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Seide ist ein filigraner und auserlesener Stoff für den Körper, was Edelsteine für Juwelierwaren darstellen: die hochwertigste Form des Ausdrucks. Das seidige leichte Feeling auf der Haut ist atemberaubend und hierfür zeichnet die sehr filigrane und glatte Struktur der Fasern. Die Schönheit des Stoffes benötigt eine spezielle Pflege. Für das richtige Waschen von Seide sind einige Schritte zu berücksichtigen.

Seide waschen – Das perfekte Waschmittel

Bestenfalls eignen sich besondere Waschmittel. Keinesfalls sollten alkalischen Waschmittel sowie Vollwaschmittel zur Anwendung kommen. Darin sollte kein Bleichzusatz zu finden sein. Keinesfalls sollten Enzyme zur Entfernung von Flecken darin enthalten sein. Der Einsatz von milden, pH-neutralen Shampoos ist nur dann gegeben, wenn keine rückfettenden Essenzen, noch Parfum oder Farbstoffe sich darin befinden.

Bei der Handwäsche rubbeln und reiben vermeiden

Die Plastikwanne oder ein ähnliches Gefäß wird mit 30 Grad warmem Wasser gefüllt und ein Klecks Seidenwaschmittel darin aufgelöst. Nach der guten Verteilung des Waschmittels sollte der Seidenstoff zwischen drei bis fünf Minuten darin liegen und ein wenig bewegt werden. Einige Hersteller von Seiden empfehlen die Beigabe von einem Teelöffel Weinessig, um aus den Seidentextilien Restbestände von Seife und Kalk zu entfernen.

Aufgeraute Fasern werden geglättet und befestigt und Schließen ein ausbleichend er Farbe aus. Niemals Weichspüler verwenden, da die Seide ein wenig schmierig wird.

Seide in die Waschmaschine?

In die Waschmaschine darf nur Seide, wenn der Hersteller dies durch die Waschanleitung auf dem Etikett bestätigt. Bei maximal 30 Grad Celsius ist ein Wäschesack zu verwenden, um einen Trommelkontakt auszuschließen. Neuere Waschmaschinen verfügen über ein gesondertes Seiden-Programm.

Auf milde Art trocknen

Die nasse Seide wird sanft ausgepresst und in einem nicht feuchten Handtuch gewickelt. Mit einem zweiten Handtuch wird der Vorgang wiederholt und das Seidenstück auf einen Formbügel gehängt. Niemals Seide auswringen, da sie bei Nässe sehr empfindlich ist und ein Brechen der Fasern verursachen kann. Siede ist immer liegend zu trocknen und nur ein wenig in de Form zu ziehen.

Niemals Seide in der Sonne trocknen. Durch die intensive UV-Strahlung verliert sie ihren Glanzton und wird brüchig. Jedoch Sauerstoff wird bevorzugt. Idealerweise wird die Seide im Outdoorbereich bei bewölktem Himmel im Schattenbereich getrocknet.

Das Bügeln von Seide

Seide wird immer von der Rückseite gebügelt. Gegen Knitterfalten hilft ein wenig Feuchtigkeit. Bei zu trockenem Stoff hilft ein feuchtes Tuch. Keinesfalls das Bügeleisen zu heiß ausrichten.

Die Beseitigung von Flecken

Niemals Seide mit Deo oder Parfum besprühen. Es werden Flecken sichtbar, die kaum zu entfernen sind. Flecken ohne Wasser abtupfen, ansonsten quillt die Faser an der entsprechenden Stelle auf. Experten empfehlen bei Fettflecken Waschbenzin. Einen Klecks auf den Fleck und vorsichtig mit einem Tuch abtupfen. Bei der Anbringung einer Brosche sollte die Nadel mit Alkohol abgewischt werden, um Flecken durch den Einstich auszuschließen.