piment
Andrey_Zakharov/shutterstock.com

Piment gilt noch immer als exotisches Gewürz, das nicht ständig in jedem Haushalt vorhanden ist. Dabei ist Piment ein wahrer Allrounder, der sowohl süße als auch herzhafte Speisen abrundet. Verwendet wird das Gewürz weltweit. Hierzulande kennt man es vor allem aus der Weihnachtsbäckerei. So ist Piment beispielweise ein Bestandteil des Lebkuchengewürzes. Womit man Piment ersetzen kann, sollte es einmal nicht zur Hand sein, ist hier zu erfahren.

Ersatz für Piment: Grundlegende Informationen

Zuerst wurde Piment in der Karibik als Speisegewürz verwendet. Die Jamaikaner waren die ersten, die damit ihre Speisen verfeinerten, weshalb Piment auch heute noch den Beinamen Jamaikapfeffer trägt. Doch auch die Südamerikaner verwenden Piment häufig in Marinaden oder für Fleischgerichte. Der Seefahrer Christoph Kolumbus brachte die kleinen schwarzen Körner schließlich nach Europa. Von dort aus wanderte Piment auch in weitere Weltregionen wie Indien, Marokko, in den Iran oder den Libanon.

Pimentkörner sind Gewürzkörner, die an Beeren erinnern, und von der immergrünen Pfeffermyrte, einem Baum, der eine Höhe von bis zu zwölf Metern erreichen kann, geerntet werden. Der Hauptbestandteil von Pimentkörnern, ist ein ätherisches Öl namens Eugenol, das auch in der Gewürznelke enthalten ist. Gewürznelken und Pimentkörner sind deshalb eng miteinander verwandt. Nach der Ernte werden die Pimentbeeren, die in ihrem Kern jeweils zwei kleine Samenkörner enthalten, getrocknet.

piment geschmack
HandmadePictures/shutterstock.com

Wonach schmeckt Piment?

Am ähnlichsten ist dem Piment der Geschmack von Nelken. Allerdings kommen noch weitere Aromen und Duftnoten hinzu, die sich auch auf den Geschmack des Piment auswirken, und diesen somit ein wenig vom reinen Geschmack der Gewürznelke abheben. Das sind Pfeffer-, Zimt- und Muskataromen. Wird Piment gemahlen, oder im Mörser zerkleinert, entfaltet er seine Aromen und Duftstoffe erst richtig. Je feiner und je frischer gemahlen er verwendet wird, desto intensiver schmeckt Piment. Deshalb sollte das Gewürz beim Kochen oder Backen nur sparsamen Einsatz finden.

Für welche Gerichte wird das Gewürz verwendet?

In der orientalischen, indischen, libanesischen, karibischen und südamerikanischen Küche wird Piment in erster Linie für herzhafte Gerichte verwendet. Die Israelis fügen Piment beispielsweise ihrer Nationalspeise Shakshuka, einem Eintopf aus frischen Tomaten und Eiern, bei. Oft kommt das Gewürz in winterlichen Eintöpfen und Fleischgerichten, die mit Wurzelgemüse gekocht werden, zum Einsatz.

Die Inder fügen ihrem Reis, neben anderen Gewürzen, beim Kochen auch jeweils einige Pimentkörner bei, um den Geschmack dadurch runder werden zu lassen, und die Speise bekömmlicher zu machen. In Deutschland kommt Piment oftmals als Gewürz für die Weihnachtsbäckerei zum Einsatz, zum Beispiel für Lebkuchen, Plätzchen oder winterliche Gewürzkuchen.

Piment Ersatz: Welche Möglichkeiten gibt es?

Wer kein Piment zu Hause hat, oder aber wem der Geschmack der kleinen Körner zu intensiv ist, kann Piment mit anderen Gewürzen ersetzen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass sämtliche Geschmacks- und Aromanoten des Piment aufgegriffen werden sollten, um den vollen Geschmack der Pimentbeeren abzubilden. Das heißt, dass Piment, bis auf eine Ausnahme, nicht 1:1 mit nur einem anderen Gewürz ersetzt werden kann. Vielmehr sollte immer eine Mischung aus unterschiedlichen anderen Gewürzen verwendet werden. Eine Mischung aus Gewürznelken, Zimt und Muskatnuss kann dem Geschmack von Piment, richtig gemischt, sehr nahe kommen.

piment ersetzen
Chatham172/shutterstock.com

Wie kann man Ersatz selbst herstellen?

Das Wichtigste ist gleich zu Beginn klarzustellen. Wer selbst einen adäquaten Ersatz für Piment herstellen möchte, sollte eine Gewürzmühle, oder alternativ, eine sehr feine Gewürzreibe besitzen. Denn die Gewürze können nicht im Ganzen verwendet werden – man muss sie sehr fein zerkleinern, und am besten mahlt man sie. Für eine Grundmischung des eigenen Pimentersatzes mahlt man zunächst Zimtstangen, Gewürznelken und Muskatnuss einzeln, und gibt die gemahlenen Gewürze jeweils in kleine Schälchen. Um einen gehäuften Teelöffel Pimentersatz zu erhalten, mischt man die drei Gewürze zu je gleichen Anteilen miteinander in einer weiteren Schale.

Empfohlen wird jeweils einen halben Teelöffel Zimtpulver, Nelkenpulver und Muskatnuss zu verwenden. Diese Mischung kommt dem Geschmack des Piment am nächsten. In der Dosierung für Speisen und Gebäck sollte man vorsichtig vorgehen, da die Nelke als sehr geschmacksintensives Gewürz gilt. Verwendet man zu viel davon, werden die Speisen zu scharf, oder schmecken leicht seifig.

Einige weitere Alternativen

Es gibt Menschen, die Muskatnuss nicht mögen, oder sogar allergisch auf sie reagieren. In diesem Fall kann die Ersatzmischung auch nur aus Zimt und Nelken hergestellt werden. Man mischt dann im Verhältnis 50:50. Wer Zimt nicht mag, oder nicht im Vorratsschrank hat, kann auch Muskatnuss und Nelken zu gleichen Teilen miteinander vermischen. Alle, die es gerne ein wenig schärfer mögen, können auch ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer zu ihren selbst hergestellten Gewürzmischungen hinzufügen.

Piment ersetzen: Ein Alternativgewürz aus nur einer Zutat

Eine weitere Alternative, die ohne die Zugabe von Zimt, Muskatnuss und Nelken auskommt, ist der Kubebenpfeffer, der auch unter der Bezeichnung Indischer Pfeffer bekannt ist. Der Kubebenpfeffer wird in vielerlei Gewürzmischungen, wie zum Beispiel Curry oder dem orientalischen Ras el-Hanout, verwendet. Ebenso wie der Piment hat der Kubebenpfeffer einen sehr intensiven Geschmack, der eine leicht bittere Note versprüht. Bei der Dosierung sollte man also auch hier vorsichtig vorgehen. Ansonsten greift der Kubebenpfeffer, was den Geschmack anbetrifft, ebenfalls die Aromen von Zimt, Nelken und Muskatnuss auf.