17. Juli 2024

Bakterielle Vaginose: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Die bakterielle Vaginose ist eine weit verbreitete, jedoch oft missverstandene Erkrankung. Viele Frauen erleben sie irgendwann in ihrem Leben, ohne die genauen Ursachen zu kennen. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige und Relevante zu diesem Thema.

Die bakterielle Vaginose ist eine vaginale Infektion, die durch ein Ungleichgewicht der natürlichen Vaginalflora verursacht wird. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Erkrankung nicht sexuell übertragbar ist. Dennoch kann sie unangenehme Symptome hervorrufen und sollte behandelt werden, um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Was ist bakterielle Vaginose?

Bakterielle Vaginose tritt auf, wenn das natürliche Gleichgewicht der Bakterien in der Vagina gestört wird. Normalerweise dominieren Laktobazillen die Vaginalflora und sorgen für ein saures Milieu, das schädliche Bakterien in Schach hält. Wenn jedoch andere Bakterien überhandnehmen, kann dies zu einer Infektion führen. Symptome einer bakteriellen Vaginose sind häufig ein unangenehmer Geruch, vermehrter Ausfluss und Juckreiz.

Die Vagina beherbergt normalerweise eine komplexe Gemeinschaft von Mikroorganismen, die als vaginales Mikrobiom bezeichnet wird. Dieses empfindliche Ökosystem spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der vaginalen Gesundheit. Wenn das Gleichgewicht dieser Mikroorganismen gestört wird, kann dies zu Beschwerden wie der bakteriellen Vaginose führen. Obwohl die genauen Mechanismen noch nicht vollständig verstanden sind, weiß man, dass ein Überwachsen bestimmter anaerober Bakterien auf Kosten der schützenden Laktobazillen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Erkrankung spielt.

Ursachen für eine bakterielle Vaginose

Es gibt verschiedene Ursachen für eine bakterielle Vaginose, die du kennen solltest. Zu den häufigsten zählen übermäßige Intimhygiene wie das Spülen der Vagina oder die Verwendung von parfümierten Produkten. Auch hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus oder nach den Wechseljahren können das Risiko erhöhen. Des Weiteren können Antibiotika oder ein neues Sexualpartnerverhältnis das Gleichgewicht der Vaginalflora stören.

Neben den bereits genannten Faktoren können auch Rauchen, Stress und eine unausgewogene Ernährung das Risiko für eine bakterielle Vaginose erhöhen. Rauchen kann die Immunabwehr schwächen und das Wachstum schädlicher Bakterien begünstigen. Stress wiederum kann hormonelle Veränderungen hervorrufen, die sich negativ auf die Vaginalflora auswirken. Eine Ernährung mit viel Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln kann ebenfalls ein Ungleichgewicht der Bakterien fördern. Um das Risiko zu minimieren, ist es daher wichtig, auf einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und Stressbewältigung zu achten.

Wie wird bakterielle Vaginose diagnostiziert?

Wenn du den Verdacht hast, an bakterieller Vaginose zu leiden, solltest du einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird in der Regel eine körperliche Untersuchung durchführen und einen Abstrich nehmen, um die Diagnose zu bestätigen. Es ist wichtig, dass die Erkrankung korrekt diagnostiziert wird, da ähnliche Symptome auch bei anderen vaginalen Infektionen auftreten können. Nur so kann eine gezielte Behandlung eingeleitet werden.

Behandlung und Prävention

Die Behandlung einer bakteriellen Vaginose erfolgt meist mit Antibiotika, entweder als Tabletten oder als Creme. Es ist wichtig, die gesamte Behandlung abzuschließen, auch wenn die Symptome schnell abklingen. Zur Prävention kannst du auf übermäßige Intimhygiene verzichten und parfümfreie Produkte verwenden. Zudem kann eine ausgewogene Ernährung mit Probiotika helfen, das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora aufrechtzuerhalten.

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