5. Dezember 2023

Animation beim Camping in der Camargue: Tipps für Familien

Wer einen Campingurlaub im Süden Frankreichs avisiert, sollte seine Aktivitäten unbedingt auf die Camargue konzentrieren. Das Areal besticht durch einen Mix aus bemerkenswerten Stadt- und Naturerlebnissen. Alle Ziele können mit dem Rad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

Camargue: Camping mit Animation für den Nachwuchs

Einer der beiden Campingplätze in Saintes-Maries-de-la-Mer trägt den Namen „Le Clos“. Er liegt am Ufer der Rhone und besitzt eine Einordnung in die 4-Sterne-Kategorie. Wer mit dem Camper anreist, erhält eine 80 Quadratmeter umspannende Parzelle. Auf der weitläufigen Anlage befinden sich mehrere Lebensmittelgeschäfte, sanitäre Anlagen, Pools, eine Wasserrutsche, ein Kinderspielplatz und ein Tenniscourt.

Das Angebot wird durch ein Animationsprogramm abgerundet. Es umschließt Wassergymnastik und Muskelaufbautraining. Hinzu kommen Offerten in den Bereichen Step-Aerobic, Aqua-Dancing und Cardio-Dance. An die Anhänger der Yoga-Lehre wurde ebenfalls gedacht.

Wo sich die Camargue befindet

Die Camargue liegt in Südfrankreich, wo das Territorium die Provence um weitere Sehenswürdigkeiten bereichert. Das im südwestlichen Teil der Provence angesiedelte Gebiet wird im Norden und Osten vom Bezirk Bouches-du-Rhone, im Westen vom Bezirk Languedoc begrenzt. Die südliche Barriere markieren diverse Mündungsarme der Rhone. Sie generieren das umfassendste Flussdelta in Westeuropa.

Camargue
kavram/shutterstock.com

Es umschließt circa 750 Quadratkilometer und besitzt mediterrane Schwemmlandprägung. Kennzeichnend für die Camargue sind zahlreiche Seen samt fruchtbarer Ungebungslandschaft. Als urbaner Zentralort fungiert die 50.000 Einwohner zählende Stadt Arles. Alle umgebenden Orte sind deutlich kleiner.

Diese Sehenswürdigkeiten sollte man nicht verpassen

Die vielen Seen des Areals sind durch zahlreiche Kanäle miteinander verbunden. Auch Lagunen und Teiche prägen das Landschaftsbild. Die Gewässer besitzen zumeist einen hohen Süßwasser- und einen geringen Salzwasseranteil. Dies sorgt für eine reichhaltige Flora, die ganzjährig zu bewundern ist. Gänseblumen im Frühjahr, Lavendel im Sommer und Narzissen im Winter tauchen die Camargue in ein Farbspektrum, das seinesgleichen sucht. Die Flora bedingt eine nicht minder reizvolle Fauna. Erwähnenswert scheinen in diesem Zusammenhang unzählige Vogelarten sowie die berühmten weißen Pferde.

Es handelt sich um Wildpferde, die in großer Anzahl das Marschland bevölkern und über die Jahre zu einer Touristenattraktion herangereift sind. Ebenfalls in großen Populationen ziehen die Camargue-Rinder über das Land. Sie werden teilweise bei Stierkämpfen eingesetzt oder als kulinarische Besonderheit der südfranzösischen Küche zugeführt. Wer sich lieber an der Anwesenheit von Bibern, Reihern und Eulen erfreut, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Hauptbetrachtungspunkt bleiben allerdings die Flamingos, deren rosafarbene Kleider die Blicke zahlreicher Bewunderer auf sich ziehen.

Infrastruktur und Klima in der Camargue

Campingfreunde finden in der Camargue eine reichhaltige Infrastruktur vor. Obwohl das Territorium relativ klein ist, ist das Angebot an Campingplätzen verhältnismäßig groß. Die meisten von ihnen, rund ein Dutzend, sind in einem Radius von 20 Kilometer um den Naturpark Camargue angelegt. Die Campingplätze sind unterschiedlich groß und verfügen über unterschiedliche Qualitätsstandards. Einige sind ganzjährig für Camper geöffnet, andere beschränken sich auf saisonale Angebote im Frühling und im Herbst.

