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Eine sinnstiftende Tätigkeit im sozialen Bereich ist für viele junge Menschen nach dem Schulabschluss oder für ältere Berufsumsteigerinnen danke einer Änderung bisheriger Ausbildungen im Pflegebereich seit Jahresbeginn mit noch mehr Karrierechancen und breiterem Tätigkeitsfeld möglich. Wir stellen den Ausbildungsberuf der Pflegefachfrau genauer vor.

Eine Ausbildung, drei Arbeitsbereiche

In der neuen Ausbildung zur Pflegefachfrau wurden die früher eigenständigen Ausbildungen zur Krankenpflegerin, Kinderkrankenpflegerin und Altenpflegerin zusammengefasst. Innerhalb der Berufsausbildung lernen Azubis das komplette Fachwissen für alle drei genannten Berufe und haben nach erfolgreichem Abschluss daher deutlich mehr Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Trotz der Zusammenlegung der drei Ausbildungsberufe ändert sich die Dauer nicht. Sie umfasst drei Jahre und teilt sich in theoretischen und praktischen Unterricht auf. Dabei durchlaufen die Auszubildenden alle Bereiche vom Krankenhaus über das Kinderkrankenhaus bis hin zum Alten- und Pflegeheim.

Sie erwerben alle praxisrelevanten Fähigkeiten und sind anschließend voll ausgebildete Fachkräfte mit anerkanntem Abschluss. Dieser ist übrigens nicht nur in Deutschland anerkannt, sondern ermöglicht auch das Arbeiten im Ausland.

Zielgruppe der neuen Ausbildung zur Pflegefachfrau

Voraussetzung für den Beginn der Ausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss. Wer jedoch bereits in einem medizinischen Beruf arbeitet, der benötigt unter bestimmten Voraussetzungen nur einen Hauptschulabschluss und einen Nachweis über die vorhandene Berufserfahrung. Selbstverständlich steht die Ausbildung zur Pflegefachfrau auch allen Abiturientinnen offen, die gerne einen praktischen Beruf im sozialen Bereich erlernen möchten. Außerdem richtet sich dieses Berufsbild auch an Personen, die im fortgeschrittenen Alter eine berufliche Neuorientierung planen und nach einer sinnstiftenden Tätigkeit mit sicherem Arbeitsplatz suchen. Idealerweise bringen Azubis Spaß an der Arbeit mit Menschen, ein offenes Wesen, Kommunikationsstärke und Interesse an pflegerischen und betreuenden Tätigkeiten mit.

Ausbildungsgehalt und spätere Verdienstchancen

Bereits während der Ausbildung erhalten Azubis ein monatliches Gehalt von ihrem Arbeitgeber. Das variiert je nach Einrichtung, Tätigkeitsfeld und Region. Im Durchschnitt verdienen angehende Pflegefachfrauen zwischen 1.000 und 1.300 Euro Brutto. Bei einer geringeren Ausbildungsvergütung besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Ausbildungsbeihilfe zu beantragen. Im späteren Berufsleben können Fachkräfte durchaus 3.000 Euro pro Monat oder mehr verdienen. Hierbei spielt es vor allem eine Rolle, ob der Arbeitgeber seine Mitarbeiter nach gültigem Tarif im öffentlichen Dienst bezahlt und ob beispielsweise viele Nachtschichten oder Wochenenddienste mit Schichtzulagen übernommen werden.

Nach geschaffter Ausbildung: Karrierechancen für Pflegefachfrauen

Mit erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung haben Absolventinnen die Wahl, ob sie im Bereich der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege arbeiten möchten. Sie sind folglich Allround-Fachkräfte und finden zum Beispiel in Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Pflegeeinrichtungen, dem Hospiz und sozialen Einrichtungen mögliche Arbeitgeber. Auch später im Berufsleben ist dank der breit aufgestellten Berufsausbildung jederzeit ein Wechsel zwischen den genannten Tätigkeiten möglich.