Locken haltbar machen
OPOLJA/shutterstock.com

Wer mag sie nicht, die hübschen Locken im Haar? Lockiges Haar gehört zu den allzeit Klassikern, die nie aus der Mode kommen. Ganz egal in welcher Größe, Form oder wie lange man sie trägt: sie umrahmen noch jedes Gesicht sehr schmeichelhaft und geben jedem Bad Hair Day einen Sinn. Das ist alles schön und gut, wäre da nicht das so schnelle Aushängen der Locken.

Wer keine natürlichen Locken hat, der muss sie sich mit einem Lockenstab oder durch eine andere Methode zaubern und hat dann aber leider fast immer ein und dasselbe Problem: die stundenlange Arbeit lohnt sich nur für kurze Zeit, denn nach wenigen Stunden sind die Locken schon nur noch kaum zu sehen. Was kann man dagegen tun? Hier einige Tipps, um Locken haltbar zu machen!

Locken haltbar machen: Grundlegende Informationen

Erst einmal ist wichtig, zu verstehen, wieso sich die Locken oft so schnell aushängen. Das Haar ist an sich schon recht schwer, je länger, desto schwerer, und wird durch die Schwerkraft nach unten gezogen. Wenn das Haar nun eine bestimmte Form annehmen und halten soll, dann ist wichtig, es nicht noch schwerer zu machen. Je schwerer, desto mehr zieht es nach unten und desto schneller hängen sich die Locken aus. Wichtig ist also: nicht zu viele Produkte in das Haar packen und bei sehr langem und dickem Haar keine extremen Ergebnisse erwarten.

Vorbereitung ist alles

Unser erster Tipp ist, die Haare nicht am selben Tag zu waschen. Am besten sind sie etwa einen oder zwei Tage alt, dann lassen sie sich gut stylen. Außerdem sollte beim Waschen kein weichmachendes Produkt wie beispielsweise Conditioner verwendet werden. Vielmehr ist geschickt, in das handtuchtrockene Haar einen Schaumfestiger oder womöglich sogar ein richtiges Locken-Spray (gibt es in jeder Drogerie) einzuarbeiten. Das macht das Haar formbarer und bereitet es perfekt auf die Locken am nächsten Tag vor.

Außerdem ist der Hitzeschutz sehr wichtig: wer plant, am nächsten Tag Locken zu tragen, der sollte unbedingt neben Schaumfestiger oder Ähnlichem einen Hitzeschutz in das Haar geben. So geht das Haar bei regelmäßigem Styling nicht so sehr kaputt. Auch hier ist aber wieder wichtig: nicht zu viel Produkt verwenden, sodass das Haar nicht unnötig nach unten gezogen wird.

Während dem Locken

Wichtig dabei ist natürlich erst einmal die Entscheidung, auf welche Art und Weise die Haare gelockt werden sollen. Wenn es der Lockenstab sein soll, eine simple und recht schnelle Methode, ist die Größe für die Haltbarkeit der Struktur entscheidend. Grundsätzlich gilt: je kleiner die Locke, desto länger hält sie. Für dicke und lange Haare eignet sich auch ein Lockenstab, der die Locken unten schmaler als oben hält. Das kleinere Ende hängt sich dann nicht so schnell aus. Weiter ist hilfreich, die Locke nach dem Ausdrehen in der Hand auskühlen zu lassen und sie nicht sofort aushängen zu lassen.

frau mit schönen locken
G-Stock Studio/shutterstock.com

So behält sie ihre Struktur danach. Noch besser klappt es, wenn die gelockte Strähne mit einer Klammer für ein paar Minuten an die Kopfhaut gesteckt wird und so auskühlt.
Außerdem ist der richtige Lockenstab auch entscheidend. Wer ein tolles Ergebnis möchte, muss bereit sein, etwas Geld in ein gutes Gerät zu investieren. Auch ist die Technik entscheidend für einen tollen Lockenkopf: das Haar in ordentliche einzelne Partien teilen (je mehr einzelne Strähnen gelockt werden, desto voluminöser wirkt das Endergebnis und desto weniger fällt eine ausgehängte Strähne auf) und vor dem Aufwickeln ordentlich durchkämmen.

Der Lockenstab ist natürlich nicht die einzige Methode zum Locken zaubern. Lockenwickler, Glätteisen oder Papilloten verleihen dem Haar einen mindestens genauso schönen und frischen Look. Welche Methode für die eigene Haarstruktur am besten funktioniert, das muss jeder selbst herausfinden. FÜr die Haltbarkeit macht die Methode keinen großen Unterschied, vielmehr ist zum Beispiel der Lockenstab weniger schonend als Papilloten, dafür ist er natürlich viel zeitsparender.

Nach dem Locken ist vor dem Styling

Das Styling der Locken entscheidet natürlich auch nochmal darüber, wie lange sie halten und ihre Struktur behalten. Unseren ersten Tipp für das Styling kennt man sicher: das gute alte Haarspray. Bei der Verwendung am besten von unten sprühen. Es hilft, die Struktur der Haare zu fixieren, kann das Haar bei übermäßigem Gebrauch allerdings genauso nach unten ziehen. Also bitte nur in sparsamen Mengen verwenden. Manchmal hilft auch ein wenig Öl zur Definition in den Spitzen der Locken, hier aber bitte wieder nur dosiert verwenden. Auch wichtig: die Haare nach dem Stylen nicht durchkämmen. Das lässt die Locken gleich am Anfang wenn sie womöglich noch nicht mal richtig abgekühlt sind, nach unten ziehen. Lieber mit den Händen stylen und etwas auseinander ziehen.

Noch ein paar Tipps für mehr Haltbarkeit

Weiter ist natürlich auch das Klima entscheidend. Wenn es regnet oder grundsätzlich eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, die Haarpracht so gut es geht schützen. Letzlich hilft natürlich, mit den Haaren vorsichtig umzugehen und nach Achterbahnfahrten oder Ähnlichem nicht zu glauben, dass die Locken noch sitzen. Für diese Tage ist vielleicht eine andere Frisur passender! Auch hilft manchmal ein leichter Stufenschnitt. Dann sind die Haare nicht mehr ganz so schwer und lang, sodass sich die Locken weniger extrem aushängen. Je kürzer das Haar, desto besser halten sie.