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Immer häufiger können Krebserkrankungen besiegt werden. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: Die Behandlung verläuft oft noch rabiat und hinterlässt nicht selten Spuren. Dieser Artikel zeigt, was man gegen den Haarausfall nach einer Chemotherapie tun kann.

Kopfbedeckungen statt Perücke?

Da Krebserkrankungen in so gut wie jedem Alter auftreten können, trifft viele Menschen der plötzliche Haarausfall nach einer Chemotherapie wie ein Schlag. Die Haare fallen schnell aus und brauchen lang, eh sie wieder in alter Fülle nachwachsen – sofern dies überhaupt passiert. Oftmals fühlen sich die Patienten aber nach der Therapie schon besser und wollen wieder anfangen, unter Leute zu gehen. Perücken sind eine Lösung für dieses Problem. Allerdings ist es nicht immer einfach und erst recht nicht günstig, gute Perücken zu finden, bei denen nicht deutlich auffällt, dass sie ein Haar-Ersatz sind.

Die sogenannten Chemo Tücher können eine preisgünstige und modische Alternative hierzu darstellen. Dabei handelt es sich um Stofftücher, die in modischen Farben hergestellt werden und sich um den ganzen Kopf wickeln lassen. Sie kaschieren die fehlenden Haare elegant und bieten dem Träger eine große Gestaltungsvielfalt. Auch Abwechslung ist mit den Tüchern in verschiedenen Mustern und Farben möglich. Für eine ganze Weile kann diese Kopfbedeckung also zum Begleiter nach einer schwierigen Therapie werden.

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Wie sollte man die Haare nach einer Chemotherapie pflegen?

Nach einer Chemotherapie ist der gesamte Organismus stark belastet und braucht eine Weile, um sich wieder zu erholen. Davon sind auch die Haarwurzeln und die Kopfhaut betroffen. Wer schnell wieder ein gesundes Haarwachstum möchte, sollte in der Zeit nach der Chemotherapie seine Kopfhaut und seine Haare so schonend wie möglich pflegen. Lauwarmes Wasser und ein mildes Shampoo sind für die Pflege unverzichtbar – besonders gut eignen sich hierfür Babyprodukte. Auf Styling sollte wenn möglich verzichtet werden. Kämmen kann man die Haare am besten mit einer sehr weichen Bürste. Drücken und Ziehen an den Haaren gilt es zu vermeiden.

Generell sollten Patienten nach einer Chemotherapie aber eher auf ihr inneres Wohlbefinden achten, als sich zu sehr mit dem Äußeren zu beschäftigen. Zwar sind auch die optischen Mängel nach einer Chemotherapie für viele Menschen eine enorme Belastung, was zählt ist aber zunächst die körperliche Fitness. Sobald der Organismus wieder in Schwung kommt, normalisieren sich auch die Vitalfunktionen. Letztlich begünstigt das auch das natürlich Haarwachstum und viele weitere Prozesse im Körper.

Sofern es irgendwie auszuhalten ist, sollten Patienten daher nach einer Chemotherapie in erster Linie Ruhe suchen und sich nicht zu sehr wegen kleiner äußerlicher Veränderungen verrückt machen lassen. Das Umfeld gewöhnt sich an diese Veränderungen meist schneller, als man denkt – und die Gesundheit kommt mit weniger Stress garantiert schneller zurück.