PH888/shutterstock.com

Eine Sauna kann das Eigenheim um ein Wellness-Spa bereichern. Vor allem im Winter steigern die Wärme und das Entspannen das Wohlbefinden und können einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Ob nach einem anstrengenden Tag auf der Arbeit oder nach sportlicher Betätigung, ein Saunagang ist eine Wohltat für den Körper und hilft dabei abzuschalten. Bevor diese Vorzüge genossen werden können, ist bei Planung und Bau jedoch einiges zu beachten.

Sauna bauen: Darauf kommt es an

Wenn der Wunsch nach einer privaten Sauna besteht, müssen zunächst wichtige Punkte geklärt werden. In erster Linie handelt es sich dabei um die Größe. Diese ist von dem vorhandenen Raum und der Anzahl der Nutzer abhängig. Pro Person sollten anderthalb Quadratmeter eingeplant werden. Für eine vierköpfige Familie reichen sechs Quadratmeter Grundfläche also vollkommen aus. Ebenfalls wichtig aber oft vernachlässigt ist die korrekte Belüftung der Sauna. Diese ist wiederum abhängig von der Größe.

Ohne die Zuführung von frischer Luft und dem Abziehen der hohen Luftfeuchtigkeit wird das Klima in der Sauna schnell unangenehm und der erholsame Effekt ist nicht mehr vorhanden. Abhängig von der Anzahl der Personen in der Sauna muss die Größe der Lüftung anpassbar sein. Nur so ist es möglich, die optimale Zufuhr einzustellen. Ist diese Basis samt passender Dämmung vorhanden, muss die Einrichtung der Sauna in der Planung mit einbezogen werden.

Dazu gehören die Anzahl der Sitze beziehungsweise Liegeflächen, die Etagen und der Ofen sowie die Beleuchtung und die Saunatechnik. Während hier zum Großteil zahlreiche Berechnungen erforderlich sind, sind bei Beleuchtung und Luft der eigene Geschmack und die entspannenden Kriterien gefragt.

Beleuchtung

Die Beleuchtung für die Sauna sollte Entspannung verbreiten und keinesfalls grell sein. Ideal sind warmweiße Lichter zwischen 3.300 und 5.000 Kelvin. Lassen sie sich dimmen, ist eine optimale Anpassung möglich. Zudem kann mehr als eine Lichtquelle integriert werden. Besonders dekorativ und nicht nur beim Saunagang schön anzusehen, sind separate Spots an der Decke. Sie erzeugen den Eindruck eines Sternenhimmels, wenn sie entsprechend verteilt werden.

Eine Alternative oder ein Zusatz hierzu stellen farbige Lichter oder Farbwechsler dar. Sie verleihen der Sauna immer wieder eine neue Atmosphäre, können beruhigend oder energetisierend wirken. In beiden Fällen sind LED-Lichter empfehlenswert. Denn sie sind sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb kostengünstig, können entsprechend gegen Feuchtigkeit gesichert erworben werden und bieten eine große Vielfalt in Bezug auf Helligkeit und Farbtöne.

Luft und Duft

Eine gute Luftzirkulation ist eine entscheidende Voraussetzung für die Sauna. Darüber hinaus kann sie jedoch auch duften. Ätherische Öle beziehungsweise Sauna-Öle können das Spa-Erlebnis im eigenen Heim abrunden. Frischer Eukalyptusduft wirkt belebend und befreit die Atemwege. Lavendel und Flieder beruhigen und helfen beim Einschlafen. Rosmarin ist vitalisierend und bei besonders hohem Stress kann Melisse dabei helfen, ihn abzubauen. Durch die große Auswahl kann immer wieder ein neuer Duft passend zur Stimmung ausgewählt werden. Egal, worauf die Wahl fällt, nach dem Saunagang muss ein gründliches Lüften erfolgen.

Tipps zum besten Effekt beim Saunieren

  • Benötigte Utensilien: ein Saunatuch und Handtücher, Shampoo und Duschgel sowie wenigstens zwei Stunden Zeit
  • Vorbereitung des Saunagangs: Ausreichend trinken und nochmals zur Toilette gehen, duschen und gut abtrocknen, eventuell ein warmes Fußbad für anschließend besseres Schwitzen nehmen
  • Ablauf des Saunagangs: Zunächst auf der untersten Bank liegen oder sitzen, allmählich höhere Stufe je nach Wohlbefinden benutzen. Pro Saunagang nur acht bis 12 Minuten in der Hitze verweilen.
  • Beendigung des Saunagangs: Für mindestens die Zeit des Saunagangs abkühlen. Entweder an der frischen Luft, durch eine kühle Dusche
  • Erholung des Körpers: wenigstens einen Liter Flüssigkeit zu sich nehmen (keinen Alkohol), körperliche Anstrengungen zunächst vermeiden

Diese Dinge unbedingt vermeiden

  • nicht mit leerem oder vollem Magen saunieren
  • nicht unmittelbar nach sportlicher Betätigung, sondern mit entspanntem Ruhepuls die Sauna betreten
  • Sauna nicht als Stress-Flucht benutzen
  • nicht ohne vorheriges warmes Duschen mit Kälteempfinden die Sauna nutzen
  • nicht sofort nach dem Saunagang in kaltes Wasser springen
  • Saunagang nicht als Abnehmhilfe missverstehen
  • Sauna nicht bei beginnender Erkältung, sondern nur vorbeugend benutzen
  • nicht bei Vorliegen entzündlicher Prozesse an Blutgefäßen oder inneren Organen saunieren