1. März 2024

Strom sparen im Haushalt: Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Die Energiekosten explodieren und viele Verbraucher sehen der nächsten Energiekostenabrechnung mit Sorgen entgegen. Vielen ist klar, dass sie ihren Energieverbrauch dringend drosseln müssen und sind auf der Suche nach jeder Kilowattstunde, die nicht verbraucht werden muss. Es lohnt sich, einen Blick auf die Gewohnheiten im Haushalt zu werfen. Großes Sparpotential verbirgt sich beim Wäsche waschen, Geschirrspülen und Kochen. Viele Sparmöglichkeiten lassen sich ohne großen Aufwand und Ausgaben sofort umsetzen.

Haushalte können zum Beispiel mit einem Wäscheständer Strom sparen und auf die Verwendung des Wäschetrockners verzichten. Moderne Wäscheständer haben ausreichend Platz für eine ganze Waschmaschinenfüllung. Besitzer von Garten und Terrasse können die natürliche Energie der Sonne nutzen und haben in kurzer Zeit trockene Wäsche mit einem wunderbar luftigen Duft. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei, dass die Wäsche schonender getrocknet wird.

Da wo es geht – runter mit der Temperatur

Zum Energiesparen sollten alle Geräte auf ihre Einstellungen überprüft werden. In vielen Haushalten sind Kühlschrank und Tiefkühler viel zu kalt eingestellt. Eine Temperatur zwischen 5 °C und 7 °C ist ausreichend. Moderne Kühlgeräte haben übersichtliche Temperaturanzeigen. Bei älteren Geräten übernimmt die Aufgabe ein separates Kühlschrankthermometer. Kühlgeräte nicht neben dem Herd aufstellen. Die abgegebene Wärme sorgt dafür, dass der Kühlschrank nachkühlen muss. Steht Tiefkühlkost auf dem Speiseplan, kann diese im Kühlschrank langsam auftauen und gleich in doppelter Hinsicht Strom sparen. Die Luft im Kühlschrank bleibt kühl und beim Kochen wird weniger Energie verbraucht.

Beim Waschen reicht die Kaltwäsche für normal verschmutzte Kleidung aus. Moderne Kaltwaschmittel waschen schon bei niedrigen Temperaturen sauber. Flecken am besten einweichen und gezielt mit einem passenden Fleckenmittel vorbehandeln. Waschmaschinen mit neuer Technik haben spezielle Öko-Programme, die zwar eine längere Laufzeit haben, aber bei jedem Waschgang Strom sparen. Für das Trocknen auf einer Leine oder einem Wäscheständer kann die Schleuderzahl gesenkt werden. Die Waschmaschine sollte nur dann gestartet werden, wenn die Trommel voll ist. Das gilt auch für Waschmaschinen mit einer Mengenautomatik.

Beim Geschirrspülen scheiden sich die Geister. Handspülen und Geschirrspüler stehen sich gegenüber und jede Variante hat ihre Anhänger. Ein voller Geschirrspüler spült im Energiesparmodus sehr effizient und mit wenig Energie. Bei leicht verschmutztem Geschirr reicht auch hier eine niedrige Temperatureinstellung. Für das Spülen per Hand muss das Wasser auch nicht kochend heiß sein. Handspülmittel haben schon bei niedrigeren Temperaturen eine gute Fettlösekraft. Zusätzlich kann die Vorgehensweise unserer Großmütter helfen, dass das Spülwasser länger hält. Zuerst die Gläser, dann das leicht verschmutzte Geschirr und zu Schluss die Töpfe und Pfannen.

Wann lohnt sich der Austausch von Altgeräten?

Neue Geräte sparen ohne Frage Energie und jede Anschaffung macht sich in der Stromrechnung bemerkbar. Haushaltsgroßgeräte sind allerdings teuer und der Neukauf hat sich erst nach Jahren rentiert. Vor dem Kauf sollte der tatsächliche Verbrauch ermittelt werden. Leistungsmessgeräte schaffen Klarheit und machen Energiefresser im Haushalt ausfindig. Die kleinen Geräte werden vor die Steckdose gesteckt, zeigen den Verbrauch an und machen einen direkten Vergleich zum Neugerät möglich. Verbraucherzentralen, Bibliotheken und Energieversorger bieten Leihgeräte für zu Hause an.

Weniger Energie beim Kochen verbrauchen

Mit kleinen Tricks kann beim Kochen Energie gespart werden. Töpfe sollten immer genau auf die Kochplatte passen und bei Elektroherden plan aufliegen. Beim Kochen grundsätzlich einen Deckel verwenden. Ein Wasserkocher benötigt weniger Energie für einen Liter Wasser als der Herd. Kleine Mengen Wasser sollten hierin aufgekocht werden. Gepflegtes Kochgeschirr leitet die Energie besser. Topfboden beim Spülen nicht vergessen und Wasserkocher regelmäßig entkalken. Restwärme beim Kochen nutzen. Zum Kochen von Reis reicht es zum Beispiel, das Wasser einmal aufzukochen und den Reis dann auf der ausgeschalteten Kochstelle quellen zu lassen. Bei vielen anderen Gerichten reicht auch die Restwärme zum Garen aus.

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