geschwollener gaumen
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Ein geschwollener Gaumen bereitet nicht nur Schmerzen, sondern führt auch oftmals dazu, dass nicht mehr richtig gegessen werden kann. Es gilt daher, den geschwollenen Gaumen möglichst schnell zu behandeln und dadurch zu einer schnellen Genesung zu führen. Um zu verstehen, wie ein geschwollener Gaumen überhaupt entsteht, muss zunächst auf die Ursachen. Um diese soll es in den folgenden Absätzen detailliert gehen.

Geschwollener Gaumen: Ursachen & Behandlung im Überblick

Es gibt die verschiedensten Ursachen für einen geschwollenen Gaumen. Außerdem gibt es verschiedene Arten eines geschwollenen Gaumens. Zunächst muss überhaupt geklärt werden, wie der Gaumen aufgebaut ist, um die Ursachen zu verstehen beziehungsweise diese einordnen zu können: Zum einen gibt es den harten Gaumen, welcher sich im vorderen Bereich der Mundhöhle direkt hinter den Schneidezähnen befindet. Zum anderen gibt es den weichen Gaumen, welcher sich im Rachenbereich befindet. Diese wird aus zwei Gaumensegeln gebildet.

In der Mitte des weichen Gaumens befindet sich außerdem ein Gaumenzäpfchen. Schwellungen können in beiden Bereichen des Gaumens entstehen. Dabei können verschiedene Ursachen in Frage kommen, wobei teilweise sogar mehrere Ursachen zusammen für einen geschwollenen Gaumen sorgen.

Verbrennungen im Gaumenbereich

Tritt ein geschwollener Gaumen durch Verbrennungen auf, so handelt es sich hierbei meist um den harten Gaumen. Durch zu heißes Essen oder heiße Flüssigkeiten kann dieser schnell anschwellen. Oftmals kann die Schwellung schon unmittelbar nach der Aufnahme von heißem Essen oder heißen Flüssigkeiten verspürt werden. Generell handelt es sich hierbei um eine Art von Schwellung, welche nicht sehr schwerwiegend ist. Mit einigen Hausmitteln lässt sich diese oftmals schon innerhalb weniger Stunden behandeln.

Scharfkantiges oder sehr hartes Essen

Beispielsweise kann eine Schwellung des Gaumens auch durch sehr scharfkantiges Essen wie eine scharfe Brotkruste hervorgerufen werden. Auch hier tritt die Schwellung in der Regel am harten Gaumen auf und lässt schon innerhalb weniger Stunden wieder nach. Kommt es hier allerdings zu ernsthaften Schnittverletzungen, so sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Eine Infektion als Ursache für einen geschwollenen Gaumen

Besonders häufig tritt ein geschwollener Gaumen durch eine bakterielle Infektion auf. Diese geht oftmals mit einer Erkältung einher. Infektionen führen zu Entzündungen, welche wiederum zu einem geschwollenen Gaumen führen können. So entzündet sich der Gaumen nicht direkt. Allerdings werden bei einem geschwollenen Gaumen durch eine Infektion oftmals Bakterien einer Entzündung auf den Gaumen übertragen. Hier bilden sich diese dann zu einer vollständigen Entzündung aus. Die Entzündungen im Körper, welche sich auf den Gaumen übertragen können und schlussendlich zu dessen Entzündung führen können, befinden sich oftmals in der unmittelbaren Nähe zum Gaumen.

So sind diese beispielsweise im Hals lokalisiert. Liegt zum Beispiel eine Entzündung der Mandeln vor, so überträgt sich diese oftmals auf den Gaumen und bildet sich hier zu einer Schwellung aus. Die liegt daran, dass sich die Mandeln direkt hinter dem weichen Gaumen befinden. Auch bei Entzündungen in den Nasennebenhöhlen oder den Stirnhöhlen können sich Bakterien auf den Gaumen übertragen und hier zu einer Schwellung führen.

Allergien & Co.

Weiterhin lassen sich geschwollene Gaumen oftmals durch Allergien begründen. Bei Allergien, welche von Pollen oder bestimmten Lebensmitteln wie Nüssen oder Fruchtsäuren hervorgerufen werden, zeigen sich körperliche Reaktionen meist über die Haut. Es entsteht also meist ein starker Juckreiz. Dies gilt bei Pollen-Allergien und Lebensmittel-Allergien besonders für die Schleimhäute, welche sich im Mund- und Rachenraum befinden. So kann sich durch eine Allergie auch ein geschwollener Gaumen bilden. Geprägt sind geschwollene Gaumen durch Allergien vor allem durch einen starken und unangenehmen Juckreiz auf den Schleimhäuten. Dazu kommen auch stärkere Schmerzen beim Schlucken.

Zahnschmerzen

Weiterhin können auch Zahnschmerzen für einen geschwollenen Gaumen ursächlich sein. Gerade, wenn die Zahnschmerzen über einen längeren Zeitraum anhalten und mit einem geschwollenen Gaumen einhergehen, kann eine Zahnwurzelentzündung die Ursache für den geschwollenen Gaumen sein. Die Zahnwurzelentzündung, welche meist durch Karies entsteht, überträgt sich nämlich oftmals auf den Gaumen. Die Bakterien infizieren daher den Gaumen und sorgen auch hier für eine Entzündung.

