13. April 2024

Ungewöhnliche Schätze: 7 „Must-haves“ für leidenschaftliche Sammler

Seien es Kindheitserinnerungen, wertvolle Schmuckstücke oder Fanartikel der eigenen Lieblingsmannschaft: Viele Menschen sammeln etwas und dies kann verschiedenste Gründe haben.

Das Sammeln kann dabei nicht nur ein spaßbringendes Hobby sein, sondern sogar eine Form der finanziellen Vorsorge als Alternative zu den Klassikern wie ETFs. Denn manche Sammlerstücke steigern ihren Wert von Jahr zu Jahr und stellen somit eine hervorragende Geldanlage dar. Egal, aus welchen Gründen jemand also sammelt, sind folgende ungewöhnliche Schätze auf jeden Fall eine Bereicherung für die eigene Sammlung.

Spirituosen

Man muss Alkohol nicht gerne trinken, um ihn zu sammeln. Das gilt vor allem für Spirituosen, die zu einem beliebten Anlageobjekt geworden sind, ebenso wie Wein. Spirituosen können nämlich einen hohen Wert erreichen, zugleich sehen sie im Regal schön aus und sie werden oftmals sogar von Generation zu Generation vererbt. Viele Menschen verbinden ihre Sammelleidenschaft für Spirituosen außerdem mit jener für das Reisen, um die kostbaren Flaschen sozusagen direkt in ihrer Heimat zu erwerben – was übrigens auch viel Geld sparen kann. Im Gegensatz zum Wein bringen Spirituosen noch einen Vorteil mit sich: Sie sind weniger empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen oder Lichteinfall, was ihre Lagerung sogar für Hobbysammler vereinfacht.

Dadurch ist es einfacher, eine Wertsteigerung zu erreichen oder zumindest eine Wertminderung zu verhindern. Trotzdem ist es auch bei Spirituosen empfehlenswert, diese möglichst kühl und dunkel zu lagern, um auf Nummer sicher zu gehen. Wer nicht nur für den Spaß, sondern auch als Geldanlage sammelt, der muss bei Spirituosen natürlich das notwendige Know-how mitbringen – ebenso wie bei jeder anderen Art von Sammlung auch. Es gilt zu wissen, bei welchen Flaschen sich die Investition lohnt und wann diese zum Höchstpreis wieder verkauft werden kann. Lohnenswert sind vor allem Flaschen, die nur in geringer Stückzahl produziert werden.

Dadurch kommt es zu einer sogenannten Verknappung und je mehr dieser Flaschen auf Dauer getrunken werden oder aus anderen Gründen vom Markt verschwinden, desto wertvoller werden die wenigen verbleibenden Exemplare. Das Sammeln von Spirituosen bedarf also Geduld, ebenso wie das Sammeln von Wein, um in finanzieller Hinsicht das Meiste aus dieser Leidenschaft herauszuholen. Auch deshalb ist es alles andere als unüblich, die Flaschen über Generationen hinweg zu vererben.

Spuckbeutel

Unglaublich, aber wahr: Spuckbeutel aus dem Flugzeug, auch „Air Sickness Beutel“ genannt, sind mittlerweile zu einem beliebten Sammlerstück geworden. Beim nächsten Flug die kostenlos zur Verfügung gestellten Beutel mitzunehmen, kann daher sinnvoll sein. Wirkliche Sammelleidenschaft kommt jedoch nur bei besonderen Exemplaren auf und diese werden im Internet mittlerweile zu nennenswerten Preisen gehandelt – auch, wenn sie mit vielen anderen Sammlerstücken in dieser Liste nicht mithalten können.

Es gibt sogar ein virtuelles Museum nur für die „Kotztüten“, wie sie umgangssprachlich ebenfalls gerne bezeichnet werden. Dort sind vor allem begehrte Sondereditionen ausgestellt, wie jene mit Motiven bekannter Stars oder mit ungewöhnlichen Mustern. Wer also im Flugzeug das nächste Mal einen besonderen „Air Sickness Beutel““ entdeckt, sollte diesen unbedingt aufbewahren, um ihn vielleicht eines Tages zu verkaufen oder auszustellen.

Schallplatten

Etwas weniger exotisch, aber nicht weniger lohnenswert, ist die Sammlung von Schallplatten. Obwohl heutzutage kaum noch jemand einen Plattenspieler besitzt oder Vinyl im Alltag hört, haben Schallplatten als Sammelobjekt noch lange nicht ausgedient. Im Gegenteil: Einige der Scheiben gewinnen von Jahr zu Jahr an Wert. Die teuersten Exemplare werden im sechsstelligen Bereich gehandelt. Da allerdings kaum noch neue Schallplatten produziert werden, kann es schwierig sein, zu vernünftigen Preisen an vielversprechende Platten zu kommen.

Ein Blick in die eigene Sammlung beziehungsweise in jene der Eltern und Großeltern kann sich aber lohnen. So mancher Schatz lässt sich außerdem noch bei Haushaltsauflösungen oder auf Flohmärkten entdecken. Auf die „Jagd“ zu gehen, um diese zu finden, ist somit ein spannendes Hobby, das ein bisschen Kreativität sowie Kommunikationstalent erfordert.

