lasagneblätter
Africa Studio/shutterstock.com

Den Ursprung hat dieser beliebte Nudelklassiker im sonnigen Italien im 14. Jahrhundert. Die erste Erwähnung fand das Rezept in einem der ältesten mittelalterlichen Kochbüchern, dem „Liber de coquina“. Mittlerweile gibt es neben den klassischen Rezepten, wie der Lasagne al forno auch zahlreiche Neuinterpretationen, so dass jeder Gusto seinen perfekten Ofenklassiker findet. Eine gelungene Lasagne braucht vor allem Zeit und sehr viel Liebe, damit das Kunstwerk aus Lasagneblättern, cremiger und würziger Saucen und krossem Käsen sein volles Aroma entfalten kann.

Lasagneblätter vorkochen: Die wichtigste Zutat

Mittlerweile gibt es eine sehr große Auswahl an vorgefertigten Lasagneblättern, bei denen man sich das Vorkochen laut den meisten Herstellern ersparen kann. Aber auch hier kann es zeitenweise passieren, dass die Blätter nicht nur al dente, sondern einfach noch nicht durch sind und dementsprechend eher in die knackige Richtung gehen.

Wie koche ich Lasagneblätter richtig vor?

Fertige Lasagneplatten sind zeitsparend und eignen sich super für die Zubereitung dieses Gerichtes. Sie selber herzustellen ist aber auch ganz einfach. Hierzu finden sich im Internet zahlreiche Rezepte – einfach mal ausprobieren und überraschen lassen, wie unkompliziert sich die Nudelplatten herstellen lassen. Für das perfekte Ergebnis, sollte man die Nudeln, egal ob vorgefertigt oder selber frisch hergestellt, auf keinen Fall durchkochen lassen. Sie verlieren sonst ihren Biss und nehmen die Saucen beim Garen im Ofen viel schlechter auf.

lasagne kochen
Chatham172/shutterstock.com

Beim Vorkochen werden die Nudelblätter in einen Topf mit heißem kochenden Wasser gegeben (Salz nicht vergessen. Im nächsten Schritt eignet sich am besten eine sogenannte Biegeprobe. Sind die Blätter so weich und geschmeidig, dass man sie biegen kann, ohne dass sie brechen, sind sie optimal für die weitere Verwendung. Damit die Blätter nicht zusammenkleben und ein einziger großer Teigklumpen entsteht, empfiehlt es sich, sie portionsweise in den Topf zu geben, und immer wieder mit einem Kochlöffel umzurühren, damit sie nicht verkleben.

Sofern die Variante ohne Vorkochen bevorzugt wird, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Lasagneblätter mit genügend Sauce bedeckt sind, damit sie schön weich werden, und die Flüssigkeit aufsaugen können. Für welche Variante sich der Koch letztendlich entscheidet liegt im eigenen Ermessen. Es gibt hier weder ein Besser oder Schlechter, es kommt einfach darauf an, wie man seine Lasagne lieber hat.

Schichten des Glücks und des puren Aromas

Sind die Nudelplatten soweit fertig, geht es an die Saucen. Im originalen Rezept bei der Lasagne al forno, werden zwei Saucen für den Ofenklassiker verwendet. Zum einen eine cremige Bechamelsauce und zum anderen eine würzige Bolognesesauce, die dem Gericht seinen Charakter verleiht und für die nötige Tiefe in den Aromen sorgt. Egal welches Rezept man hier zu Rate zieht, empfiehlt es sich genügend Zeit einzuplanen, damit vor allem die Bolognese Sauce genügend Spielraum hat, die unterschiedlichen Geschmacksnuancen voll zu entfalten. Für ein optimales Ergebnis, sollte man darauf achten hochwertige Produkte zu verwenden, die schon einen guten Eigenschmack haben.

Lasagneblätter vorkochen: Wahl der Backform

Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dieses Nudelgericht im Ofen zu garen. Hierbei sollten aber die Unterschiede der Material der Backform beachtet werden. Glas ist ein schlechterer Hitzeleiter, verteilt die Wärme aber gleichmäßiger. Dadurch wird das Gericht ebenmäßiger gebacken. Ein weiterer Vorteil einer Glasform ist, dass sie länger hieß bleibt und die Wärme länger speichert. Metallformen wie zum Beispiel aus Aluminium, sind sehr gute Hitzeleiter. Hier kann es aber passieren, dass vor allem die Kanten knuspriger werden als der mittlere Teil, daher immer wieder checken, dass auch der Rand nicht anbrennt. Sie können die Wärme auch nicht solange speichern, daher empfiehlt es sich, das Gericht möglichst zeitnah zu servieren und zu verzehren.

lasagneblätter auflegen
Ugryumov Igor/shutterstock.com

Aufschichten und Backen des Ofenklassikers

Damit das Schichten schneller geht und nicht unnötig Chaos in der Küche entsteht, sollten alle Zutaten in greifbarer Nähe für das Auftürmen zur Verfügung stehen. Als erstes wird eine dünne Schicht der Bolgognese Sauce in die Ofenform gefüllt, gefolgt von unseren leckeren Lasagneblättern. Danach kommt die Bechamelsauce an die Reihe und findet ihren Weg auf die Nudeln. Nun folgen wieder Nudelblätter und darauf die Bolognesesauce. Diese Reihung wird nun solange abgewechselt, bis die Form fast bis oben hin voll ist, aber noch genügend Platz für den Käse da ist. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Schichten nicht zu dick werden, da die Lasagne beim Servieren sonst auseinanderfallen könnte.

Nun kommt das kleine Kunstwerk in den Ofen, und der Zauber kann sich voll entfalten. Der Duft nach aromatischen Gewürzen zieht schon durch die Küche und die Wartezeit für die folgende Geschmacksexplosion wird immer kürzer. Ist der Käse goldbraun und geschmolzen und die Lasagne hat den Zahnstochertest bestanden, steht dem Genuss nichts mehr im Weg.