Grau du roi in Camargue
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Beide Jahreszeiten gelten als bevorzugte Reisezeit für die Camargue. Das Klima ist angenehm mild und ermuntert zu Betätigungen an frischer Luft. Im Sommer hingegen wird es extrem heiß, was nicht jedem Organismus entgegenkommt. Zudem erhöht sich die Zahl der Mücken, die sich in Wassernähe besonders wohl fühlen. Entsprechender Insektenschutz wird dringend angeraten.

Abseits von Animation und Campingplatz: Freizeittätigkeiten für die ganze Familie

Der regionale Naturpark Camargue sollte erste Anlaufstelle für alle Campingurlauber sein. Da sich die meisten Stellplätze ohnehin in unmittelbarer Nähe des Parks befinden, bietet sich eine Erkundung der Lokalität an. Sie ist weitläufig und kann auf unterschiedlichen Wegen bereist werden. Empfehlenswert sind die Rundtouren, von denen es aktuell 14 gibt. Sie fußen auf verschiedenen Fortbewegungsarten. Dabei stehen Vier- und Zweiräder im Mittelpunkt. Wer nicht mit dem Rad oder dem Wohnmobil fahren möchte, kann das Areal zu Fuß erkunden.

Je nach Mobilität sollte man zwischen zwei und sieben Stunden für eine Rundtour einplanen. Der Verlauf der Touren ist in den meisten Fällen spektakulär, führt vorbei an Weinbergen, Reisfeldern und Sandstränden. Für Reiter und Reiterinnen empfiehlt sich eine Tour auf dem Rücken eines Camargue-Pferdes. Wer lieber Tiere aus der Ferne betrachtet, sollte eine lokale Beobachtungsstation heimsuchen. Wildtiere und Vögel sind reichlich vorhanden. Die Mitnahme eines Fernglases erhöht den Grad des Vergnügens.

Camargue-Pferde
Wendy Hodgkins Corniquet/shutterstock.com

Ein Fernglas sei auch für den Besuch der Salzgärten im Süden der Camargue empfohlen. Die Salinen grenzen an den Ozean, der die unwirklich anmutende Salzlandschaft speist. Die hohe Konzentration an Natriumchlorid spielt der chemischen Industrie in die Karten. Die Tourismusbranche profitiert ebenfalls, denn der Anblick der rötlich schimmernden Wasserfelder steht hoch im Kurs. Den besten Überblick hat man von einer eigens errichteten Plattform. Für die Rotfärbung ist eine spezielle Alge verantwortlich, die extrem gut in salzhaltigen Gewässern gedeiht. Die Salinenlandschaft lässt sich während der Sommermonate per Bahn, Fahrrad oder zu Fuß durchqueren.

Neben der Beobachtung von Flamingos und weißen Pferden kann sich der Camingurlauber der Rinderzucht widmen. Nicht aktiv, aber immerhin passiv. Interessenten sollten den Besuch einer Rinderfarm ins Auge fassen. Hier kann man den örtlichen Cowboys, den sogenannten „Gardians“, bei der Arbeit zusehen. Wahlweise vom Anhänger eines Traktors aus. Gleichfalls ist es möglich, die Weideplätze der Rinder heimzusuchen. Voraussetzung ist der Ritt auf einem Pferderücken. Wer die Rinder lieber in freier Wildbahn erlebt, hat an zahlreichen Stellen des Graslandes Gelegenheit dazu.

Erlebenswerte Städte

Das größte und wichtigste Handelszentrum der Camargue befindet sich in Arles. Die Stadt zählt allein aufgrund ihrer kunsthistorischen Stellung zum Pflichtprogramm. Denkmäler aus der Römerzeit, ein Amphitheater und ein dem flämischen Maler Vincent Van Gogh gewidmetes Museum harren der Besucherschaft. Ein pralles Stück Geschichte erwartet den Ausflügler auch in Saintes-Maries-de-la-Mer.

Der Küstenort verfügt über eine romanische Kirche, weiße Hausfassaden und malerisch anmutende Gassen. Gegen die Stadtmauern des Wallfahrtsortes schlagen die sanften Wellen des Mittelmeeres. In der örtlichen Arena kommen regelmäßig Stierkämpfe zum Tragen. Im Gegensatz zu ihrem spanischen Pendant verläuft die französische Version unblutig. Am Stadtrand von Saintes-Maries-de-la-Mer findet der Urlauber zwei Campingplätze vor.

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