wachsen wimpern nach
© fotolia.com - Utkamandarinka

Ob Wimpern nachwachsen, gehört zu den häufigsten Fragen in der Wimpernpflege. Rund eine halbe Millionen Ergebnisse zu dem Thema erscheinen bei Google. Fakt ist: Es gibt Maßnahmen, um dem Wimpernausfall vorzubeugen und sogar Tipps und Tricks zur Beschleunigung des Wachstums. Damit ist die Frage eigentlich schon beantwortet – ja, Wimpern wachsen nach. Wie Du die Pflege richtig angehst und das Wachstum deiner Wimpern optimal fördern kannst, erfährst Du hier.

Wachsen Wimpern nach? – Grundlegendes

Wimpern – die gebogenen Härchen an den Rändern Deiner Augenlider schützen die Augen vor Schmutz, Staub und anderen Fremdkörpern. Bei näherer Betrachtung sieht man die kleinen Schweiß- und Talgdrüsen, die sich rund um ihre Wurzeln verteilen. Die Länge der Wimpern ist genetisch bestimmt und somit individuell, wobei die oberen Wimpern bis zu 13 mm und die unteren bis zu 8 mm lang werden können. Auch die Anzahl der Wimpern unterscheidet sich zwischen dem oberen (150 bis 250 Wimpern) und unteren Augenlid (50 bis 100 Wimpern). Es ist normal, dass Wimpern mit der Zeit ausfallen – meistens geschieht dies nach 100 bis 150 Tagen auf natürliche Weise.

Warum fallen Wimpern überhaupt aus?

Da Wimpern für den Schutz der Augen zuständig und somit täglichen Strapazen ausgesetzt sind, ist der Wimpernausfall nach längerer Zeit unvermeidbar. Neben dieser natürlichen Ursache können aber noch viele weitere Faktoren, die wir selbst herbeiführen, zu einem frühzeitigen Ausfall beitragen. Reibung durch Abschminken und Waschen sowie die tägliche Verwendung von Lidschatten, Mascara oder Kajal und das Formen mit einer Wimpernzange gehören zu den häufigsten Gründen für vorzeitigen Wimpernausfall.

Neben diesen kosmetischen Einwirkungen können auch Stress, Vitaminmangel und hormonelle Gründe die Ursache sein. Gerade wenn einzelne Wimpern nur teilweise abbrechen, ist dies meistens ein Zeichen für Vitaminmangel oder zu grobes Abschminken. Bei übermäßigem Ausfall sollte ein Dermatologe zur Rate gezogen werden, mit dem die Einnahme von Multivitaminen oder andere Möglichkeiten besprochen werden können.

Wie schnell wachsen Wimpern nach?

Eine genaue und verbindliche Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, da das Nachwachsen der Wimpern von mehreren Faktoren abhängig ist. Fällt eine ausgewachsene Wimper auf natürliche Weise aus, geht der Wachstumsprozess der nachkommenden Wimper schneller voran als wenn sie durch Fremdeinwirken während der Wachstumsphase abbricht. Im allgemeinen kann es bis zu 60 Tage dauern, bis eine Wimper vollständig nachgewachsen ist. Das Wachstum durchläuft drei verschiedene Phasen:

  1. Wachstumsphase (Anagenphase): Das Haar erneuert sich und wächst auf die volle Länge heran. Diese Phase kann 30 Tage bis mehrere Monate dauern.
  2. Übergangsphase (Katagenphase): Die Haarwurzel schrumpft zusammen und verfestigt sich im Augenlid. Es werden keine weiteren Zellen mehr produziert, das Haar stirbt ab.
  3. Ruhephase (Telogenphase): Die Regeneration der Wurzel beginnt und eine neue Wimper wächst heran, welche die alte abstößt. Diese Phase kann bis zu 3 Monate andauern.
wie schnell wachsen wimpern
© fotolia.com – Utkamandarinka

Wie lässt sich das Wimpernwachstum beschleunigen?

