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Manche Menschen sind ihr Leben lang auf der Suche nach dem Glück, andere finden es scheinbar mühelos. Was sind eigentlich die Stellschrauben zum persönlichen Lebensglück und wie kann man an ihnen richtig drehen?

Das soziale Umfeld

Wir Menschen sind soziale Wesen und als solche benötigen wir Kontakt und Austausch mit anderen Menschen. Eine beste Freundin beispielsweise mag ein Problem im eigenen Leben nicht lösen können, sie kann uns jedoch wertvollen Trost spenden und Beistand leisten, wodurch das Problem nur noch halb so schwer erscheint. Außerdem öffnen außenstehende Personen häufig unsere Perspektive und können zu neuen Blickwinkeln oder Denkrichtungen führen. Das bringt uns im Leben voran und unterstützt uns darin, uns weiterzuentwickeln. Doch wie kann man an dieser Stellschraube drehen? Eine gute Freundin kann man sich schließlich nicht backen.

Freundschaft bildet sich durch regelmäßigen Kontakt zu einem Menschen, wächst an gemeinsam gemeisterten Herausforderungen und zehrt von identischen Interessen. Daher ist es sinnvoll, sich im Umfeld eigener Hobbys, Interessen oder Bereiche des Engagements nach Freunden umzusehen. Wie wäre es zum Beispiel, einem Verein beizutreten oder sich einer Interessengemeinschaft anzuschließen? Darüber lernen wir Menschen mit ähnlichen Interessen kennen und vielleicht ist unter ihnen ja jemand, zu dem sich im Laufe der Zeit eine innige Freundschaft entwickelt.

Ebenso kann das Wiederbeleben von eingeschlafenen Kontakten sinnvoll sein. Haben wir eine gute Freundin irgendwie aus den Augen verloren und der Kontakt ist nur noch sporadisch, kann sich die Bemühung um die Intensivierung dieses Kontakts ebenfalls auszahlen. Das gilt allerdings nur dann, wenn beide Personen daran ein ehrliches Interesse haben.

Beruf und Berufung miteinander verbinden

Der Arbeitsalltag nimmt einen großen Teil des Tages in Anspruch und ist der Ort, an dem wir pro Woche durchschnittlich 40 Stunden Zeit verbringen. Sind wir mit unserem Job unzufrieden, wirkt sich das schnell auf unser gesamtes Lebensglück aus. Stress und Frustration im Job können zu Krankheiten und psychischen Problemen führen, wenn sie langfristig anhalten. Daher ist auch unser Beruf eine wichtige Stellschraube des Glücks und diese können wir mit einer sinnvollen Karriereplanung selbst in die Hand nehmen. Im Idealfall hat man die Möglichkeit, seine Berufung zum Beruf zu machen und dabei die eigenen Fähigkeiten und Wünsche umzusetzen.

Dazu ist es manchmal notwendig, auch im fortgeschrittenen Alter noch neue Wege einzuschlagen und beispielsweise durch eine berufliche Weiterbildung oder Umschulung das Tätigkeitsfeld zu wechseln. Auch ein berufsbegleitendes Studium kann sich als Investition in das berufliche Glück mittelfristig auszahlen. Hierbei ist zugegebener Maßen manchmal etwas Mut gefragt, denn wenn wir erst einmal in der Berufswelt angekommen sind, fallen uns Umstellungen oft schwer und sind mit Ängsten verbunden. Dabei sollte man sich jedoch vor Augen führen, wie viele Jahre man voraussichtlich noch Teil der Arbeitswelt sein wird und sich fragen, ob man diese wirklich in einem Job verbringen möchte, der einen nicht glücklich macht.