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Die größte Schallplattensammlung der Welt umfasst übrigens rund acht Millionen Exemplare. Im Regelfall reichen aber deutlich kleinere Mengen aus, um eine ordentliche Sammlung zusammenzustellen, die auch in finanzieller Hinsicht vielversprechend ist. Denn Schallplatten nehmen glücklicherweise nicht viel Platz weg und somit lässt sich diese Form der Sammelleidenschaft problemlos in den Alltag integrieren.

Fanartikel

Fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens schon einmal Fanartikel gesammelt. Poster, Tassen und T-Shirts sind dafür allzeit beliebte Klassiker. Einige Stars haben jedoch ausgefallenere Fanartikel und diese zu sammeln, ist umso spannender. Nicht nur, dass die Suche nach diesen besonderen Schätzen viel Spaß macht – sie können auf lange Sicht auch äußerst wertvoll werden. Wer sich für Fanartikel begeistert, sollte sich daher einmal überlegen, die eigene Sammlung um ungewöhnliche Varianten zu ergänzen, wie „Katzenkopfhörer“ oder Weihnachtspullover. Dabei kann es sich um Produkte von nur einer Person beziehungsweise Band handeln oder um skurrile Fanartikel im Allgemeinen. Langeweile kehrt bei diesem Hobby jedenfalls nicht so schnell ein!

Comics

Obwohl Entertainment heutzutage meist digital stattfindet, haben Comics nach wie vor unzählige Fans in allen Altersklassen. Dabei sind es vor allem die alten sowie seltenen Exemplare, die sich als Sammlerstücke großer Beliebtheit erfreuen. Einige Comics gelten heutzutage als regelrechte Kunstschätze und das teuerste Heft bisher wurde für unglaubliche 3,4 Millionen US-Dollar verkauft. Hierbei handelte es sich um die Detective Comics Nr. 27 aus dem Jahr 1939. Kein Wunder, dass hiervon nur noch wenige Exemplare gut erhalten beziehungsweise überhaupt noch vorhanden sind – und damit steigt ihr Preis immer weiter.

Aber es sind nicht nur finanzielle Gründe, die diese Sammlerstücke so beliebt machen: Comics wecken in vielen Menschen schöne Kindheitserinnerungen und zaubern ihnen ein Lächeln ins Gesicht. In der Lagerung brauchen sie vergleichsweise wenig Platz und natürlich können sie auch als Entertainment für die ganze Familie dienen. Doch Vorsicht, denn die wertvollsten Exemplare bleiben besser unberührt, um keine Beschädigungen zu riskieren.

Bleibt nur die Frage offen, wo sich heutzutage noch Comics finden lassen, und zwar vor allem jene mit Wert? Auch hierbei zahlt sich etwas Kreativität aus. Im Internet gibt es beispielsweise Plattformen für den Kauf und Tausch. Ebenso existiert eine Vielzahl an Vereinen und Comic-Läden, die beliebte Anlaufstellen für Sammler sind. Aber auch Haushaltsauflösungen, Flohmärkte oder sogar der Blick in den eigenen Keller können manchmal unentdeckte Schätze zutage bringen. Wichtig ist dann natürlich, dass der Einkaufspreis unter dem (zukünftigen) Sammlerwert liegt, damit sich die Investition auch in finanzieller Hinsicht lohnt.

Non-Fungible Token

In der digitalisierten Welt von heute ist es wenig verwunderlich, dass auch digitale Sammelobjekte an Beliebtheit gewinnen – und damit an Wert. Ein Beispiel hierfür sind die sogenannten Non-Fungible Token. Dabei handelt es sich um einen digital handelbaren Vermögenswert, der über spezielle Plattformen gekauft und verkauft wird.

Das Besondere: Das digitale Zertifikat verweist auf einen konkreten Vermögenswert wie ein (digitales) Kunstwerk und unterscheidet sich somit von den Kryptowährungen. Diese NFTs können zudem vollständig zurückverfolgt werden, sprich sie sind einzigartig und genau deshalb als Sammlerstücke interessant. Allerdings dient diese Form der Sammelleidenschaft meist eher finanziellen Zielen als einem spaßigen Zeitvertreib.

Karten

Soll das Sammeln hingegen in erster Linie Spaß machen, so sind Karten eine exzellente Wahl. Denn mit ihnen lässt sich eben nicht nur sammeln, sondern auch spielen. Es gibt eine Vielzahl an Kartenspielen, deren Karten mittlerweile einen hohen Sammlerwert haben. Aber auch spezielle Sammelkarten werden auf dem Markt zu erstaunlichen Summen gehandelt. Die teuerste Pokémon-Karte ist beispielsweise über 300.000 Euro wert.

Am meisten Spaß macht das Sammeln von Karten natürlich mit Freunden, die sich ebenfalls dafür begeistern, mit einem die Veranstaltungen besuchen, die Flohmärkte durchforsten oder eben spielen. Es gibt also viele Möglichkeiten, um die eigene Sammelleidenschaft auszuleben – auch, aber nicht nur, rund um Karten. So ist sicherlich für jeden Geschmack und jedes Budget eine passende Wahl dabei, um das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, sprich ein neues Hobby mit einer vielversprechenden Geldanlage.

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