Zahnwurzelbehandlung als Ursache

Zuletzt kann es teilweise nach einer Zahnwurzelbehandlung zu einem geschwollenen Gaumen kommen. Dies ist zwar nur selten der Fall, stellt allerdings dennoch eine mögliche Ursache dar. Nach einer Wurzelbehandlung kann es nämlich unter Umständen zu Entzündungen oder Infektionen an der Zahnwurzel kommen. Diese wiederum können dafür sorgen, dass sich auch der Gaumen entzündet.

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Wie lässt sich ein geschwollener Gaumen behandeln?

Ein geschwollener Gaumen lässt sich entweder durch einfache Hausmittel oder durch eine ärztliche Therapie behandeln. Wie der geschwollene Gaumen behandelt wird, hängt generell von der Art der Schwellung ab. Bei einer kleinen Schwellung beziehungsweise einer Schwellung, welche durch eine unbedeutende Ursache ausgelöst wird, können in der Regel Hausmittel angewendet werden. Mit diesen lassen sich geschwollene Gaumen in der Regel innerhalb weniger Tage in der Griff bekommen.

Sollten die Hausmittel allerdings nicht helfen, so sollte stets ein Arzt aufgesucht werden. Sind die Schmerzen im Zuge des geschwollenen Gaumens hingegen schon von Anfang an sehr stark und kaum erträglich, so sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Einfache Hausmittel gegen einen geschwollenen Gaumen

Einfache Hausmittel zur Behandlung eines geschwollenen Gaumens weisen den großen Vorteil auf, dass diese zu 100 % natürlich sind und meist in jedem Haushalt vorhanden sind. Starke Medikamente hingegen sind für die körperliche Gesundheit auf Dauer weniger von Vorteil. Natürliche Hausmittel lassen sich auch von Personen anwenden, welche beispielsweise an stärkeren Allergien leiden oder bestimmte Medikamente nicht einnehmen dürfen. Wird ein geschwollener Gaumen durch zu heiße Nahrungsmittel ausgelöst, so kann dieser stets mit Hausmitteln behandelt werden.

Die gilt auch, wenn dieser von leichteren Infektionen oder Allergien ausgelöst wird. Tritt der geschwollene Gaumen hingegen mit einer starken Infektion, starken Schmerzen oder Zahnschmerzen und Zahnentzündungen auf, so sind Hausmittel eher weniger geeignet und der Besuch eines Arztes ist empfehlenswert. Geht der geschwollene Gaumen mit einer Erkältung einher beziehungsweise handelt es sich um eine Infektion, so lassen sich bestimmte Kräuter sehr gut zur Behandlung verwenden. Nelken, Johanniskraut, Kamille und Lindenblüten können beispielsweise eine antiseptische und antibakterielle Wirkung aufweisen.

Werden diese Arten von Kräutern zu einem Tee aufgebrüht, welcher mehrmals am Tag getrunken wird, so lässt sich der geschwollene Gaumen innerhalb weniger Tage bekämpfen. Ebenso häufig wird bei einem geschwollenen Gaumen Cranberrysaft eingenommen. Cranberries sorgen generell für eine Hemmung der Entzündung. Gerade für eine Schwellung des Gaumens kann dies von Vorteil sein. Wird der geschwollene Gaumen hingegen durch eine Verbrennung ausgelöst, so lässt sich diese nur das starke Kühlen bekämpfen. Das regelmäßige Lutschen von Eiswürfeln kann hier weiterhelfen.

Ein geschwollener Gaumen durch eine Verbrennung löst sich in der Regel aber schon innerhalb weniger Tage. Kann der geschwollene Gaumen hingegen auf eine allergische Reaktion zurückgeführt werden, so bleibt der betroffenen Person keine andere Möglichkeit, als abzuwarten und die Auslöser der allergischen Reaktion strikt zu vermeiden.

Diagnose und anschließende ärztliche Behandlung

Bei schwerwiegenden Formen eines geschwollenen Gaumens ist der Besuch eines Arztes essenziell. Dieser führt in der Regel zunächst eine umfangreiche Untersuchung des Gaumens durch, in welcher die Ursache der Schwellung festgestellt wird. Nach der Aufstellung der Diagnose kann die Therapie beziehungsweise Behandlung des geschwollenen Gaumens beginnen. Meist verschreibt der behandelnde Arzt in diesem Zuge Antibiotika, welche schnell ihre Wirkung zeigen.

Wird der gereizte Gaumen hingegen durch eine entzündete Zahnwurzel ausgelöst, so muss unter Umständen sogar ein operativer Eingriff durchgeführt werden, um die Zahnwurzel heilen zu lassen und somit letztendlich auch zu der Heilung der Schwellung zu sorgen.

Was kann prophylaktisch unternommen werden?

Prophylaktisch können einige Schritte unternommen werden, mit welchen sich ein geschwollener Gaumen langfristig verhindern lässt beziehungsweise gar nicht erst entstehen kann. Gerade ein starkes Immunsystem kann dazu beitragen, dass sich der Gaumen nicht entzündet. Die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien sowie eine ausgewogene Ernährung sind dazu essenziell. Besonders Vitamin C sorgt für die Produktion von Abwehrkräften und damit auch für ein starkes Immunsystem. Ebenso sollten Allergene stets vermieden werden. Das Gleiche gilt natürlich auch für heiße Nahrungsmittel.

Wurde gerade eine Zahnwurzelbehandlung durchgeführt, so sollte der Mundraum stets sauber gehalten werden. Eine Mundspülung sorgt dafür, dass sich keine Infektionen bilden können, welche letztendlich zu einem geschwollenen Gaumen führen können.