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Vorbei die Zeiten von „Was Lacostet die Welt“ oder „Geiz ist geil“: Die meisten Menschen entscheiden sich bewusst für einen umweltgerechten Lebensstil. Das Thema Nachhaltigkeit ist mittlerweile in jedem Lebensbereich angekommen – auch auf dem Teller. Die Ernährungsgewohnheiten ändern sich glücklicherweise und das tut nicht nur der Erde gut. Eine pflanzliche Ernährung beispielsweise ist auch für den Menschen gesundheitsfördernd. Wir geben Tipps und Tricks, wie man nachhaltig und umweltfreundlich kochen kann.

Nachhaltig kochen und sich umweltgerecht ernähren

Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass unsere Ernährungsweise umweltverträglicher wird. Das fängt beim Einkauf an, geht über die Aufbewahrung bis hin zum Putzen und Reinigen in der Küche. Übrigens: Wertvolle Tipps dazu findet man auch auf dem Blog Frag Mutti.

Regional und saisonal

Lange Transportwege mit dem Schiff, LKW oder Flugzeug: Lebensmittel, die den Weg um die halbe Welt genommen haben, um auf dem Teller in Deutschland zu landen, sind definitiv nicht umweltgerecht. Deshalb ist es besser, beim Einkauf auf regionale Lebensmittel zu setzen. Das hat mehrere Vorteile: Der eigene Ressourcenverbrauch kann gesenkt werden und man fördert die Betriebe „um die Ecke“.

Klar – Erdbeeren im Dezember sind dann tabu. Das Zauberwort heißt „saisonal“: Lebensmittel, die gerade in unseren Breiten zu dieser Saison reif sind, werden bevorzugt. Das hat weniger mit Verzicht zu tun, sondern eröffnet ganz neue Welten: Exotische Rezepte mit der heimischen Pastinake oder der besonderen Winterkohlsorte sind eine Bereicherung für jeden Speiseplan.

Pflanzlich

Um eine tierische Kalorie zu erzeugen, werden sieben pflanzliche Kalorien verbraucht. Es würde also viel mehr Sinn ergeben, die Futtermittel, die in der Massentierhaltung verwendet werden, gleich selbst zu verzehren. Und nein – mit dem Genuss von Tofu fördert man nicht den Anbau von genmanipuliertem Soja in Brasilien. Für Tofu und Co. werden nämlich meist Sojabohnen aus Europa verwendet. Die Regenwälder auf der Südhalbkugel werden abgeholzt, um in riesigen Mengen Soja als Futtermittel für die Fleischproduktion anzubauen. Dazu kommt, dass für tierische Lebensmittel Unmengen an sauberem Trinkwasser verbraucht werden.

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Bio

Wer nachhaltig kochen möchte, sollte bewusst auf Erzeugnisse aus ökologischer Produktion setzen. Hier werden kaum Pestizide eingesetzt und die Umwelt wird geschont. Natürlich sind auch Bio-Lebensmittel nicht über jeden Zweifel erhaben, aber trotzdem schneiden sie insgesamt besser in Sachen Nachhaltigkeit ab als konventionelle Lebensmittel.

Frische Produkte

Fertiggerichte oder verarbeitete Produkte aus dem Supermarkt haben einen langen Produktionsprozess mit einem hohen Energieverbrauch hinter sich. Deshalb ist es im Hinblick auf die Umwelt besser, auf frische Produkte zu setzen.

Auf Verpackungen verzichten

In immer mehr Städten eröffnen sogenannte „Unverpackt“-Läden: Hier kann man Einmachgläser und -dosen selbst mitbringen und Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen. Aber auch im konventionellen Supermarkt ist es möglich, zum Beispiel Gemüse in mitgebrachten Mehrweg-Taschen zu transportieren.

Bewusst essen

Lebensmittelverschwendung ist leider Teil unserer „Wegwerf-Gesellschaft“: Jedes Jahr werden allein in Deutschland über 350 Millionen Kilogramm Fleisch weggeschmissen. Um diese Verschwendung zu reduzieren, sollte man sein Essen für die ganze Woche bewusst planen und Spontaneinkäufe vermeiden.

Energieeffiziente Aufbewahrung von Lebensmittel

Die Aufbewahrung von Lebensmitteln lässt sich mit etwas Know-how energieeffizient bewerkstelligen: Der Kühlschrank sollte beispielsweise nicht in der Nähe einer Heizung oder an einem sonnigen Platz stehen. Sonst frisst er Unmengen an Energie. Indem man die Lebensmittel in das richtige Kühlschrank-Fach sortiert, kann man die Haltbarkeit zusätzlich erhöhen. In der Kühlschranktür halten sich Butter, Saucen, Pflanzenmilch oder Getränke bei ca. 10 Grad. Leicht verderbliche Waren sollten im unteren Fach bei etwa 2 Grad gelagert werden.

Umweltfreundlich putzen und reinigen

Auch beim Abwasch kann man was für die Umwelt tun – und das auch noch bequem. Der Geschirrspüler arbeitet nämlich deutlich wassersparender als der Mensch. Deshalb sollte man nur die Teile mit der Hand abspülen, die man nicht in der Maschine reinigen kann.

Fazit

Umweltgerecht einkaufen, kochen und putzen ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, wie es geht. Unseren Lebensraum mit Respekt zu behandeln, ist immer auch Selbstschutz: Denn in der Natur hängt alles mit allem zusammen.