Infrarotstrahlen nutzt die Medizin schon lange. Die angenehme Wärme bewirkt Gutes bei Erkältung und anderen Krankheiten. Der neue Trend besagt Infrarotstrahlen und Tiefenwärme helfen beim Abnehmen. Entspricht die Aussage der Wahrheit?

Infrarotwärme erhitzt nicht nur die oberen Schichten der Haut, so wie das Sonnenlicht, es dringt tiefer in das Gewebe ein. Diese Tiefenwärme besitzt eine heilende Wirkung, nimmt Reparaturen am Körper vor und fördert die Durchblutung.

Abnehmen mit Tiefenwärme – Kosmetische Einsatzgebiete

Immer größere Bedeutung bekommt die Tiefenwärme im Kampf gegen Speckpolster und Cellulite. Mithilfe der Wärme lassen gezielt Körperpartien straffen und verschlanken. Die Partien werden auf ca. 40 Grad Celsius erhitzt, sodass die Hauttemperatur um ungefähr 10 Grad Celsius ansteigt. Diese Hitze beschleunigt den Stoffwechsel des Körpers. Des Weiteren regt es die Durchblutung im erschlafften Bindegewebe an.

Dieser angeregte Zustand hält ungefähr 48 Stunden an, dadurch bauen sich Fettablagerungen schneller ab. Bei der erhöhten Temperatur ist ein Flüssigkeitsverlust im Spiel, das führt dazu den Problemzonen den Kampf anzusagen. Im Gegensatz zum Sport lassen sich bestimmte Partien ganz bewusst bearbeitet. Viele Therapeuten nutzen einen Infrarotanzug. Die Benutzung von zwei bis dreimal in der Woche ist ratsam. Dabei ist es wichtig, den Kampf über mehrere Wochen zu führen.

Experten sprechen über gute Ergebnisse bei 20 Sitzungen. Empfehlenswert ist eine Nachbehandlung alle vier bis sechs Wochen zur Stabilisierung. Nun sagen einige Kritiker, da gehe ich lieber in die Sauna. Ein Saunagang entspannt mich und schwitzen kann ich auch. Ist die Sauna vergleichbar mit Infrarotwärme? Nein, Infrarot dringt tiefer in die Zellen und Hautschichten ein.

Zumal die Fettpölsterchen sich nicht mit einem Flüssigkeitsverlust bekämpfen lassen. Die angeregte Durchblutung im Gewebe ist der Schlüssel. Positive Nebeneffekte der Wärme sind schnell festzustellen. Die Verdauung wird gefördert. Menschen die unter Verstopfung leiden, registrieren schnell, dass das Problem der Vergangenheit angehört.

Funktionsweise

Diese zusätzliche Wärme erhöht die Enzymtätigkeit. Stoffwechsel und Durchblutung geraten auf Hochtouren. Der Abbau des Fettgewebes beschleunigt sich. Durch die hohen Temperaturen versucht der Körper zu kühlen und gerät ins Schwitzen. Der eng anliegende Anzug verhindert die Verdunstungskälte. Die Flüssigkeit tritt durch die Hautporen aus. In kleinster Hinsicht ist ein Entschlackungsprozess angekurbelt.

Eine durchschnittliche Hauttemperatur beträgt in etwa 33 Grad Celsius. Die erhöhte Temperatur verdoppelt die Hautdurchblutung. Das Unterhautgewebe besteht hauptsächlich aus schlecht durchblutetem Fettgewebe. Erfolgt in diesem Bereich eine Stoffwechselsteigerung erhöht das den Fettabbau. Die ganze Therapie benötigt eine vernünftige Ernährung als Grundlagen. Sie können nicht unzählige Kalorien zu sich nehmen und denken ich nehme ab.

Einschränkungen

Wie bei allen kosmetischen und medizinischen Behandlungen muss eine grundlegende Gesundheit vorherrschen. Welche Menschen besser auf eine Tiefenwärme-Therapie verzichten?:

  • starke Krampfadern
  • Thromboseneigung
  • Venenentzündung
  • Fieber
  • Grippe
  • Bluthochdruck

Erfolgschancen beim Abnehmen mit Tiefenwärme

Bei guten Grundvoraussetzungen und einer regelmäßigen Therapie ist eine Umfangsreduktion von bis zu acht Zentimetern zu erwarten. Achten Sie zusätzlich auf Ihre Ernährungsweise. Die Tiefenwärme besitzt einen appetithemmenden Effekt. Trinken Sie viel Wasser und ungesüßte Tees, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Meiden Sie: Alkohol, Süßigkeiten und eine hohe Menge an Kohlenhydraten, die guten Ergebnisse werden Sie überzeugen.

Anwendungsmöglichkeiten im Überblick

  • gezieltes Abnehmen an Problemzonen
  • Hautstraffung, Kampf gegen Cellulite
  • fördert das Wohlbefinden
  • Muskelverspannungen lösen sich
  • Entschlackung
  • Erhöhung der Stoffwechselfunktion
  • Abbau von Nervosität
  • Abbau von Schlafstörungen