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Viele Frauen gehen ins Fitnessstudio, Joggen, Schwimmen oder machen eine andere Sportart, um fit und gesund zu bleiben. Leider wird der Beckenboden oft sträflich vernachlässigt – sei es aus Unwissenheit oder Sorglosigkeit. Dabei sind die Muskeln dieses sensiblen Bereichs so wichtig: Sie entscheiden nicht nur über die Freude an sexuellen Aktivitäten, sondern sind zudem zuständig für eine gesunde Haltung. Auch die Funktionen von Darm und Blase werden von den Beckenbodenmuskeln maßgeblich beeinflusst.

Beckenbodentraing in der Schwangerschaft

Frauen können mit einem effektiven Beckenbodentraining Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett maßgeblich positiv beeinflussen. Der Beckenboden muss während der Schwangerschaft Höchstleistungen vollbringen – immerhin lastet zusätzlich zu den Organen nun auch noch das Gewicht von Baby, Fruchtwasser und Plazenta auf ihm. Daher ist Frau gut beraten, ihn schon vor der Empfängnis zu trainieren und zu stärken.
Ein gut trainierter Beckenboden ist nicht nur auf das zusätzliche Gewicht während der Schwangerschaft optimal vorbereitet.

Zugleich sind die Muskeln so elastisch, dass sie sich leichter dehnen und öffnen, wenn die Entbindung ansteht. Das erleichtert die Geburt und reduziert die Schmerzen. Zudem geht die Entbindung oft rascher, wenn die Gebärende ihren Körper kennt und die Muskeln im Unterleib gezielt entspannen kann.

Viele Übungen dazu lassen sich im Internet finden. Meist sind sie recht einfach auszuführen. Wichtig ist vor allem Regelmäßigkeit: Daher muss die Stärkung des Beckenbodens unbedingt in die tägliche Routine eingebracht werden. Besonders einfach gelingt das auf spielerische Weise: Viele Frauen berichten, dass ihnen das tägliche Training leichter fällt, wenn sie Geräte dafür verwenden, die mit einer App verbunden sind. Ein weiterer Vorteil: Hier werden die Fortschritte angezeigt, die die Nutzerin bisher gemacht hat – ein großer Ansporn für viele!

Probleme durch einen untrainierten Beckenboden

Aber nicht nur in der Schwangerschaft ist ein gesunder Beckenboden mit gestärkten Muskeln wichtig. Auch bei der Rückbildung darf er auf keinen Fall vernachlässigt werden. Sei es durch Schwangerschaft, wenig Bewegung oder einem anderen Grund: Ein schwacher Beckenboden wird früher oder später Probleme bereiten. Folgen können Blasenschwäche und Inkontinenz, ein Gebärmuttervorfall, Rückenschmerzen durch eine falsche Haltung und vieles mehr sein. Oft wird der Alltag der Betroffenen dadurch stark beeinträchtigt: Das ständige Tragen von Slipeinlagen ist vielen unangenehm. Das Verlieren von Urin durch Lachen, Husten oder Niesen schränkt viele Frauen ebenfalls stark ein.

Auch das sexuelle Empfinden wird häufig stark beeinflusst: So spürt die Frau häufig nicht viel während der Penetration, das Lustempfinden sinkt rapide. Oft ist aufgrund der enttäuschenden Erlebnisse nahezu keine Libido mehr vorhanden, was wiederum zu Stress und Streit in der Partnerschaft führt. Doch auch wenn man bereits unter den Folgen leidet, ist es nicht zu spät: Mit einem regelmäßigen Training des Beckenbodens lösen sich viele Probleme nahezu in Luft auf – es ist also nie zu spät, um anzufangen!