Meerrettich zubereiten
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Meerrettich ist ein Wurzelgemüse, welches zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört. Es kann sowohl als Gemüse oder auch als Gewürz verwendet werden. Weiter ist Meerrettich ein Gewächs, welches zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringt und aus diesem Grund auch gerne in der Pflanzenheilkunde genutzt wird.

Mit der Verwendung in der Küche erhält man somit nicht nur eine aromatische Zutat, sondern profitiert auch von den vielen positiven Wirkungen. Meerrettich hat seine Hochsaison in der Zeit zwischen Oktober und Januar. In diesem Zeitfenster findet di Ernte statt. Die Haupternte ist auf den November festgesetzt, wodurch man ihn in dieser Zeit auch vermehrt in den Geschäften findet.

Meerrettich zubereiten: So gelingt es in wenigen Schritten

In seiner natürlichen Form ist das Wurzelgemüse beinahe geruchlos. Erst wenn man ihn aufschneidet und zubereitet, entfalten sich seine Aromen. Meerrettich muss vor der Zubereitung geschält werden. Hierzu verwendet man am besten einen Sparschäler, um die holzige Hülle zu entfernen. Das Innere der Wurzel ist weiß. Der Meerrettich kann nun mittels einer Reibe zerkleinert werden. Da die Schärfe die Augen schnell zum Tränen bringt, sollte man das Reiben bei geöffnetem Fenster durchführen. Zudem kann es hilfreich sein, den Meerrettich vor dem Reiben in den Gefrierschrank zu legen oder ihn für eine halbe Stunde in kaltes Wasser zu geben. Auch dies mildert die scharfen Dünste beim Reiben ab.

Um die Färbung beizubehalten, kann man etwas Zitronensaft überträufeln. Ist der Meerrettich gerieben, sollte er direkt verwendet werden. Bei der Verwendung in Rezepten und Gerichten sollte man bedenken, dass Meerrettich eine große Schärfe mit sich bringt. Er sollte daher eher sparsam zum Einsatz kommen bzw. nur Schubweise zum Essen gegeben werden, um die Schärfe zwischendurch zu kontrollieren. Meerrettich sollte nicht pur verzehrt werden. Üblich ist die Verwendung als Gewürz oder Zutat. Dabei harmoniert der Meerrettich besonders gut mit gekochtem Fleisch oder Fisch.

Ein Klassiker ist Tafelspitz mit Meerrettichsauce. Er schmeckt aber auch köstlich zu kalten Fischspeisen wie Lachs, Heilbutt oder Forelle. Um dem Meerrettich etwas die Schärfe zu nehmen, kann man ihn noch mit einem geriebenen Apfel oder geschlagener Sahne verfeinern. So eignet er sich auch sehr gut als Brotaufstrich. Weitere Möglichkeiten, ihn abzumildern, ist ihn zu kochen oder zu trocknen.

Meerrettich trocknen

Meerrettich kann auch getrocknet werden. Hierzu wird die Wurzel wie zuvor beschrieben geraspelt. Anschließend erfolgt die Trocknung an der Luft. Dabei ist es wichtig, dass man die Raspel regelmäßig wendet. Zudem sollt eine ausreichende Luftzufuhr gewährleistet sein. Dies beugt einer Schimmelbildung vor. Der getrocknete Meerrettich kann anschließend wie gewohnt als Gewürz oder Zutat verwendet werden. Dabei gilt zu beachten, dass der Trockenvorgang dem Gemüse einen Teil seiner Schärfe nimmt.

Leckere Sauce zum Selbermachen

Meerrettich kann zur Verfeinerung unterschiedlichster Gerichte verwendet werden. Ein Klassiker ist die Meerrettichsauce. Für dieses Rezept werden zunächst in Würfel geschnittene Schalotten in Butter angedünstet. Hierzu gibt man nun 200 ml Sahen sowie ein halbes Glas Kalbsfond. Diese Mischung sollte nun gut einkochen, bis sich die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte reduziert hat. Nun können Salz, Pfeffer, Zitronensaft sowie kalte, gesalzene Butter hinzugegeben werden. Die Sauce sollte nun nicht mehr kochen. Hinzu kommt nun noch ein halber EL geriebener Meerrettich. Um eine angenehme Cremigkeit zu erzielen, kann zum Abschluss noch etwas geschlagene Sahne untergehoben werden.

Sauce aus Meerrettich
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Der Meerrettich-Dip

Eine weitere Rezeptidee ist die Herstellung eines Meerrettich-Dips. Für diesen benötigt man 125g Frischkäse mit Doppelrahmstufe sowie 2 EL Joghurt und 2 EL Magerquark. Die Zutaten werden vermengt und mit 50g frischem Meerrettich verfeinert. Abgerundet wird das Ganze noch mit Salz und Pfeffer sowie Senf und Zitronensaft. Der Dip schmeckt besonders gut zu Gemüsesticks oder auch salzigem Gebäck oder Baguette.

Meerrettich aufbewahren

Ist der Meerrettich noch am Stück, kann man ihn problemlos für bis zu 6 Wochen lagern. Wer mag, kann ihn in Frischhaltefolie einwickeln oder in ein feuchtes Tuch. Meerrettich lässt sich auch in der Dose sehr gut einfrieren. Ist der Meerrettich bereits gerieben, kann er in einem Glas mit festem Schraubverschluss für maximal drei Wochen aufbewahrt werden. In einem Einmachglas kann der Meerrettich im Übrigen auch konserviert werden. Hierzu vermengt man die Raspel mit Salz, Zucker und Apfelessig. Die Mischung wird fest in das Glas gedrückt, um die Bildung von Luftblasen zu unterbinden. Anschließend wird das Glas fest verschlossen. Die Haltbarkeit erhöht sich so auf etwa ein halbes Jahr.

Gesundheitliche Vorteile

Meerrettich enthält viele wichtige Nährstoffe. Darunter finden sich vor allem Vitamine wie Vitamin C und verschiedene B-Vitamine. Ebenfalls enthalten sind Kalzium, Kalium, Eisen, ätherische Öle und Senfglykoside, welche für die Schärfe des Gemüses verantwortlich sind. Der Verzehr von Meerrettich kann bei Verdauungsproblemen helfen. Daneben hat Meerrettich auch eine antibakterielle sowie eine antibiotische Wirkung. Er kann somit dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und Entzündungen entgegen zu wirken.