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Nun, da der Herbst eingetroffen ist und man die Decke wieder liebgewinnt, ist eine Daunendecke der optimale Wärmespender für kalte Nächte. Durch die luftigen Federn wird das Schwitzen minimiert, gleichzeitig hält das organische Material jedoch kuschelig warm und sorgt für gemütliche Zeit im Bett.

Doch auch die beste Decke muss einmal gewaschen werden, denn über die Zeit setzen sich feine Hautschuppen, so manche Milbe und unangenehme Gerüchte fest. Doch wie macht man das am besten bei empfindlichen Daunen? Heißt es nicht sogar manchmal, dass eine Wäsche die flauschigen Daunen ruinieren und verkleben würde? Im Folgenden finden Sie alle wichtigen Informationen zum richtigen Waschen und Trocknen Ihrer Daunendecke.

Kann man Daunendecken überhaupt maschinell reinigen?

Grundsätzlich ist jede Daunendecke waschbar, etwa alle drei Jahre sollte man sie auch reinigen. Es gibt ein paar Kniffe, um ein Verklumpen der Federn zu vermeiden. Für die richtige Daunenwäsche in einer Waschmaschine, die tief und gründlich reinigt, brauchen Sie die folgenden Dinge:

  • eine Waschmaschine, die ungefähr sechs Kilogramm Wäsche fassen kann
  • Daunenwaschmittel, sollte das nicht zur Hand sein genügt auch handelsübliches Wollwaschmittel
  • ein paar Bögen Löschpapier
  • vier Tennisbälle
  • einen Kondenstrockner

Wie muss die empfindliche Decke gewaschen werden?

Zuerst muss sichergestellt sein, dass vor allem ältere Modelle von Daunendecken intakt sind und keine Federn aus kleine Löchern verlieren. In der Waschmaschine würden diese weiter einreißen und die Federn verstopfen leicht den Abfluss – eine Überschwemmung ist dann vorprogrammiert. Nähen Sie eventuelle Löcher fest zu.

Nun wird die Decke einmal gut durchgeschüttelt, damit die Daunen gut verteilt sind, und geben Sie die Decke zusammen mit den vier Tennisbällen in die Waschmaschine. Das Waschmittel (für Daunen oder für Wolle) wird nun gemäß der Dosierungsangabe auf der Packung in das jeweilige Fach geben und die Wäsche auf 40° C Feinwäsche eingestellt.

Achtung: Hier ist weniger mehr, denn zu viel Waschmittel dringt durch die Hülle ein und verklebt die Daunen unwiederbringlich. Auch die Temperatur sollte eingehalten werden, denn ein heißeres Programm würden den Daunen ebenfalls zusetzen. Sie fragen sich, was die Tennisbälle in der Waschmaschine bewirken sollen? Sie bewegen sich während des Waschgangs in der Maschine und verhindern so ein Verklumpen der Federn.

Wenn das Feinwäsche-Programm beendet ist, drücken Sie noch einmal die Taste für extra Spülen, damit jede Spur von Waschmittel ausgewaschen wird. Dann muss noch einmal manuell der Schleudergang ausgewählt werden, damit die Decke möglichst nur noch feucht ist. Nun bringen Sie die Decke in waagerechter Haltung – damit die nassen Daunen nicht zu einer Masse verrutschen – zum Kondenstrockner.

Die Königsdisziplin: Das Trocken der Daunendecke

In den Trockner geben Sie erneut die Tennisbälle zur Decke dazu und wählen ein Programm mit 30° C aus. Nach einer Stunde sollte die Decke trocken sein, jetzt schütteln Sie sie wieder gut aus und lassen sie für etwa 20 Minuten abkühlen.

Nach dieser Zeit wird der nächste Trockenvorgang gestartet, auch hier müssen wieder die Tennisbälle mit von der Partie sein. Die Behandlung mit dem Kondenstrockner muss so oft wiederholt werden, bis die Decke vollkommen trocken ist und sich keinerlei Feuchtigkeit mehr in ihr befindet. Das kann einfach mit einem Blatt Löschpapier überprüft werden, das eventuell noch vorhandene Feuchtigkeit aufsaugen würden. Normalerweise reichen 5 – 7 Runden im Trockner für eine perfekte getrocknete Decke.

Das Waschen von Daunendecken bedeutet zwar einigen Aufwand, dieser lohnt sich jedoch definitiv im Hinblick auf die Hygiene und den Geruch der Bettdecke. Mit den oben genannten Tricks werden Ihre Daunendecken garantiert nicht verklumpen, sondern nach der Reinigung wieder in ihre alte Form zurückfinden.