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Selbermachen ist wieder angesagt! Spätestens in diesem Frühjahr konnte man beobachten, wie plötzlich fast schon als Ladenhüter geglaubte Artikel wie Stoffe und Garne plötzlich knapp wurden. Mehr und mehr Menschen entdecken das Nähen, Sticken, Häkeln und Stricken wieder für sich. Was ist dran am neuen Trend?

Selbstgemacht ist es immer noch am besten

Hätte man vor zehn Jahren jemandem erzählt, dass die Menschen im Jahr 2020 wieder anfangen werden, vermehrt Textilien selber herzustellen anstatt sich am Überfluss von fertigen Konsumartikeln zu bedienen, hätte man ihn vermutlich für verrückt erklärt. Aber es ist wahr: Nicht erst seit Corona entdecken viele Menschen das Selbermachen für sich – und Stoffen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Wer sich nämlich im Frühjahr 2020 eine schöne Stoffmaske oder andere Dinge nähen wollte, musste ein wenig auf Jagd gehen. Es ist nach wie vor nicht schwer, irgendwoher Stoffe zu bekommen, aber schöne Stoffe und Garne sind tatsächlich rar.

Shops wie www.trendgarne.de sind einige der wenigen Oasen, in denen man noch nach Herzenslust durch verschiedene Arten und Farben von Garnen stöbern kann. Denn seien wir mal ehrlich: Warum sollte man überhaupt etwas ohne Not mühsam selbst machen, wenn man es dann nicht auch so gestalten kann wie man möchte? Gerade beim Stricken und Häkeln lassen sich selbst ohne große Expertise schon nach kurzer Zeit ganz hervorragende Resultate erzielen, wenn man nur auf eine große Vielfalt an Stoffen und Garnen zurückgreifen kann. So bekommt etwa eine einfache Socke einen wunderschönen Farbverlauf oder ein Topflappen ein einzigartiges Muster. Überhaupt lässt sich der Trend zum Selbermachen vermutlich auf den Wunsch nach mehr Individualität zurückführen. Wem könnte man das verübeln?

Warum wir in der Krise wieder gern Sachen selber machen

Wenn es draußen nicht in puncto Wetter stürmisch wird, verlassen sich die Menschen wieder öfter auf die eigenen Fähigkeiten. Das Herstellen von Textilien war lange Zeit eine weit verbreitete Fähigkeit. So gut wie jeder Mensch konnte mindestens Häkeln oder Stricken – oder wenigstens einen Knopf annähen. Heute ist das nicht mehr selbstverständlich. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Textilien sehr wenig Geld kosten und jede investierte Mühe in das Selbermachen oder Reparieren von ihnen eigentlich verschwendete Zeit ist. Doch aktuell lässt sich eine Trendwende beobachten.

Offenbar haben mehr und mehr Menschen keine Lust mehr auf Fertigware aus dem Textilkaufhaus – wohl auch, weil sich die Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie mehren. Zugleich hat ein selbstgemachtes Stück Stoff natürlich einen Mehrwert, der sich nicht in Geld messen lässt. Und so können wir wohl bald auch die Renaissance der selbstgestrickten Socken als Weihnachtsgeschenk beobachten.