frische dampfnudeln
p.studio66/shutterstock.com

Der Duft von selbstgemachten Dampfnudeln schwebt durch die Küche. So mancher wird sofort von einer liebevollen Erinnerung eingehüllt, wenn er diese Köstlichkeit riecht. Als die Großmutter damals Dampfnudeln selbst gemacht hat und sich mit den Enkeln zusammen auf das Essen freute.

Schon bei der Ankündigung von der Oma, dass es am nächsten Tag das Lieblingsessen vieler Kinder geben würde, hat sich eine große Vorfreude breitgemacht. Man stand dann in der Küche dabei und beobachtete, wie mit flinken Händen der Teig des eigentlich simplen Grundrezeptes vorbereitet wurde. Den Enkeln kam es vor wie eine zauberhafte Wissenschaft, die nur die eigene Oma so gut beherrschte.

Dampfnudeln einfrieren: Geht das?

Die gute Nachricht: ja, man kann Dampfnudeln problemlos einfrieren. Allerdings sollte man ein paar Dinge beachten, damit der Geschmack erhalten bleibt. Wichtig ist vor allem, dass das Gebäck vor dem Einfrieren komplett abgekühlt ist. Werden die Nudeln lauwarm eingefroren, dann ist der Frust daran schon vorprogrammiert. Sie verändernd dann ihre Konsistenz und werden leicht gummiartig. Also, man nehme die völlig erkalteten Dampfnudeln und wickelt sie einzeln zuerst in Butterbrotpapier. Diese Päckchen dann in einen Gefrierbeutel geben. Aber nicht zu viele Teile in einen Beutel, sonst wird es dem Hefegebäck zu eng und es gibt unschöne Druckstellen.

Je nach Größe des Beutels, maximal drei Stück. Wer lieber mit Gefrierboxen arbeitet, hier funktioniert es nach dem gleichen Prinzip. Erst die Dampfnudeln einzeln verpacken und dann in einer Box (Glas oder Plastik) locker nebeneinander platzieren. Die Haltbarkeit liegt im tiefgefrorenen Zustand locker bei einigen Monaten. Aber, dazu wird es bestimmt nicht kommen, denn die kleinen Leckerbissen sind schneller weg, als man denkt.

Dampfnudeln am besten gleich auf Vorrat zubereiten

Wer Zeit hat, der nimmt sich einen Vormittag dafür vor um gleich mehrere Dampfnudeln auf einen Schlag zuzubereiten. Rezepte gibt es viele im Internet oder, man hat das Glück und besitzt noch das handgeschriebene Dampfnudelrezept von der eigenen Mutter oder Oma. Mehl, warme Milch, Zucker, Butter, frische Eier und Hefe, damit geht es los. Die Zutaten werden sanft und mit viel Ruhe in einer großen Schüssel vermengt. Dann ist Warten angesagt, denn der Teig braucht Zeit zum Aufgehen.

dampfnudeln zubereiten
Geoprofoto/shutterstock.com

Am besten geht das an einem warmen Platz, abgedeckt mit einem Deckel oder einem sauberen Küchentuch. Nachdem sich die Teigmenge ungefähr verdoppelt hat, werden kleine Portionen abgestochen und vorsichtig zu Kugeln in Form gebracht. Diese dann in eine Auflaufform setzen, in die man zuvor mit Butter in heißer, gezuckerter Milch geschmolzen hat. Dann dauert es nicht mehr lange. Einfach die vorgegebene Backzeit abwarten und dann die herrlich fluffig aufgegangenen Dampfnudeln mit Vaniellesauce genießen.

Perfekt sind die Nudeln übrigens, wenn sich am Boden eine leckere, braune Kruste gebildet hat. Diese entsteht, durch das Einbraten der gezuckerten Milch. Dampfnudeln schmecken warm und frisch natürlich am allerbesten. Allerdings sind sie auch kalt sehr beliebt, beispielsweise als Gebäck zum Kaffee am Nachmittag.

Wie gelingt der Genuss beim Aufbacken?

Um wieder in den uneingeschränkten Genuss der Dampfnudeln zu kommen, sollte man die Methode im Backofen wählen. Wenn es wirklich schnell gehen muss, dann können sie auch in der Mikrowelle aufgetaut und erwärmt werden. Bitte hier nach den Angaben des Mikrowellenherdes vorgehen. Der Vorteil im Backofen ist, dass man kaum einen Unterschied zwischen frisch gemachten und den eingefrorenen Dampfnudeln bemerkt. Wichtig ist auch wieder: Zeit nehmen. Erst ein wenig Butter mit Milch und Zucker in einer Auflaufform schmelzen. Da hinein die gefrorenen Hefeteile setzen und bei maximal 150 Grad Ober-/Unterhitze gut 40 Minuten backen.

Um die beliebte Kruste zu bekommen, soll 10 Minuten nach der sanften Backzeit die Temperatur auf 200 Grad Umluft gestellt werden. So erhält man ein perfektes Ergebnis. Es ist eine reine Geschmackssache, was dazu serviert wird. Ein Klassiker ist die Vanillesauce. Wer lieber Kompott isst, auch hier passen alle Sorten gut. Puderzucker, Eis und etwas frisch geschnittenes Obst sind ebenso ideale Begleiter.

Dampfnudeln richtig einfrieren: Unser Fazit

Wenn man sich also einmal die Mühe macht und gleich mehrere Dampfnudeln in einem Aufwasch vorbereitet, dann steht einem mehrmaligen Genuss nichts im Wege. Die Möglichkeit des Einfrierens spart viel Arbeit und man kann zwischendurch immer wieder einen kulinarischen Ausflug in die Kindheit machen. Damals, als Oma sich in die Küche gestellt hat und Dampfnudeln für alle gemacht hat. Guten Appetit!