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Den Verlust einer Liebe hatte wohl schon so ziemlich jeder schon einmal zu beklagen. Am Anfang fühlt sich das unerträglich an. Aber es gibt Mittel gegen den Kummer. Dieser Artikel gibt ein paar Tipps.

Was hilft gegen Liebeskummer?

Wer zum ersten Mal den intensiven Schmerz von Liebeskummer erfahren hat, der sollte sich nicht allzu sehr im Leid suhlen, sondern sich zunächst fragen, warum gerade dieser Schmerz so intensiv sitzt. Die Intensität von Liebeskummer ist in der modernen Gesellschaft eng verbunden mit der Idee von der Einzigartigkeit des Gegenübers. Der Liebes-Leidende denkt: Es gab nur diese eine Person für mich, und nun habe ich sie verloren! Gleichzeitig entwertet eine Trennung auch gewissermaßen das gemeinsam erlebte, insbesondere wenn ein Betrug oder ein Streit vorausging.

Alles, was man gemeinsam erlebt hat, erscheint auf einmal in einem anderen Licht. Man fühlt sowohl Trauer als auch Ärger über die verlorene Zeit, die sich anfühlt, als wäre man an der Nase herumgeführt worden. Diese Empfindungen basieren auf der Idee, dass es nur einen perfekten Puzzleteil-Partner auf der Welt gibt. Und unser Gehirn unterstützt dieses Empfinden auch noch, weil wir Menschen tatsächlich darauf angelegt sind, für eine ganze Weile „irrational“ starke Gefühle gegenüber eine geliebten Person zu empfinden. Der erste Schritt, den man gegen dieses Empfinden unternehmen kann, ist der Abschied von dieser Idee.

Es gibt viel zu viele Menschen auf der Welt, als dass sich die  Theorie vom perfekten Partner halten ließe. Woher will man das wissen? Hat man alle anderen Milliarden Menschen wirklich kennengelernt und darauf aufbauend die beste Entscheidung getroffen. Natürlich nicht. Aber wer echten Liebeskummer empfindet, der weiß, dass der Schmerz auch trotz dieser rationalen Überlegung einfach zu tief sitzt. Durch bloßes Überlegen wird er nicht verschwinden.

Nicht leiden, handeln!

Es ist durchaus nicht schlimm und gewissermaßen auch psychisch gesund, sein Leiden an der verlorenen Liebe eine ganze Weile lang zuzulassen und herauszulassen. Irgendwann findet man sich aber vielleicht in einer Spirale aus negativen Gedanken wieder, die gefährlich werden kann. Dann hilft nur schnelles Handeln. Der unglücklich Verliebte sollte nicht wochen- und monatelang in seinem Zimmer sitzen und Fotos des oder der Verflossenen anschauen. Besser ist es, gezielt Ablenkung und Halt zu suchen. Sicher findet sich der ein oder andere Freund, der auch schon einmal in so einer Situation war und bereit ist, darüber zu sprechen.

Ein gemeinsamer Kinobesuch, ein Ausflug in eine andere Stadt oder ein Abend in der Kneipe – all das können Dinge sein, mit denen sich die Gedankenspirale aufhalten lässt und die auf kurz oder lang zu einer Linderung des Schmerzes beitragen können. Nur mit dem Alkohol sollte man es während einer Liebeskummer-Periode definitiv nicht übertreiben, sonst hat man bald schon ganz andere Probleme, die nicht so leicht verschwinden.