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Berufliches Glück sieht übrigens für jeden Menschen anders aus. Während sich einige Arbeitnehmer eine sinnstiftende Tätigkeit wünschen, möchten andere ihre eigene Chefin sein und wieder andere haben Spaß an einem kreativen Beruf, in den sie ihr Potential einfließen lassen können. Vor der beruflichen Neuorientierung sollte daher immer die Frage stehen: Wohin möchte ich und welche Schritte führen mich zu diesem Ziel? Manchmal muss das gar keinen großen Aufwand bedeuten, denn vielleicht reicht schon ein Wechsel des Arbeitgebers oder sogar der Abteilung innerhalb eines Unternehmens, um mehr Spaß im Job zu erfahren und dadurch glücklicher zu werden.

Gesundheit ist das größte Glück auf Erden

Wie wichtig Gesundheit für das eigene Glück ist, merken wir leider häufig erst dann, wenn diese in Mitleidenschaft gezogen wurde und es uns nicht gut geht. Auf der Suche nach den Stellschrauben des Glücks sollten wir daher unseren eigenen Körper und unsere Psyche nicht aus dem Blick verlieren. Ein gesunder Lebenswandel und damit verbunden ein guter Gesundheitszustand machen uns glücklich und lassen so manche Sorge aus dem Alltag verschwinden.

Mit regelmäßiger moderater Bewegung im Alltag, einem ausgewogenen Speiseplan, genug Schlaf und ausreichend Selbstfürsorge schaffen wir wichtige Voraussetzungen für unsere Gesundheit. Sie sind zwar kein Garant für Gesundheit, tragen jedoch sicherlich zum bestmöglichen Gesundheitszustand bei. Unser Körper ist der Tempel, in dem unsere Seele zuhause ist. Schenken wir ihm Zeit und Zuwendung, damit unser Geist ein gutes Zuhause hat!

Glück heißt, man selbst sein zu dürfen

Wer sich im Alltag ständig verstellen muss um nirgendwo anzuecken und niemandem vor den Kopf zu stoßen, der verliert irgendwann den Kontakt zu seinem wahren Ich und das schmälert unser Glück erheblich. Es kann uns sogar in starke Selbstzweifel stürzen und führt nicht selten irgendwann zu psychischen Erkrankungen. Natürlich sollte niemand ganz egoistisch sein eigens Ding durchziehen, denn so funktioniert eine Gesellschaft nicht. Stattdessen immer zurückzustecken, eigene Bedürfnisse zu ignorieren und sich selbst aufzugeben ist jedoch ebenso wenig der richtige Weg.

Auf der Suche nach dem persönlichen Glück und seinen Stellschrauben sollte man daher sich selbst treu bleiben, auch mal Grenzen setzen und den inneren Bedürfnissen genug Raum geben. Diese sehen bei jedem Menschen anders aus. Während extrovertierte Personen Kraft aus geselliger Zeit mit anderen Menschen ziehen, finden introvertierte Personen ihre Kraftorte eher dann, wenn sie alleine sind. Auch das Verhältnis zwischen Arbeit, sozialen Verpflichtungen und privaten Interessen sollte sich im Gleichgewicht befinden. Gerade im Familienalltag ist das nicht immer leicht. Hier kann es helfen, sich bewusst Auszeiten vom Familienstress zu nehmen und Me-time zu genießen, während die Kinder für ein Wochenende bei den Großeltern untergebracht sind.

Tipp: Das eigene Lebensglück schützen und bewahren

Jeder kennt diese Menschen aus dem eigenen Umfeld, welche in jeder Suppe ein Haar finden, immer vom schlimmsten ausgehen und zu denen sich ein intensiver Kontakt irgendwie nicht gut anfühlt. Energievampire ist eine gängige Bezeichnung für diese Art Menschen und zu ihnen sollten wir möglichst Abstand suchen. Sie nehmen uns unser eigenes Lebensglück und kosten oft viel Kraft und Einsatz. Stattdessen sollte man sich wann immer möglich mit positiven Menschen umgeben, welche das eigene Leben bereichern und mit denen sich gemeinsam verbrachte Zeit wie ein Geschenk anfühlt. Sie können unser Glück vervielfachen, denn Glück ist eines der wenigen Dinge, die sich vermehren, wenn wir es zu teilen bereit sind.