eier getrennt. Das Eiweiß kann anderweitig in der Küche verwendet werden. Das Eigelb wird in einer Schüssel mit dem Wasser gemischt und mit einem Schneebesen aufgeschlagen. Nun kann das Shampoo auf die Haare aufgetragen und wie ein herkömmliches Shampoo einmassiert werden. Auch beim Ausspülen sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist.

Der leichte Eigeruch verschwindet nach dem Auswaschen sofort. Wer den Haaren noch mehr Pflege gönnen möchte, kann die Einwirkzeit auf bis zu 15 Minuten verlängern und die Ei-Mischung dann gründlich auswaschen. So wird aus dem schnellen Shampoo im Handumdrehen eine nährstoffreiche Pflegemaske.

Konventionelles Shampoo mit Extra-Ei selber machen

Wer sich langsam an das Ei-Shampoo gewöhnen möchte, kann erst einmal ein konventionelles Shampoo mit Eigelb mischen. Ein Eigelb reicht für eine Haarwäsche. Dieses kann mit der regulären Menge an Shampoo in einer Schüssel schaumig gerührt werden. Wie mit reinem Shampoo wird die Masse einmassiert und sollte für kurze Zeit einwirken. Nach ein paar Minuten wird die Mischung wie gewohnt ausgespült. Ein zusätzlicher Conditioner ist nicht mehr nötig – das Ei hat schließlich schon seine Arbeit getan.

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Haarmaske mit Olivenöl und Ei

Aus 2 Eigelben, 100ml Olivenöl und einem EL Honig lässt sich in wenigen Minuten eine reichhaltige Haarpflege herstellen. Die Zutaten werden einfach miteinander gemischt und dann auf das Haar aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von etwa 20 Minuten kann die Mischung ausgespült werden. Wer brüchiges, und trockenes Haar hat, wird von dieser Maske ebenso überzeugt sein wie Personen mit trockener, schuppiger Kopfhaut.

Umweltfreundliche Beautyprodukte: Worauf muss man achten?

Nicht nur in der Modeindustrie, sondern auch bei der Herstellung von Beauty-Produkten kommen eine Menge an Chemikalien zum Einsatz, die nicht nur schädlich für die Umwelt sind, sondern auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Haut und Haar haben können. Beim Ausspülen von Pflegeprodukten wie Shampoo und Conditioner werden die Chemikalien direkt ins Abwasser gespült. Zudem werden industriell hergestellte Produkte zumeist in aufwendigen Plastikverpackungen verkauft, die noch dazu schwer zu recyclen sind. Als verantwortungsbewusster Konsument fällt es so oft gar nicht leicht, ein passendes Produkt zu wählen. Wer Körperpflegeprodukte zu Hause herstellt, spart so nicht nur an der Plastikverpackung, sondern auch an den oft langen Lieferwegen.

Tiegel von aufgebrauchten Kosmetika oder leere Marmeladengläser lassen sich wunderbar einsetzen, um selbst hergestellte Produkte aufzubewahren. Je nach Produkt sollte jedoch beachtet werden, dass die Aufbewahrung durch die rein natürlichen Inhaltsstoffe zumeist nur für kurze Zeit möglich ist.

Selbstgemachtes Ei-Shampoo & Co.: Tipps für natürliche Haarpflege

Damit man an selbst hergestellter Kosmetik auch seine Freude hat, sollten einige Tipps beachtet werden. Nicht nur beim Kauf von Lebensmitteln, die gegessen werden, sondern auch bei denen, die in Kosmetik verwendet werden, sollte auf höchste Qualität geachtet werden. Bei Bio-zertifizierten Produkten kann man sich sicher sein, dass die Lebensmittel frei von jeglichen Chemikalien sind. Bei der Verwendung von Ei-Shampoo gilt außerdem, dass das Haar nicht zu sehr mit Stylingprodukten etc. beschwert sein sollte. Nach einer Party-Nacht und einer Dose Haarspray sollten die Haare zunächst mit einem konventionellen Shampoo gewaschen werden. So werden die Stylingrückstände zuverlässig gelöst. Anschließend kann das Ei-Shampoo seine Arbeit tun und die Haare mit der nötigen Portion Pflege verwöhnen.

Damit sich das Ei-Shampoo oder eine Ei-Maske gut im Haar verteilen lassen, können diese vor dem Auftragen durch etwas mehr Wasser oder durch die leichte Erwärmung der Zutaten etwas flüssiger gemacht werden. Wen der Eigeruch stört, kann etwas Zitronensaft beigeben. Dieser überdeckt den Geruch des Eis etwas und lässt die Haare nach dem Waschen besonders frisch riechen. Haare werden durch Föhn und Glätteisen stark beansprucht. Wer seinen Haaren etwas Gutes tun möchte, vermeidet diese Stylingtools für einige Wochen. So werden die Haare schnell gesünder und weniger brüchig.