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Gelnägel erfreuen sich heutzutage einer steigenden Beliebtheit. Neben des gepflegten Aussehens, haben sie auch noch weitere Vorteile, wie unter anderem einer langen Haltbarkeit und einer hohen Stabilität. Sie schützen die natürlichen Nägel, vor allem dann, wenn diese eher brüchig und weich sind. Vor allem auch der ästhetische Aspekt führt viele Frauen dazu, sich Gelnägel machen zu lassen.

Gelnägel lackieren: So wird es gemacht

Ob French Nails, eine der beliebtesten Maniküren, oder aufwendige und verschnörkelte Nail Designs oder explosive Nagellackfarben, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen Arten und Formen von Maniküren, so das einem garantiert nicht langweilig wird. Doch nicht für jede Person ist ein wöchentlicher Termin bei der Maniküre zeitlich oder finanziell machbar. Daher greift man gerne auf die große Auswahl in der eigenen Nagellacksammlung zu Hause zurück, um die Gelnägel aufzufrischen.

Beim Lackieren der Gelnägel zu Hause sollte man jedoch einige wichtige Punkte beachten, um noch lange Freude an den Kunstnägeln zu haben und diese nicht unnötig zu strapazieren. Vorab schon mal ein toller Vorteil: Auf den Gelnägeln hält der Nagellack in der Regel viel länger und so muss man nicht alle zwei oder drei Tage den Lack auffrischen.

Schritt 1 – Auftragen des Unterlacks

Das A und O von schönen Nägeln ist eine gute Pflege der Gelnägel, um eine maximale Haltbarkeit zu gewährleisten. Daher ist es wichtig, dass man vor dem Auftragen des eigentlichen Nagellacks auf jeden Fall einen klaren Unterlack aufträgt. Der klare Unterlack, auch Base Coat genannt, vermeidet unschöne Verfärbungen der Nägel. Vor allem bei intensiven Farben, wie Rot oder dunklen Beerentönen, kann es oft zu gelblichen Verfärbungen kommen.

Weiterhin hilft der Unterlack auch dabei, dass die farbenfrohen Lacke später einfacher entfernt werden können. Man sollte den Unterlack am besten in mindestens zwei Schichten auftragen und nach jeder Schicht gut trocknen lassen.

Schritt 2 – Auftragen des Nagellacks

Jetzt geht es an den spannenderen Teil der Maniküre, der auch ein wenig Präzision verlangt: dem Auftrag der Farbe. Dabei kann zwar handelsüblicher Nagellack benutzt werden, dabei sollte aber einiges beachtet werden. Allem voran ist es wichtig, dass man auf eine gute Qualität des Nagellacks achtet. Weiterhin sind einige bestimmte Nagellacke nicht für Gelnägel geeignet. Dazu gehören zum Beispiel Lacke mit vielen Glitzerpartikeln, Schellac oder auch die trendige Sandoptik. Man sollte diese Art von Lacken vermeiden, da sie sich nur schwer entfernen lassen.

Falls es unbedingt einer dieser Lacke sein soll, dann sollte man es zeitlich so takten, dass man ihn nahe des nächsten Maniküretermins aufträgt. So kann die Nail Artist mit Hilfe von Fachmaterialien diese Lacke entfernen. Auch sind bestimmte Techniken weniger geeignet, wie zum Beispiel die Marmortechnik. Hier besteht die Gefahr, dass der Nagellack unter den Gelnagel gerät. Am Besten nimmt man also einen handelsüblichen Nagellack, ohne Glitzerpartikel oder ähnliches und beginnt mit dem Auftrag des gewünschten farbigen Lacks, sobald der Unterlack gut getrocknet ist.

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Wie auch bereits beim Unterlack sollten hier mindestens zwei gegebenenfalls sogar drei Schichten aufgetragen werden, um eine maximale Deckkraft zu erreichen. Hier ist es wichtig, den Lack nicht zu nah am Nagelrand aufzutragen, da er ansonsten in einigen Fällen zwischen Gel- und Naturnagel fließen kann. Dies kann dazu führen, dass der Lack unter Umständen dem Naturnagel schaden kann. Um dies zu vermeiden beginnt man am besten in der Mitte des Nagels und arbeitet sich vorsichtig an die Seiten vor ohne zu nah an den Rand zu kommen.

Zwischen jeder aufgetragenen Schicht sollte man die Nagellackfarbe stets gut trocknen lassen, bevor die nächste Schicht aufgetragen wird. Nachdem die farbige Schicht nun aufgetragen wurde und gut getrocknet ist, sollte man für eine längere Haltbarkeit noch einen Überlack auftragen. Der klare Überlack schützt nochmal zusätzlich und gibt den Nägeln mehr Glanz. Diesen Schritt kann man machen, aber er ist kein Muss.

Wichtig noch bei der Farbauswahl:

Hier gilt es zu beachten, dass man bei ursprünglich dunkleren Nagelfarben auch eine eher dunklere Farbe nehmen sollte, da eine neue helle Farbe eventuell nicht 100% decken wird. Wenn klassiche French Nails oder helle Farben bestehen, dann kann die neue Nagellackfarbe nach Belieben gewählt werden, egal ob hell oder dunkel.

Schritt 3 – Ausbessern oder Entfernen des Nagellacks

Beim Entfernen des kompletten Nagellacks oder bei der Korrektur von kleinen Patzern, ist es sehr wichtig, dass nur ein acetonfreies Produkt oder noch besser ein spezieller Nagellackentferner für Gelnägel genutzt wird. Daher sollte man beim Kauf immer darauf achten, ob der Entferner Aceton hat oder nicht, da er die Nägel angreifen kann. Für Naturnägel ist Aceton kein Problem, aber bei Gelnägeln kann dieser die Nägel aufweichen.

Zum Entfernen des Nagellacks muss nur etwas Nagellackentferner auf ein Wattepad gegeben werden. Das getränkte Wattepad legt man dann vorsichtig auf den Nagel. Es ist hier kein starkes Rubbeln nötig, sondern vielmehr sollte man die Flüssigkeit auf dem Nagel kurz einwirken lassen. Damit lässt sich der Lack problemlos entfernen. Danach sollte man die Hände und auch die Nagelhaut mit einer reichhaltigen Creme oder Öl pflegen, um zu Vermeiden, dass diese austrocknen.