13. April 2024

Kytta Salbe in der Schwangerschaft: Möglich oder nicht?

Bei Kytta Salbe handelt es sich um eine Schmerzsalbe, die darauf ausgelegt ist, Gelenk-, Muskel sowie Rückenschmerzen zu behandeln. Dazu zählen unter anderem Beschwerden, die durch Arthrose ausgelöst werden, aber auch Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen, weswegen die Salbe auch unter Sportlern zur Schmerzbehandlung sehr beliebt ist.

Durch ihre schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung, die auf pflanzlicher Basis beruht, kann die Creme auch langfristig zur Anwendung herangezogen werden, da sich keine Abhängigkeit einstellen kann. Durch den Auftrag direkt auf die betroffenen Stellen, kann die Salbe direkt in die Haut einziehen und so ihre Wirkung schnell ausbreiten. Kytta Salbe fettet nicht, sondern zieht schnell in die Haut ein, was sie zu einer beliebten Schmerzsalbe macht, die auch unterwegs gut angewendet werden kann. Ihren Wirkstoff verdankt die Salbe dem Beinwellwurzel-Fluidextrakt.

Kytta Salbe in der Schwangerschaft: Was ist Beinwell?

Beinwell gehört zur Gruppierung der Raublattgewächse. Es handelt sich um eine immergrüne Staude, die Größen von bis zu 150 cm erreichen. Der Wirkstoff der Pflanze wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern darüber hinaus schmerzlindernd, abschwellend, aber hilft auch dem Gewebe während der Regeneration. Zu den Inhaltsstoffen der Pflanze gehören Gerbstoffe, Gerbstoffen und Allantoin sowie Rosmarinsäure. Vor allem verdankt die Kytta Salbe ihre Wirkung Allantoin. Allantoin findet in vielen Medikamenten Anwendung, die zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen hergestellt werden.

Der Wirkstoff unterstützt die Wundheilung und ist demnach auch in einigen After Sun Produkten zu finden, da es hautberuhigend wirkt und gereizte Hautstellen schnell lindert. Allantoin fördert die Regeneration nach Verletzungen und kurbelt gleichzeitig die Erneuerungen der Zellen an. Es hat gleichzeitig eine antioxidative Wirkung, sodass es freie Radikale abtötet, bevor diese Schadstoffe Schäden im Körper hervorrufen.

beinwell
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Kann die Salbe während der Schwangerschaft angewendet werden?

Grundsätzlich gilt, dass während der Schwangerschaft so wenig Medikamente und Salben wie möglich angewendet werden sollten. Gerade wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber der Inhaltsstoffen vorliegt, sollte auf die Anwendung der Salbe verzichtet werden. Gleiches gilt für den Fall, wenn Allergien während der Schwangerschaft vorliegen. Auch auf offene Hautstellen sollte die Salbe nicht angewendet werden. Ebenfalls müssen die Schleimhäute ausgelassen werden, da es sonst zu Reizungen führen kann. Beinwell-Extrakt, der der Kytta Salbe seine Wirkung verleiht, enthält nämlich Pyrrolizidinalalkaloide. Pyrrolizidinalalkaloide nutzen Pflanzen, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

Diese können eine leberschädigende Wirkung hervorrufen und toxisch im Körper wirken. Beinwell kann demnach auch zu einer PA-Intoxikation führen, welche lebensgefährlich enden und darüber hinaus Schäden am ungeborenen Kind auslösen kann. Bisher liegen noch nicht genügend Studien und Erfahrungsberichte vor, die grundsätzlich die Anwendung von Kytta Salbe während der Schwangerschaft ausschließen. Es wurden jedoch auch nie systematische Studien durchgeführt, die speziell die Wirkung von Kytta Salbe bei Schwangeren prüfen. Dementsprechend wird die eigenständige Anwendung von Kytta Salbe während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Wenn die Salbe in der Stillzeit verwendet wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Inhaltsstoffe der Salbe über die Muttermilch mit an das Kind gegeben werden, weswegen die Anwendung eher nicht empfohlen wird. Ob eine Anwendung ratsam ist, sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, damit es zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Daher sollte die Anwendung nicht eigenständig vorgenommen werden, damit das Kind nicht gefährdet wird. Es sind zwar noch nicht genügend Studien über negative Auswirkungen von Kytta Salbe vorhanden, jedoch können Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden, sodass keine reine Unbedenklichkeit vorliegt.

behandlung mit kytta salbe
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Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Wird Kytta Salbe angewendet, kann es zu Hautausschlägen kommen. An den Stellen, an denen die Salbe aufgetragen wurde, kann es zu Rötungen, Juckreiz sowie wunden Stellen kommen. Des Weiteren können sich Bläschen auf der Haut bilden, die eitrigen Ausfluss haben können.  Des Weiteren kann es zu Nesselsucht und Reizungen kommen, vor allem, wenn die Salbe an die Schleimhäute kommt. Auch der Magen-Darm Trakt kann mit Überempfindlichkeitsreaktionen reagieren. Es kann zu Durchfall, Verstopfung, aber auch Magenschmerzen und Übelkeit kommen.

Zudem können nach dem Auftrag der Salbe Kopfschmerzen auftreten, die bis zur Migräne führen können. In seltenen Fällen kann sich die Anwendung der Salbe negativ auf die Atemwege ausüben. Hier können Atemprobleme und Luftnot auftreten, aber auch allergischer Schnupfen aufgrund einer übermäßigen Reizung der Atemwege. Ebenfalls sollte auf die Anwendung der Salbe verzichtet werden, wenn bereits bekannt ist, dass Probleme mit dem Herz-Kreislauf System vorliegen. In diesen Fällen können die Wirkstoffe Probleme wie Herzrasen, Blutdruckabfall oder auch Herzstolpern auslösen.

Fazit: Anwendung von Kytta Salbe während der Schwangeschaft möglich?

Grundsätzlich liegen noch nicht ausreichend Erfahrungsberichte und Studien zur Anwendung von Kytta Salbe während der Schwangerschaft vor. Wie bei allen Medikamenten und Salben kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Besonders während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung jedoch ärztlich abgesprochen werden, damit Schäden für das Kind ausgeschlossen werden können.

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