Um das Wimpernwachstum positiv zu beeinflussen, bieten sich Mittel zur innerlichen und äußerlichen Anwendung an. Von ausgewogener Ernährung bis hin zu kosmetischen Behandlungen stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Wir beginnen mit den natürlichen Hilfsmitteln.

Vitaminaufnahme durch ausgewogene Ernährung

Da Wimpern hauptsächlich aus Keratin bestehen, welches sich aus Eiweiß bildet, ist eiweißhaltige Nahrung zu empfehlen. Biotin (Vitamin H) ist längst für seine wachstumsstimulierende und gesunde Wirkung auf Körperhaar und Nägel bekannt und findet sich vor allem in Lebensmitteln wie Soja, Hefe, Bananen, Reis und Walnüssen wieder. Milchprodukte und Fisch versorgen den Körper mit wertvollem Vitamin A. Vitamin C findet sich in Zitrusfrüchten und beispielsweise Tomaten. Auch Eisen (Sesam, Hülsenfrüchte etc.) und Niacin (Lachs, Schweinefleisch, Nüsse etc.) tragen zu gesundem Haarwachstum bei.

Natürliche Mittel

Zu den natürlichen (Haus)mitteln, die das gesunde Wachstum von Wimpern beschleunigen können, gehören Oliven- und vor allem das Rizinusöl. Olivenöl enthält viele verschiedene Vitamine und zählt als altes Hausmittel für ein schnelleres Wimpernwachstum. Über mehrere Monate soll das Olivenöl mit einem Wattestäbchen auf den Wimpernkranz aufgetragen und am nächsten Morgen mit Wasser ausgespült werden. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten sollte sich ein deutlich bemerkbarer positiver Effekt einstellen.

Das andere Mittel, das in den letzten Jahren immer mehr Beliebtheit beim Thema Haarwachstumsförderung erlangte, ist das Rizinusöl. Die Behandlungsmethode ist die gleiche wie beim Olivenöl – viele schwören aber mittlerweile auf einen noch besseren Effekt des Rizinusöls im Vergleich zum Olivenöl.

Sport und ausreichend Schlaf

Wie bereits erwähnt, beeinflussen die körpereigenen Hormone das Haarwachstum. Da Sport einen großen Einfluss auf den Hormonhaushalt hat, sollte diese Möglichkeit genutzt werden, wenn das Wachstum der Wimpern stimuliert werden soll – körperliche Fitness und ein gesundes Immunsystem kommen inklusive. Auch genügend Schlaf ist ratsam, da der Körper sich in dieser Zeit die nötige Ruhe holt und sich regenerieren kann.

Kosmetische Mittel

Die künstliche Verlängerung und Verdichtung der Wimpern durch künstliche Wimpern ist eine beliebte Methode, um den gewünschten optischen Effekt herbeizuführen. Hier bieten sich entweder aufklebbare Wimpern (Fake-Lashes) aus der Drogerie oder sogar eine permanente Wimpernverlängerung an. Die letztere, etwas teurere Variante wird professionell im Studio angefertigt – bei einer Dauer von zwei Stunden und Kosten ab 50 € aufwärts pro Sitzung. Das Resultat hält einige Wochen.

So lässt sich dem Wimpernausfall vorbeugen

Die wirkungsvollste aber vermutlich unrealistischste Maßnahme: Der komplette Verzicht auf Kosmetik im Wimpernbereich. Die Inhaltsstoffe von gängigen Produkten wie Wimperntusche lassen die Härchen oftmals austrocknen und strapazieren zudem die Haarwurzeln. Wer auf Mascara & Co aber trotzdem nicht verzichten möchte, sollte das Abschminken nicht vergessen – am besten mit dem richtigen Make-Up-Entferner. Hier sind besonders ölhaltige Produkte zu empfehlen, die die Härchen mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen versorgen und den Wimpern so bei der Regeneration helfen.

Neben dem bewussten Umgang mit Kosmetikprodukten sollte auch auf das Zupfen mit der Hand an den Wimpern verzichtet werden, da die Härchen dadurch schneller ausfallen.