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In Mannschaftssportarten ist eine eindeutige Bekleidung von Feldspielern beziehungsweise von Gegnern zugunsten einer besseren Übersicht seit jeher äußerst wichtig. Auch der Handballsport macht hierbei keine Ausnahme, weshalb es zu diesem Zweck ein klar aufgebautes Regelwerk gibt. Dabei spielt sowohl die Bekleidung als auch die Ausrüstung der Spieler/innen eine wichtige Rolle. Dennoch haben Vereine und Nationalmannschaften in diesem Bereich einige Freiheiten, die gerne angenommen werden.

Trikots und Hosen

Die kreative und ebenso individuelle Auswahl der eigenen Kleidung ist im Handballsport strikt untersagt. Nationalmannschaften sowie Vereine müssen ein einheitliches Trikot verwenden. Hosen und Socken müssen optisch entsprechend passende gewählt werden. Insgesamt können sich die Mannschaften bezüglich des Designs sowie der Wahl der Farben individuell ausstatten. In einem Handball Shop gibt es üblicherweise eine große Auswahl unterschiedlicher Vereinstrikots. Weitaus wichtiger ist es, dass sich die Kleidung der Mannschaft von jener des sportlichen Kontrahenten auf dem Feld merklich unterscheidet.

Vor diesem Hintergrund ist in der Regel ein Heim- sowie Auswärtstrikot fester Bestandteil einer jeden Handballmannschaft. Dabei hat stets die im heimische Mannschaft das Wahlrecht. Auf diese weiß die Gegnermannschaft automatisch, welche Farben im kommenden Spiel getragen werden müssen. Spielt beispielsweise die Heimmannschaft im roten Dress, wählt die Auswärtsmannschaft eine überwiegend weiße Bekleidung. Dadurch ist sichergestellt, dass alle Spieler einer der beiden Mannschaft zugeordnet werden können. Auch für die leitenden Schiedsrichter des stattfindenden Spiels stellt die Kleiderordnung auf der „Platte“ eine erhebliche Erleichterung dar.

Der Torwart stellt jedoch eine Ausnahme dar und trägt üblicherweise eine andere Kleidung als die Feldspieler/innen. So unterscheidet sich die Farbe der Bekleidung stark vom einheitlichen Dress der Mannschaft. Auch der Torwart der gegnerischen Mannschaft weist deutliche optische Unterschiede auf. Die Kleiderordnung wird in diesem Fall offiziell damit begründet, dass ein Torwart im Vergleich zu den Spielern/innen auf dem Feld eine andere Rolle einnimmt.

Die Spielernummern

Auf der Rückseite eines jeden einzelnen Spielertrikots muss einer Nummer mit eine Mindesthöhe von 20 Zentimetern aufgedruckt sein. Auf der Vorderseite des in der Regel farbenfroh gestalteten Dresses reicht es nach dem aktuell geltenden Regelwerk vollkommen aus, wenn die Spielernummer sichtbar mit einer Höhe von 10 Zentimetern abgebildet ist. Das Spektrum der verfügbaren Nummern geht bis zur Ziffer 99. Besitzen Spieler/innen zum Beispiel eine Glückszahl in diesem Zahlenbereich können sie sich für diese entscheiden, sofern kein/e andere/r Kollege/in im Team bereits die Nummer trägt.

Es ist grundsätzlich und ausnahmslos verboten, dass die Spieler/innen jeweils die gleiche Nummer tragen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine/n aktive/n Feldspieler/in handelt oder der/die Spieler/in auf der Ersatzbank sitzt. Die eindeutig der Nummern ist wichtig, da sich sämtliche Informationen rund um das Spielgeschehen, wie zum Beispiel Fouls, Sperren für spätere Spiele oder auch erzielte Tore ausrichten. Darüber hinaus müssen die Nummern klar zu erkennen sein und sich in ihrer farblichen Gestaltung klar vom Rest des Trikotdesigns abheben. Im Fall einer starken Verschmutzung muss der/die Spieler/in das Trikot gegen ein neues austauschen.

Sportschuhe und Schmuck

Alle Spieler/innen einer Mannschaft müssen Sportschuhe während des Spiels tragen. Schmuck, wie zum Beispiel Armbanduhren oder Armbänder sind aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr verboten. Mit einem Tape abgedeckt Piercings sind bisweilen von den Offiziellen erlaubt. Die Praxis zeigt jedoch, dass sich nahezu alle Spieler/innen an die hier geltenden Regeln halten, um sich selbst sowie andere im Eifer des sportlichen Gefechts vor schmerzhaften Verletzungen zu schützen. Wer sich gegen das Ablegen von Schmuck wehrt, wird vom Spiel vor Beginn disqualifiziert.