13. April 2024

Zuckerguss auf warmen oder kalten Kuchen auftragen?

Zuckerguss verleiht jedem noch so einfachen Gebäck das gewisse Etwas und zusätzlich eine leichte Süße. Jedoch muss auch bei der Anwendung von Zuckerguss auf einige kleine Punkte geachtet werden, da dieser ansonsten einfach vom Gebäck läuft oder nicht aushärtet. Die wichtigste Frage ist dabei, ob der Zuckerguss auf das kalte oder noch warme Gebäck angewendet wird. Diese und viele weitere Fragen klären wir hier.

Kommt der Zuckerguss warm oder kalt auf den Kuchen?

In Hinblick auf Zuckerguss gibt es viele Fragen, die immer wieder aufkommen. Die häufigste ist, ob man den Zuckerguss auf warmes oder kaltes Gebäck anwendet. Die Antwort auf diese Frage lautet, dass beides möglich ist. Es kommt darauf an, welches Ergebnis man erzielen will. Trägt man den Zuckerguss auf noch warmen Kuchen auf, zieht dieser leicht in den Teig ein, wodurch er noch etwas süßer schmeckt. Tipp: Möchte man den Zuckerguss auf warmes Gebäck auftragen, sollte man den Zuckerguss mit etwas Zitronensaft vermischen.

Somit verleiht er dem Teig nicht nur mehr Süße, sondern auch eine zitronige Note. Ein weiterer Vorteil der warmen Auftragung ist, dass sich der Zuckerguss auf der Oberfläche leichter verteilen lässt, da dieser nicht direkt aushärtet. Insofern ist das Einstreichen eines kompletten Kuchens einfacher, wenn er nicht ausgekühlt ist. Trägt man den Zuckerguss auf warmes Gebäck auf, kann es aber auch zu Problemen kommen. Allen voran die Optik, denn der Zuckerguss verliert viel von seinem Glanz und seiner weißen Farbe, wenn er mit dem warmen Kuchen in Berührung kommt.

Immerhin sickert er zum Teil in den Teig ein, sodass die Glasur weniger schön aussieht. Wünscht man sich also einen tadellosen sowie strahlend weißen Überzug, sollte man den Zuckerguss auf komplett ausgekühltes Gebäck auftragen. Jetzt sind auch dickere Schichten möglich, ohne, dass der Guss direkt einsinkt. Besonders wichtig ist das, wenn man mit dem Zuckerguss etwas schreiben möchte. Im warmen Zustand würde er direkt verlaufen, doch bei ausgekühltem Gebäck bleibt er an Ort und Stelle.

weihnachtskuchen
Anna_Pustynnikova/shutterstock.com

Das richtige Verhältnis

Neben der perfekten Temperatur des Gebäcks kommt es auch auf das Verhältnis von Puderzucker zu Wasser an. Stimmt jenes nicht, könnte der Zuckerguss selbst auf einem komplett kalten Kuchen zerfließen. Das klassische Verhältnis liegt bei 250 Gramm Puderzucker zu 4 Esslöffeln Wasser. Dadurch erhält der Guss die richtige Konsistenz für Plätzchen. Er ist also noch leicht flüssig und lässt sich gut verteilen, ohne direkt zu zerfließen. Benötigt man einen etwas dickeren Zuckerguss, dann sollte man das Wasser auf 3 Esslöffel reduzieren. Wichtig ist jetzt, dass man den Puderzucker teelöffelweise hinzugibt und ständig gut rührt, damit eine samtige Masse entsteht.

Diese Konsistenz eignet sich hervorragend für das präzise Dekorieren. Wünscht man sich nur einen Hauch von Zuckerguss, liegt das Verhältnis bei 3 Esslöffeln Wasser zu 125 Gramm Puderzucker. Zu empfehlen ist der Zuckerguss auf Gebäck, welches allgemein schon sehr süß ist. Um es aber saftiger und somit köstlicher zu machen, kann man jenes mit dem dünnen Zuckerguss einpinseln, darin tränken oder auch mit einem Holzspieß einstechen, damit der Guss tief in den Kuchen einzieht und seine kleinen Wunder entfaltet.

Achtung: Zuckerguss ist nicht gleich Zuckerguss!

Es gibt verschiedene Glasurtypen, welche optisch zwar stark an Zuckerguss erinnern, doch keiner sind. Dementsprechend können sich deren Einsatzmöglichkeiten verändern. Der klassische Zuckerguss wird aus Puderzucker sowie Wasser hergestellt. Es gibt aber auch Spritzglasur, welche deutlich dickflüssiger ist. Sie ist vor allem auf das Verzieren ausgelegt. Ebenfalls beliebt ist die Eiweißglasur, die aus Puderzucker sowie Eiweiß besteht. Sie ist häufig in der Weihnachtsbäckerei zu finden und klebt besonders fest. Von daher können damit auch Lebkuchenplatten zusammengeklebt werden.

Eine Unterart der Eiweißglasur ist die Condéglasur. Jene besteht aus Eiweiß, Puderzucker sowie gemahlenen Mandeln. Insofern ist sie recht dick und schmeckt besonders gut auf Nusskuchen. Zum Abschluss gibt es noch den Fondant. Die Zuckermasse hat nicht mehr viel mit dem klassischen Zuckerguss zu tun, denn es handelt sich um eine feste Teigmasse, welche sogar ausgerollt oder zu Figuren geformt werden kann. Bevorzugt man einer dieser anderen Glasurtypen, muss man auf deren individuelle Bedürfnisse achten.

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